Top 5 Nachrichten der Woche
Region Aktiv
Mittwoch, 20. März 2019 11:29 Uhr
Heute Gottesdienst und Workshop an St. Thomas
Mittwoch, 20. März 2019 11:26 Uhr

Holzminden (sl). Der Fachkräftemangel ist besonders auf dem Land zu spüren. Auch in Holzminden. Um dem entgegenzuwirken kümmert sich die Kreisvolkshochschule seit nun mehr als 30 Jahren um die Jugendberufshilfe. Die Jugendberufshilfe wird von dem Land Niedersachen gefördert und durch finanzielle Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds unterstützt. Da die Gelder knapper werden und Kürzungen bei der Jugendberufshilfe vorgesehen sind, rief die Landesarbeitsgemeinschaft der Jugendsozialarbeit in Niedersachsen alle Jugendwerkstätten und Pro-Aktiv-Centren auf einen landesweiten Aktionstag unter dem Motto „Jugendberufshilfe am seidenen Faden“ am 10. März zu organisieren.

So einen Tag hat das Team um Corinna Schmidt, Stellvertretende Leiterin der Kreisvolkshochschule Holzminden und Bereichsleiterin „Arbeit“, Projekte und Maßnahmen der Arbeitsförderung, im alten Reformhaus organisiert. Ein paar Jugendliche und viele Mitarbeiter standen für Fragen und Anregungen von 10.00 bis 15.00 Uhr in der Oberen Straße zur Verfügung. Vor dem alten Reformhaus haben Jugendliche der Produktionsschule eine Bank errichtet, die zum Austauschen einladen sollte. „Hinsetzen, austauschen und über die Jugend reden“, formulierte Sylke Hennigfeld vom Pro-Aktiv-Center das Projekt mit der Bank. Passanten und Interessierte können eine Woche die handwerklichen Fertigkeiten an der Bank bestaunen und ins Gespräch kommen.

Seit 1992 bereichert die Jugendberufshilfe durch zahlreiche Projekte den Landkreis Holzminden. Unteranderem entstanden durch die Produktionsschule Weser Solling das Mittelalterdorf Bokenrode, das Hafenmeisterhäuschen an der Weser, das Außengelände des Heilpädagogischen Zentrums Holzminden, Spielplätze in den umliegenden Ortschaften und das Außengelände der Tafel Holzminden. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 14 bis 27 Jahren lernen in der Produktionsschule Weser Solling die persönliche Stabilisierung auf eine berufliche Tätigkeit oder eine Ausbildung und erfahren die grundlegenden Kenntnisse und Qualifikationen dafür.

Das Pro-Aktiv-Center ist an Jugendlichen und junge Erwachsene ohne Schulabschluss, Ausbildungs- oder Arbeitsplatz gerichtet. Hier werden die jungen, mit Problemen belasteten, Menschen durch das Hilfsangebot der pädagogischen Fachkräfte unterstützt. Im vergangenen Jahr begleiteten die Mitarbeiter rund 64 Jugendliche und junge Erwachsene auf ihren schweren und vielfältigen Problemlagen, die von finanziellen Nöten bis hin zur drohenden Obdachlosigkeit reichten. Die jungen Menschen können die Hilfsangebote der Jugendberufshilfe freiwillig annehmen oder werden vom Jugendamt und Jobcenter weitervermittelt.

Für eine Woche befindet sich jetzt im alten Reformhaus eine Ausstellung, die die Arbeit mit und ohne der Jugendberufshilfe im Landkreis Holzminden zeigt. Am 23. März ist die Ausstellung noch einmal für die Öffentlichkeit geöffnet.

Weitere Informationen zu der Arbeit der Jugendberufshilfe unter https://www.kvhs-holzminden.de/service/projekte.html.

Fotos: sl

Mittwoch, 20. März 2019 10:53 Uhr

Holzminden (sl). Der Holzmindener Oliver Zschörner hat ein Buch geschrieben. Ein Buch über Knigge im Job, denn in den letzten 20 Jahren habe sich viel geändert, erzählte der Autor im persönlichen Gespräch. Seit mehreren Jahren ist der 47-Jährige als zertifizierter Business-Knigge-Coach und Umgangsformtrainer tätig und hält verschiedene Seminare in Firmen, Schulen und Institutionen ab.

Knigge begleite den Coach täglich im Beruf, aber auch im Alltag. Der ausschlaggebende Punkt für das hohe Interesse an Knigge seien zwei entscheidende Erlebnisse in seinem Leben gewesen. Das erste geschah in einem Sterne-Restaurant, wo Zschörner mit den Bestecken und Gläsern vollkommen aufgeschmissen war und der Sitznachbar als Vorbild herhalten musste. Die zweite Situation ereignete sich bei einem Kalt-Warm-Buffet als alle Gäste wie wild losstürzten und eine „Schlacht“ veranstalteten. Diese zwei Situationen regten den Autor an, sich mit dem Thema Knigge näher zu beschäftigen.

Bei der Vorsitzenden des Arbeitskreises Umgangsformen International (AUI), Inge Wolff, absolvierte der Holzmindener dann eine Ausbildung zum Business-Knigge-Coach. Seit mehr als zehn Jahren beschäftigt sich Zschörner nun mit den modernen Umgangsformen, und bei einer Supervision mit seiner Ausbilderin entstand die Idee, ein Buch mit dem Titel „Der aktuelle Knigge im Job“ zu schreiben. In eineinhalb Jahren Inkognito-Arbeit wurde das Werk fertiggestellt. Seit dem 26. Februar dieses Jahres ist es erhältlich. Laut Zschörner sei die geistige Arbeit vorwiegend von Wolff geleistet worden und er habe als Mitwirkender unterstützt. 

Das Buch beinhalte Altes, Neues und Zukunftsorientiertes, verriet der Coach. Die Leser werden durch vier Kapitel über Knigge und Karriere, über neue Geschäftskontakte, die Sprache und das Berufsklima geführt. Vor jedem Kapitel stehen kleine Tests zum Ankreuzen zur Verfügung. 

Auf die Frage, ob der Business-Knigge-Coach drei Tipps für den Knigge im Job habe, antwortete er sofort mit dem Zitat der Vorsitzenden des AUI: „Der Augenkontakt ist das menschliche W-Lan“. Der Augenkontakt gehöre zum ersten Eindruck, der in den ersten sieben Sekunden passiere. Danach könne sich der erste Eindruck wieder vollkommen ändern, so der Autor. „Wir Menschen denken in Schubladen“, begründete Zschörner seine Sichtweise. Als zweiten Tipp nannte er Paragraf Eins des Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ und untermauerte die Aussage mit „Behandle andere so wie du behandelt werden willst“. Wenn man dies berücksichtige, habe man alles verstanden, so der Holzmindener. Für den letzten Tipp zitierte er seine Ausbilderin erneut mit „Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg“, denn Meinungsverschiedenheiten entstehen häufig durch mangelnde Kommunikation. Zur Veranschaulichung nannte er die blauen Haken von WhatsApp, wodurch viele nicht wissen wie die Haken zu deuten seien. Eine kurze Rückbestätigung, wie den Daumen zu senden, reiche laut Zschörner aus, um potenziellen Konflikten aus dem Weg zu gehen. Im Job sei es ähnlich: Jeden Tag stünden die Menschen vor Aufgaben und befänden sich in einer Prüfung. Hier werde vieles für selbstverständlich genommen. Ein Bitte und ein Danke seien eine Seltenheit. 

Weitere Tipps und Tricks können in der Fachliteratur durchgeblättert werden. Das Buch kostet 19,99 Euro und kann über Amazon bestellt oder direkt beim Autor zuhause käuflich erworben werden. 

Oliver Zschörner: info@zschörners.de und www.zschoerners.de

Foto: sl

Mittwoch, 20. März 2019 10:41 Uhr

Holzminden (sl/red). Die öffentliche Bibliothek und das Kulturamt sind derzeit im alten Bankgebäude in der Oberen Straße 19 untergebracht. Das Gebäude ist ein Baudenkmal und gehört der Stadt Holzminden.

Da das Gebäude nicht barrierefrei und zu klein geworden ist, sehen die Planer und die Stadt Holzminden eine Verlagerung vor. Damit das alte Bankgebäude mit der guten Lage weiter genutzt werden kann, strebe die Stadt eine private Nutzung an. Hierfür könne sich Holzminden einen Architekten-/Investorenwettbewerb vorstellen. Ziel sei eine konkrete private Nutzung mit positiver Ausstrahlung und ein privates Investment in das Gebäude einzuführen.

Hierfür werden 40.000 Euro beansprucht.

Foto: sl

Dienstag, 19. März 2019 11:54 Uhr

Holzminden (r). Der heutige Tag (19.März) ist den Gesundheitsämtern gewidmet. So jedenfalls will es das Berliner Robert-Koch-Institut, das als Forschungsinstitut des Bundes die Gesundheit der Bevölkerung im Blick hat. Die Widmung erfolgt in diesem Jahr erstmalig, um die Arbeit der kommunalen Gesundheitsbehörden stärker zu würdigen. 400 Gesundheitsämter gibt es in Deutschland. Deren Aufgaben finden häufig genug unterhalb des öffentlichen Wahrnehmungsradars statt. 

Auch das Gesundheitsamt des Landkreises Holzminden in der Böntalstraße 32 rückt nur bei Bedarf in den Fokus einzelner Betroffener. Dabei behalten die Gesundheitsschützer auch bei uns potentielle epidemische Ausbruchsgeschehen wie etwa die alljährliche Grippe oder die jüngst vermehrt aufgetretenen Masernfälle im Hildesheimer Raum im Auge. Sie entscheiden in solchen Fällen über geeignete Maßnahmen und setzen sie gegebenenfalls auch um.

Die Bekämpfung und Eingrenzung drohender Epidemien gehört allerdings zu den noch stärker wahrgenommenen Aufgaben von Gesundheitsämtern. Weniger im Blick sind dagegen die alljährlichen Kita- und Einschulungsuntersuchungen oder die hygienischen Kontroll- und Überwachungsaufgaben in Krankenhäusern, Badeanstalten oder bei ambulanten Pflegediensten. Und nicht zuletzt umfasst das Aufgabengebiet dieser Ämter auch ein vielfältiges Beratungs- und Unterstützungsangebot, sei es für Schwangere und Familien, sei es für chronisch oder psychisch Kranke Menschen und für Menschen mit körperlicher Behinderung.

Was das Gesundheitsamt ganz grundsätzlich von Krankenhäusern oder praktizierenden Ärzten unterscheidet, ist der ganzheitliche Ansatz, der immer die Gesundheit der Gesamtbevölkerung im Blick behält. Ganz entscheidend dafür rücken deshalb vorrangig präventive Aspekte in den Mittelpunkt. Wie viele potentielle Krankheitsfälle und damit verbundene Kosten durch die permanente Vorsorge jährlich verhindert werden, lässt sich nur schwer schätzen. Die Anzahl dürfte aber immens sein.

Im letzten Jahr jährte sich die Kommunalisierung der Gesundheitsämter zum 40-sten Mal. 1977 hatte der niedersächsische Landtag die Aufgaben der Ämter im Zuge der Verwaltungs- und Gebietsreform vom Land auf die Kommunen übertragen. Ab dem 1. Januar 1978 wurden sie dann flächendeckend auf Landkreise und kreisfreie Städte übertragen.

Foto: Landkreis Holzminden/Peter Drews

Blaulicht
Mittwoch, 20. März 2019 10:06 Uhr
Radlader brennt in voller Ausdehnung
Dienstag, 19. März 2019 10:30 Uhr

Holzminden (sl). Mit der Meldung „Baum brennt“ wurde die Feuerwehr Holzminden am heutigen Dienstag gegen 09.30 Uhr zum katholischen Pfarramt in die Ernst-August Straße 10 an die mittleren Teiche gerufen. Beim Eintreffen der 16 Einsatzkräfte brannte der Baum von innen und unter der Einsatzleitung von Michael Nolte löschten zwei Feuerwehrmänner mit einem C-Rohr den brennenden Baum. Vor ein paar Jahren habe der Baum wohl schon einmal gebrannt, so Nolte. Der hohle Baum könne laut Polizei und Feuerwehr nicht von allein brennen. Die Polizei ermittelt derzeit, da es sich um eine gemeinschädliche Sachbeschädigung im Sinne des § 304 Strafgesetzbuch handelt. Um die Standfestigkeit des Baumes zu überprüfen, wurde nun das Gartenamt hinzugerufen.

 

Fotos: sl/Feuerwehr Holzminden

Montag, 18. März 2019 12:42 Uhr

Holzminden/Hameln.Pyrmont (r). Vor nunmehr fünf Jahren haben die Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden und der Weisse Ring ihre systematische Zusammenarbeit als eine der erste in der Bundesrepublik Deutschland per Vertrag vereinbart. Sie läuft weiterhin gut, erfolgreich und vertrauensvoll, waren sich die Teilnehmer des sog. Bilanzgesprächs 2019 einig. Zum Dank zeichnete die Opferhilfeorganisation den Leiter der Polizeiinspektion Ralf Leopold und die Präventionsbeauftragte Monika Schurm mit der WR-Ehrennadel aus. Die WR-Außenstellenleiter Christian Jahn-Pabel von Hameln-Pyrmont und Werner Friedrich von Holzminden würdigten deren Unterstützung und Initiativen für das beiderseitige gemeinsame Wirken. 

Kriminaldirektor Leopold war nicht nur wie seine Kollegin freudig überrascht; er hob zudem hervor, dass das Zusammenwirken zu Gunsten der Kriminalitätsopfer auf allen Ebenen in den örtlichen Dienststellen mit den ehrenamtlich im WR Tätigen hervorragend und verlässlich liefe.

Die Teilnehmer der Besprechung wollen in ihren Bereichen initiativ werden, das Thema Opferschutz noch frühzeitiger und intensiver auch den Nachwuchsbeamten nahe zu bringen. Ebenso muss die Prävention stärker in den Vordergrund rücken. Allerdings blieben die Gefahrenabwehr und der unmittelbare Schutz der Bevölkerung für die Polizei die vorrangigen Aufgaben, so Inspektionsleiter Leopold.

Zum Arbeitsumfang beim Weissen Ring berichteten Friedrich und Jahn-Pabel, dass im Jahr 2018 auf die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Landkreis Holzminden 32 Fälle und im Landkreis Hameln-Pyrmont 53 mit größerem Zeitaufwand neu hinzugekommen waren. Daneben gibt es etliche weitere Fälle, die nach ein oder zwei oft nur telefonischen Beratungen erledigt sind. Inhaltlich handelt es sich nicht nur um häusliche und sexuelle Gewalt, vielmehr breiten die Beratenden ein breites Spektrum von Straftaten bis hin zu schwerstem Kindesmissbrauch und Morden in den vertraulichen Gesprächen aus. Dann sind die WR-Leute auch manchmal an mehreren Tagen mit den Betroffenen zu Gerichts- und Behördenterminen unterwegs.

Im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit hatte der Weisse Ring Hameln-Pyrmont aus Anlass des jährlichen Tages der Kriminalitätsopfer (22. März) bereits eine Informationsveranstaltung durchgeführt, berichtete der Aussenstellenleiter Jahn-Pabel. 

Der Weisse Ring Holzminden wird am Samstag, dem 23. März, ab 10.00 Uhr in der Mittleren Straße in Holzminden seinen Info-Stand betreiben; Beratungen können dann direkt erfolgen. Wegen des gemeinsamen Themas „Seniorenschutz“ von Polizei und Weissem Ring in diesem Jahr stehen nicht nur Vertreter dieser Organisationen bereit, sondern auch vom Holzmindener Seniorenrat, konnten Werner Friedrich und Hans Peter Sawatzki mitteilen.

Im Rahmen der Präventionsarbeit kommen bei Schülerinnen und Schülern die sog. Präventionsrallyes gut an. Unter der Organisationshilfe von WEISSEM RING, örtlichen Präventionsräten sowie Jugendhilfeeinrichtungen suchen jene z. B. die lokalen Stellen zur Suchtberatung und stationärer/mobiler Jugendarbeit auf.

Der Weisse Ring bietet seine kostenlose Unterstützung an unter www.weisser-ring.de (auch anonym), unter der kostenlosen bundesweiten Telefonnummer 116 006 sowie auf facebook und youtube. 

Foto: Weisser Ring

 

Donnerstag, 14. März 2019 19:44 Uhr

Holzminden (red). Am heutigen Nachmittag gegen kurz vor 15.00 Uhr ereignete sich auf der B64/Bülte Richtung Höxter ein Verkehrsunfall, bei dem ein Fahrer mit seinem Fiesta bei regennasser Fahrbahn von der Straße abkam. Der PKW geriet beim Auffahren auf die B64 ins Schleudern und kam auf der rechten Seite im Graben auf dem Dach zum Liegen.

Der Fahrer konnte sich selbst aus dem Fahrzeug befreien und wurde vorsorglich von den alarmierten Rettungskräften untersucht. Er wurde bei dem Unfall leicht verletzt.

Die Straße im Bereich der Auffahrt auf die B64 und der Kreisel mussten für kurze Zeit gesperrt werden.

Foto: Symbolbild

Mittwoch, 13. März 2019 11:26 Uhr

Lobach (r). Am Dienstag kam es gegen 22.45 Uhr in Lobach zu einem Verkehrsunfall. Eine 63-jährige Frau aus Golmbach befuhr die Eversteiner Straße in Richtung Bevern. Aus bislang ungeklärter Ursache kam der Toyota plötzlich nach rechts von der Fahrbahn ab, prallte gegen eine Hausmauer und blieb auf der Fahrbahn stehen. Die Fahrerin wurde bei dem Unfall leicht am Kopf verletzt. Sie wurde in das Krankenhaus Holzminden gebracht. An dem Pkw und der Hauswand entsteht Sachschaden in noch unbekannter Höhe.

Foto: Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden -Einsatz- und Streifendienst-

Unsere Videothek
Politik
Dienstag, 19. März 2019 14:16 Uhr
Lesermeinung: "Das 'Reise nach Jerusalem' - Lehrer-Lücken-Spiel zwischen der OBS Holzminden, der AsLi-Grundschule und dem Campe Gymnasium!"
Mittwoch, 13. März 2019 15:47 Uhr

Holzminden (fw). Bereits Ende 2017 wurde der Plan, die Stadt für das Städteförderprogramms zu bewerben, in Angriff genommen. Öffentliche Veranstaltungen, Ausschusssitzungen und Ratssitzungen und die Zusammenarbeit der externen Planungs- und Beratungsbüros Flashpöhler und KoKo sowie der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft aus Hannover trugen letztendlich zu einem umfangreichen, ausgearbeiteten Konzept bei, welches fristgerecht zum 01. Juni 2018 beim Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser in Hildesheim eingereicht wurde.

Tragisch und durchaus beschämend für alle Beteiligten – der Antrag wurde abgelehnt, da er nicht den Forderungen des Fördermittelgebers entspräche. Entsprechend der Erklärung seitens der Kommission wurde der Antrag überarbeitet und angepasst. Die Größe des Fördergebietes wurde stark reduziert und die einzelnen Maßnahmen konkretisiert. Ebenfalls wurden die anfallenden Kosten neu angepasst – auf die Stadt Holzminden würden nun rund 1 Millionen Euro an Kosten zukommen!

In der gestrigen eigens für diesen Punkt einberufene Stadtratssitzung kam es nun zur Abstimmung über die endgültige Version, die der Kommission erneut vorgelegt werden soll. Trotz der mehrheitlichen Dafür-Stimmen gab es zuvor auf Seiten der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen harsche Kritik und Unverständnis über die mangelnde Besprechung und Informationsübertragung im Vorfeld. Die Maßnahmen seien sinnfrei und teilweise eh nicht realisierbar, wie zum Beispiel Projekte mit dem Telekomgebäude – hier würden Fördermittel verschwendet werden. Tietze (Bündnis 90/Die Grünen) appellierte, einen besser vorbereiteten Antrag mit vernünftigen und umsetzbaren Maßnahmen für das nächste Jahr vorzubereiten! Stimmen aus anderen Fraktionen gaben allerdings zu verstehen, dass es niemandem schaden würde, den Antrag erst einmal zu stellen und dass dieses die einzige Chance sei, Fördermittel zu generieren. 

Baudezernatsleiter Jens-Martin Wolff verdeutlichte skeptisch, dass eine Prognose des Erfolgs sehr schwierig sei abzugeben, aber es gäbe schließlich nichts zu verlieren. Ein Schuldiger für den missglückten ersten Antrag wurde in der gestrigen Ratssitzung tatsächlich nicht gesucht und relativ einig waren sich fast alle darüber, dass im nächsten Jahr ein weiterer Antrag auf Städtebauförderung folgen solle.

Seit Anfang der siebziger Jahre halten Bund und Länder in den Programmen der Städtebauförderung Finanzhilfen für Städte und Gemeinden bereit. Die gesamte Finanzierung wird jeweils zu einem Drittel unter dem Bund, dem Land und der Gemeinde aufgeteilt. Gefördert werden kann dabei die Aufwertung des öffentlichen Raumen, wie zum Beispiel Wege, Straßen oder Plätze, das Wohnumfeld und private Freiflächen. Auch die Anpassung der städtischen Infrastruktur einschließlich der Grundversorgung und eine Förderung von privaten Gebäudemodernisierungen können durch die Finanzhilfen unterstützt werden.

Ziele sind für Holzminden die Realisierung der stadtbildprägenden Bebauung zwischen Weser und Altstadt, die funktionelle Gliederung von Verortung von Einzelhandel, Wohnen, Gewerbe/Dienstleistung sowie Gastronomie und die Schaffung von neuen und generationsgerechten Wohnformen und Standards für verschiedene Zielgruppen. Allen voran steht hierfür das Ziel der Aufnahme in die Städtebauförderung im Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“. 15 Millionen Euro sollen mit Hilfe des Städtebauförderprogramms in die Holzmindener Innenstadt investiert werden. 

Welche Maßnahmen im Programm „Innenstadt Holzminden“ integriert sind, werden wir in den nächsten Tagen in einer Extrareihe dazu zeigen.

Foto: Archiv

Montag, 11. März 2019 10:33 Uhr

Holzminden (r). Es war Jens-Uwe Müller und Jörg Howind ein dringendes Anliegen, sich klar zu positionieren. Kurzfristig wurde zur Firmenbesichtigung beim Bau- und Recycling-Unternehmen Jens Müller in Holzminden eingeladen. „Wir kennen Michael Schünemann aus der guten Zusammenarbeit schon seit Jahren und wir unterstützen seine Kandidatur zum Landrat ausdrücklich“, erklärt Jens-Uwe Müller.

Und auch Firmenkompagnon Jens-Peter Christoph zeigt sich überzeugt, dass Michael Schünemann der richtige Mann an der Landkreisspitze ist. Man brauche klare Entscheidungen und kurze Wege, damit es im Landkreis Holzminden voran gehe. „Wir sind ein attraktiver Arbeitgeber“, erklären die Firmenchefs selbstbewusst. „Und wir haben motivierte engagierte Mitarbeiter“. 

Durch den Zukauf der Firma Heine konnte nicht nur das Angebot erweitert werden. Auch die Zahl der Arbeitsplätze stieg auf 50 an. Vom Abbruch über Erdbau und Kanalbau bis hin zum Herstellen von Außenanlagen bekommen die Kunden vier Gewerke von einem Ansprechpartner. Außerdem beschäftigt sich die Firma Heine mit dem Verkauf von Heizöl, betreibt einen Containerdienst und ist bundesweit mit Brech- und Siebanlagen im Einsatz.

Man sei zwar auch überregional im Einsatz, ihren Schwerpunkt sehen Müller und Christoph aber im Kreis Holzminden. „Wir brauchen Unternehmer, die hier vor Ort etwas voranbringen wollen“, erklärte Michael Schünemann. Und das gelte gleichermaßen natürlich auch für die Mitarbeiter des Landkreises. „Ich möchte dazu beitragen, dass unsere Zukunfts-Chancen für die Menschen im Kreis Holzminden optimal genutzt werden“.

Foto: FDP Kreisfraktion

 

Wirtschaft
Freitag, 15. März 2019 07:30 Uhr
Bauelemente im Blick: Wirtschaftsjunioren besuchen FDU
Mittwoch, 13. März 2019 10:12 Uhr

Holzminden (r). Die Symrise AG hat 2018 Wachstumschancen konsequent genutzt und Gegenwind aus externen Einflussfaktoren erfolgreich gemeistert. Der Umsatz stieg unter Berücksichtigung von Portfolio- und Wechselkurseffekten um 5,3 % auf 3.154 Mio. € (2017: 2.996 Mio. €). Organisch wuchs der Umsatz sogar um 8,8 % und übertraf damit die im Spätherbst angehobene Prognose. Zu dieser äußerst erfreulichen Entwicklung trugen alle Segmente und Regionen bei. Auch bei gezielten Investitionen in den Ausbau von Kapazitäten an Standorten in China und in den USA sowie Belastungen aus Wechselkursen und Rohstoffkosten behielt Symrise seine Ertragskraft bei und erzielte ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 631 Mio. € (2017: 630 Mio. €). Die Profitabilität lag mit einer EBITDA-Marge von 20,0 % auf gesundem Niveau und im angestrebten Zielkorridor von 19 bis 22 %.

„Das Jahr 2018 fügt sich nahtlos in unsere Erfolgsreihe ein. Symrise ist erneut profitabel gewachsen und hat sich besser als der Markt entwickelt. In allen Geschäftsfeldern haben wir Chancen identifiziert und konsequent genutzt. Außerdem haben wir in unser Wachstum von morgen investiert und unsere Kapazitäten erweitert. Zwar konnten wir den Gegenwind durch hohe Rohstoffpreise und negative Wechselkurseffekte nicht vollständig abschirmen, dennoch wirtschafteten wir mit gesunder Profitabilität. An unseren Erfolgen wollen wir unsere Aktionäre teilhaben lassen. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung für 2018 daher eine Dividendenerhöhung auf 0,90 € je Aktie vor,“ sagte Dr. Heinz-Jürgen Bertram, Vorstandsvorsitzender der Symrise AG. „Auch bei der erwarteten konjunkturellen Abkühlung sind wir zuversichtlich in das laufende Geschäftsjahr gestartet. Unsere langfristigen Ambitionen haben wir mit der fortgeschriebenen Prognose untermauert. Sie reicht bis in das Jahr 2025 und sieht eine kräftige Umsatzerhöhung bei weiter verbesserter Profitabilität vor.“

Umsatzwachstum 2018 übertrifft Zielsetzung

Symrise verzeichnete im Geschäftsjahr 2018 eine gute Nachfrage in allen Segmenten und Regionen und steigerte den Umsatz auf 3.154 Mio. € (2017: 2.996 Mio. €). Der Konzern realisierte ein kräftiges organisches Wachstum von 8,8 % und übertraf somit das im November angehobene Jahresziel eines Anstiegs von mehr als 8 %. Unter Berücksichtigung von Portfolioeffekten aus den Akquisitionen von Cobell und Citratus sowie Wechselkurseffekten stieg der Konzernumsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um 5,3 % in Berichtswährung. Negative Wechselkurseffekte verbuchte Symrise insbesondere durch den starken Euro im Verhältnis zum US-Dollar. Erneut wuchs Symrise deutlich stärker als der relevante Markt, der 2018 etwa 3 bis 4 % zulegte.+++ Dynamische Entwicklung in Lateinamerika und Asien/Pazifik

Wachstumstreiber auf regionaler Ebene war abermals Lateinamerika mit einem hervorragenden zweistelligen organischen Umsatzzuwachs von 16,2 %. Das Geschäft in den Regionen EAME und Nordamerika entwickelte sich ebenfalls erfreulich und legte organisch um 6,4 % bzw. 6,1 % zu. In der Region Asien/Pazifik erzielte Symrise ebenfalls einen starken organischen Umsatzanstieg von 12,4 %. Insgesamt lag das organische Umsatzwachstum der dynamisch wachsenden Schwellenländer bei 11,7 %. In diesen aufstrebenden Märkten generierte Symrise 43 % vom Gesamtumsatz.

Profitabilität trotz Investitionen und externer Faktoren auf gesundem Niveau

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf 631 Mio. € (2017: 630 Mio. €). Es konnte sich trotz Investitionen in Kapazitätserweiterungen sowie Belastungen aus volatilen Wechselkursen und hohen Rohstoffkosten auf Vorjahresniveau behaupten. Symrise investierte beispielsweise in seinen neuen Nutrition Standort im US-Bundesstaat Georgia und in eine neue Produktionsstätte für Duft- und Geschmackstoffe im chinesischen Nantong, die aktuell errichtet wird. Die bereits 2017 aufgetretene branchenweite Rohstoffknappheit, unter anderem für den Schlüsselrohstoff Citral, spitzte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr zu. Symrise war aufgrund seiner eigenen Rohstoffzugänge und der Rückwärtsintegration dennoch ganzjährig und vollumfänglich lieferfähig. Darüber hinaus wurden zur Kompensation der gestiegenen Rohstoffkosten aktiv Preiserhöhungen umgesetzt. Trotz dieser Herausforderungen hielt Symrise die Profitabilität auf gutem Niveau und erzielte eine EBITDA-Marge von 20,0 %. Symrise gehört damit erneut zu den profitabelsten Unternehmen der Branche.

Der Jahresüberschuss stieg um 1,9 % auf 275 Mio. € (2017: 270 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich von 2,08 € auf 2,12 €. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 22. Mai 2019 für das Geschäftsjahr 2018 eine Dividendenerhöhung auf 0,90 € je Aktie (2017: 0,88 €) vorschlagen.

Anstieg des operativen Cashflows

Symrise erhöhte den operativen Cashflow um 46 Mio. € auf 442 Mio. € (2017: 396 Mio. €). Dies entspricht einem Zuwachs von 12 %, der vor allem auf den geringeren Aufbau von Working Capital zurückzuführen ist.

Die Nettoverschuldung inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen verringerte sich zum Bilanzstichtag um 29 Mio. € auf 1.893 Mio. € (2017: 1.922 Mio. €). Der Quotient aus Nettoverschuldung inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen und EBITDA belief sich unverändert auf 3,0 (31. Dezember 2017: 3,0). Der Wert liegt infolge der getätigten Akquisitionen temporär oberhalb der von Symrise angestrebten Bandbreite von 2,0 bis 2,5.

Mit einer Eigenkapitalquote von 39,5 % zum 31. Dezember 2018 sieht sich Symrise finanziell sehr gut aufgestellt, um die künftige Entwicklung des Geschäfts nachhaltig voranzutreiben (31. Dezember 2017: 37,8 %).

Segment Scent & Care

Scent & Care steigerte seinen Umsatz auf 1.324 Mio. € und wuchs organisch um sehr gute 8,9 % (2017: 1.263 Mio. €). Unter Einbeziehen von Wechselkurseffekten sowie der Citratus-Akquisition erzielte das Segment einen Zuwachs von 4,8 % in Berichtswährung. Der Geschäftsbereich Cosmetic Ingredients entwickelte sich mit einem prozentual zweistelligen organischen Wachstum besonders dynamisch. Starke Impulse kamen insbesondere aus den Ländermärkten China, Brasilien und Japan. Auch die Geschäftsbereiche Aroma Molecules und Fragrances entwickelten sich erfreulich. Besonders nachgefragt wurden Anwendungen mit Menthol, für die Feinparfümerie und Pflegeprodukte.

Scent & Care erhöhte das EBITDA auf 254 Mio. € nach 248 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Die EBITDA-Marge belief sich auf 19,2 % (2017: 19,6 %). Der leichte Rückgang der Marge ist im Wesentlichen auf höhere Rohstoffkosten, insbesondere für Parfümerierohstoffe, zurückzuführen.

Segment Flavor

Flavor verzeichnete ein starkes organisches Wachstum von 9,5 % und steigerte seinen Umsatz auf 1.191 Mio. € (2017: 1.102 Mio. €). Unter Berücksichtigung von Wechselkurseffekten und dem Portfolioeffekt aus der Übernahme von Cobell steigerte das Segment seinen Umsatz um 8,1 % in Berichtswährung. Alle Regionen und Anwendungsbereiche trugen zu dieser positiven Entwicklung bei. Flavor profitierte insbesondere von der starken Nachfrage in der Region EAME, die hohe prozentual zweistellige organische Zuwächse bewirkte. Getrieben wurde das Wachstum zudem von Anwendungen für Süßwaren und Getränke.

Das EBITDA des Segments Flavor lag mit 244 Mio. € leicht über dem Vorjahreswert (2017: 243 Mio. €). Die EBITDA-Marge betrug 20,5 % (2017: 22,0 %), was sich auf die derzeit noch geringeren Profitabilität des Cobell-Geschäfts sowie die hohen Rohstoffkosten zurückführen lässt.

Segment Nutrition

Nutrition steigerte seinen Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr organisch um 7,4 % auf 639 Mio. € (2017: 631 Mio. €). In Berichtswährung, inklusive Portfolio- und Währungseffekte, wuchs das Segment um 1,2 %. Die stärksten Impulse kamen aus dem Anwendungsbereich Heimtiernahrung. Der Anwendungsbereich Food entwickelte sich mit zweistelligen Zuwächsen in der Region Nordamerika ebenfalls erfreulich.

Nutrition erzielte im Berichtszeitraum ein EBITDA in Höhe von 132 Mio. € (2017: 139 Mio. €). Der Rückgang im Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr lässt sich auf zwei Faktoren zurückführen: Investitionen in den neuen Diana Food Standort in den USA sowie der geringere Ergebnisbeitrag von Probi infolge eines temporären Lagerabbaus bei einem Großkunden in der ersten Jahreshälfte. Ab dem dritten Quartal hatte sich der Auftragseingang wieder weitgehend normalisiert. Die EBITDA-Marge betrug, mit diesen Sondereffekten, gute 20,7 % (2017: 22,1 %).

Zuversichtlich für 2019 und ambitioniert für langfristigen Zeitraum bis Ende 2025

Symrise ist für das laufende Geschäftsjahr zuversichtlich und strebt an, das Wachstum des relevanten Marktes 2019 erneut deutlich zu übertreffen. Schätzungen zufolge soll dieser weltweit um 3 bis 4 % wachsen. Darüber hinaus strebt Symrise trotz des erwarteten Konjunkturrückgangs, anhaltend volatiler Wechselkurse und angespannter Rohstoffpreise eine EBITDA-Marge von rund 20 % an. Insgesamt sieht sich Symrise mit seiner weltweiten Präsenz, dem diversifizierten Portfolio und der breiten Kundenbasis sehr gut aufgestellt, um diese Ziele zu erreichen. Mit strategischen Investitionen plant das Unternehmen, die Expansion in wachstums- und margenstarke Geschäftsfelder weiter voranzutreiben. Vor dem Hintergrund der angespannten Situation an den Rohstoffmärkten wird der Ausbau der eigenen Rückwärtsintegration auch künftig eine Schlüsselrolle spielen. Darüber hinaus sollen langfristige Verträge und die enge Zusammenarbeit mit Erzeugern Symrise den Zugang zu qualitativ hochwertigen Rohstoffen sichern.

Auf dem Kapitalmarkttag im Januar 2019 hat Symrise seine fortgeschriebenen langfristigen Ziele vorgestellt. Sie untermauern die Ambition des Konzerns und reichen nunmehr bis zum Ablauf des Geschäftsjahrs 2025. Symrise will bis dahin den Umsatz auf etwa 5,5 bis 6,0 Mrd. € steigern. Dieser Anstieg soll durch jährliches organisches Wachstum von 5 bis 7 % (CAGR) sowie ergänzende zielgerichtete Akquisitionen erreicht werden. Die Profitabilität soll sich weiter verbessern. Langfristig strebt Symrise eine EBITDA-Marge im Zielkorridor von 20 bis 23 % an. Der Konzern wird dazu seine bewährte Strategie konsequent umsetzen und Innovationen eng auf Anforderungen von Kunden und Märkten ausrichten. Darüber hinaus wird sich Symrise weiterhin Megatrends zunutze machen. Der Ausbau des Portfolios soll sich neben dem traditionellen Geschäft mit Aromen- und Duftstoffen verstärkt auf angrenzende, margenstarke Anwendungen konzentrieren. So beabsichtigt Symrise, Wachstumsfelder insbesondere mit natürlichen, nachhaltigen Produktlösungen zu erschließen. Digitale Geschäftsprozesse sollen ebenfalls auf Wachstum und Profitabilität einzahlen.

Foto: Symrise

Samstag, 09. März 2019 07:30 Uhr

Kreis Holzminden (r). Gleiche Arbeit, unterschiedliche Bezahlung: Im Landkreis Holzminden verdienen Frauen, die in Vollzeit arbeiten, 17 Prozent weniger als Männer. Das hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) zum Internationalen Frauentag am kommenden Freitag [8. März] mitgeteilt. Sie verweist hierbei auf eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Danach kommen Männer mit einer Vollzeitstelle im Kreis Holzminden auf ein durchschnittliches Bruttoeinkommen von 3.243 Euro pro Monat – Frauen hingegen nur auf 2.693 Euro. In Niedersachsen beträgt der Verdienstunterschied bei Vollzeit zwischen den Geschlechtern 17 Prozent (Männer: 3.249 Euro, Frauen: 2.712 Euro). Dies liege teils an niedrigeren Positionen, die Frauen häufig hätten, insbesondere aber auch an der mangelnden Zahlungsbereitschaft von Unternehmen, so die NGG Hannover.

Gewerkschafterin Lena Melcher spricht von einer „Diskriminierung per Lohnzettel“. Es könne nicht sein, dass Frauen bei der Bezahlung trotz gleicher Arbeitszeit systematisch den Kürzeren zögen, so die NGG-Regionalchefin. „Hinzu kommt, dass es immer noch vor allem Frauen sind, die sich nach einem langen Arbeitstag um Familie und Haushalt kümmern – und das unbezahlt.“

Auch deshalb seien sie oft gezwungen, weniger zu arbeiten. So sind nach Angaben der Arbeitsagentur aktuell 78 Prozent aller Teilzeitstellen im Kreis Holzminden weiblich. „Gerade im Gastgewerbe und im Bäckerhandwerk ist es gang und gäbe, dass sie nur eine halbe Stelle haben – oder noch weniger“, kritisiert Melcher. Allein das Gastgewerbe beschäftigt laut Arbeitsagentur im Kreis 730 Minijobber. 540 von ihnen sind Frauen.

Die Folgen seien spätestens im Rentenalter „dramatisch“, so die NGG. „Wer über Jahrzehnte wenig verdient und etwa wegen Kindern Unterbrechungen im Erwerbsleben hat, der bekommt kaum Rentenpunkte. Das führt dann zu Armutsrenten, die der Staat aufstocken muss“, betont Melcher. Am Ende zahlten Steuerzahler die Quittung für die Benachteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt. Damit müsse Schluss sein. „Unternehmen, die Frauen und Männer für den gleichen Job unterschiedlich bezahlen, sollten mit Konsequenzen rechnen.“

Die Möglichkeit dazu biete zwar das sogenannte Entgelttransparenzgesetz, das seit gut einem Jahr gilt. Danach haben Beschäftigte in Betrieben mit mehr als 200 Mitarbeitern das Recht zu erfahren, was ein Kollege in vergleichbarer Position verdient. Chefs müssen dann bestehende Unterschiede durch eine Angleichung nach oben abschaffen. Doch laut einer Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung wird das Gesetz bisher kaum genutzt. Nach Einschätzung von Lena Melcher liegt das auch daran, dass kleine Betriebe vom Gesetz ausgenommen sind – „obwohl die Lohnunterschiede dort besonders groß sind“. Die NGG macht sich für einen gesetzlichen Anspruch auf „gleiches Geld für gleiche Arbeit“ stark.

Foto: NGG-Region Hannover

Sport
Mittwoch, 20. März 2019 06:00 Uhr
Judo: Svea Teßmer holt Bronze beim Bundessichtungsturnier in Berlin
Dienstag, 19. März 2019 12:00 Uhr

Holzminden (red). Vor Beginn der Rudersaison hat der Ruder-Club Holzminden e.V. am 15. März 2019 seine Jahreshauptversammlung abgehalten.

Hierbei ist die bisherige Vorstandsspitze in Person von Sven Loewenich als 1. Vorsitzender und Oliver Casper als 2. Vorsitzender mit großer Mehrheit wiedergewählt worden. Veränderungen gibt es allerdings bei den Ämtern Bootswart, Hauswart, Seniorenwart und Schriftwart. Neuer Bootswart ist Uwe Arste und Hauswart ist Hermann Dremel geworden. Der bisherige Schriftwart Jörg Müller übernimmt das Amt des Seniorenwarts. Zum neuen Schriftwart wurde Christian Falke gewählt. Alle anderen Positionen bleiben in altbekannter Besetzung.

Im Rahmen des Ereignisses gab es auch zwei Ehrungen; Herzlich gedankt wurde Frank Grauer und Hermann Dremel für Ihr Engagement in 25-jähriger Vereinstätigkeit.

Sven Loewenich bedankte sich besonders bei Julia Rosenfeld, Jugendwartin, und Jörn Wiedemann, Trainer, für ihre engagierte und kompetente Jugendarbeit. Trotz des niedrigen Wasserstandes hätten die zwei das Training aufrechterhalten und dadurch konnten neue Mitglieder gewonnen werden. 

Auch für die kommende Rudersaison, welche mit dem Anrudern am 14. April offiziell beginnt, sind zahlreiche Aktivitäten geplant. Geplant sind ein „Tag der offenen Tür“ und die Schnupperkurse für Neueinsteiger. Nebenbei sei hier als sportliche Neuerung das Sonntagsrudern hervorzuheben, um die Wochenendaktivitäten zu intensivieren und die Mannschaftskilometer zu steigern. Daneben baue der Verein seine Aktivitäten in den sozialen Medien aus. Nach dem erfolgreichen Start der neuen Homepage werden Interessenten und Mitglieder nun auch über Facebook und Instagram angesprochen. „Wir freuen uns auf die Rudersaison und begrüßen recht herzlich neue Mitglieder in unserem Vereinshaus“, so der 1. Vorsitzende des Ruder-Clubs Holzminden abschließend.

Weitere Informationen unter www.ruderclub-holzminden.de.

Foto: Ruder-Club Holzminden e.V.

Freitag, 08. März 2019 11:14 Uhr

Neuhaus (red). Am 16. Februar fand in Bad Iburg unter der Leitung von Detlef und Carola Fels ein Jugendlehrgang mit dem Thema „Von der Hindernisbahn zum Selbstverteidigungsparcours“ statt. Während des vierstündigen Kurses wurde auf spielerischer Weise das Thema Selbstverteidigung mit Gerätetraining verbunden. Zu Beginn mussten in einem Kaos-Training Kinder sowie Trainer durcheinander laufen und bei einem Ticken auf den Rücken je nach Verhalten des „Angreifers“ sich lautstark gegen diesen verteidigen oder seine Hand schütteln. Bei der nachfolgenden Vertrauenübung musste der Trainingspartner, dessen Augen verbunden waren, durch einen Parcours geführt werden und anschließend ein Griff in die Jacke mit Ju-Jutsu- Techniken gelöst werden. Abgeschlossen wurde mit einem Zirkeltraining. Je nach Würfelergebnis mussten die Kinder einen Parcours absolvieren und verschiedenene Hindernisse überwinden, oder sich im Innenkreis gegen unterschiedliche Angriffe verteidigen und Grundtechniken des Ju-Jutsu demonstrieren. Trainer wie Kinder konnten viel Neues lernen und freuen sich schon auf die nächste Fortbildung.

Weitere Informationen über Ju-Jutsu oder einem Probetraining auf der Hompage oder der Facebook Seite. Anfragen gerne per E-Mail oder telefonisch.

Foto: Ju-Jutsu Yawara Neuhaus

Panorama
Sonntag, 22. Juli 2018 07:00 Uhr
NABU: Vogeltränken aufstellen - Unsere gefiederten Freunde leiden unter Trockenheit
Mittwoch, 30. Mai 2018 09:01 Uhr

Lippoldsberg (red). Mit einem brillanten Konzertduo, bestehend aus Daniel Schmahl und Tobias Berndt, setzt die Klosterkirche Lippoldsberg ihre alljährliche Reihe „Frühlingsbrausen“ fort. Das Duo spielt lebendig und dynamisch Werke des europäischen Barocks, der prächtigsten Epoche des 17. Jahrhunderts. Mit Werken von Albioni, Bach, Charpentier, Mouret und Telemann erwartet die Zuhörer ein traditionelles und festliches Konzertprogramm. Mit Daniel Schmahl kommt einer der gefragtesten Trompeter seiner Zeit am 10. Juni um 17 Uhr in die Klosterkirche. Viele Auftritte im In- und Ausland zeugen von seinem Können. Als Sohn einer Potsdamer Musikerfamilie galt Schmahl bereits früh als Grenzgänger zwischen alter Musik, früher Moderne und Jazz.

Tobias Berndt, studierter Organist, wird regelmäßig von internationalen Orchestern als gefragter Solist eingeladen und spielte bereits unter vielen namenhaften Dirigenten. Die beiden Musiker sehen ihre Interpretationen als ein Tribut an die Glanzzeit der hohen Trompete und ihrer kleinen Schwester – dem Corno da caccia, ergänzend durch die Orgel, der Königin der Instrumente. Ein Kartenvorverkauf ist an allen bekannten Vorverkaufsstellen möglich (VVK 17 Euro, AK 19 Euro). Weitere Informationen sind bei der Solling-Vogler-Region im Weserbergland, www.solling-vogler-region.de und unter Tel. 05536/960970 erhältlich.

Foto: Privat

Freitag, 25. Mai 2018 06:08 Uhr

Bad Gandersheim (red). Beim „Fest der Chöre“ gehört die Festspielbühne der Gandersheimer Domfestspiele am Sonntag, 27. Mai, ab 15 Uhr den Sängerinnen und Sängern aus Bad Gandersheim und der Region. An diesem Nachmittag zeigen die zwölf teilnehmenden Gruppen die vielfältige und reiche Chorkultur Südniedersachsens. Die Auswahl der Lieder, die vor der einmaligen Kulisse der romanischen Stiftskirche vorgetragen wird, reicht von „Veronika, der Lenz ist da“ über „Hit The Road Jack“ bis „Skandal im Sperrbezirk“. Das Highlight des Tages: Am Ende der Veranstaltung singen alle teilnehmenden Chöre gemeinsam ein Lied. In diesem Jahr wird zum Abschluss die „Ode an die Freude“ von Friedrich Schiller in der Vertonung von Ludwig van Beethoven ertönen.

Eröffnet wird das „Fest der Chöre“ durch ein Trompetensolo von Matthias Schatz von den Musikfreunden Edesheim-Hohnstedt-Northeim und den Projektchor „Klasse! Wir singen“ von der Grundschule Bad Gandersheim. Die Moderation übernimmt Domfestspiel-Intendant Achim Lenz. Der Eintritt ist frei, um eine Spende für den Projektchor „Klasse! Wir singen“ wird gebeten.

Die teilnehmenden Chöre sind der Projektchor der Kreisvolkshochschule Northeim zusammen mit dem gemischten Chor Oldenrode, der Projektchor Altes Amt, der MGV Stöckheim, der MGV Wollbrandshausen, HBV Berka/MGV Wollbrandshausen/MGV Stöckheim, der MGV Dannhausen, der MGV Concordia Billerbeck, der Frauenchor Billerbeck, der gemischte Chor Wolperode, der MGV Kalefeld/Sebexen, der Frauenchor Echte sowie der Projektchor der Kreisvolkshochschule Northeim.

 

Donnerstag, 03. Mai 2018 07:49 Uhr

Region (red). Am 5. Mai 2018 feiert ArbeiterKind.de seinen 10. Geburtstag. Die mittlerweile größte zivilgesellschaftliche Organisation in Deutschland für Studierende der ersten Generation unterstützt und begleitet seit 2008 junge Menschen, die als Erste in ihrer Familie studieren. 6.000 Ehrenamtliche sind bundesweit in 75 lokalen Gruppen aktiv und informieren Schülerinnen und Schüler, Studierende und deren Eltern rund um das Thema Studium.

„Auch nach 10 Jahren bin ich immer noch von der großen positiven Resonanz auf ArbeiterKind.de überwältigt. Ich danke den vielen Ehrenamtlichen sowie unseren Förderern, Unterstützern und Fürsprechern ganz herzlich für ihr wunderbares Engagement. Ich freue mich sehr, dass wir gemeinsam jedes Jahr Zehntausenden Schülerinnen, Schülern und Studierenden aus nicht-akademischen Familien Mut zum Studium machen konnten. Doch die Bildungschancen hängen in Deutschland immer noch von der sozialen Herkunft ab – daher gibt es auch weiterhin viel zu tun,“ sagt Katja Urbatsch, Gründerin und Geschäftsführerin von ArbeiterKind.de, zum 10-jährigen Jubiläum. 

Mit der eigenen Geschichte Menschen erreichen

In Deutschland lässt sich die Wahrscheinlichkeit, ob ein Kind studieren wird, immer noch am Bildungsstand der Eltern ablesen. Laut des aktuellen Hochschul-Bildungs-Reports 2020 des Stifterverbands aus dem Jahre 2017 beginnen von 100 Kindern aus Akademikerhaushalten 74 ein Studium, dagegen sind es nur 21 aus 100 nicht-akademischen Familien – obwohl doppelt so viele die Hochschulreife erlangen. 

Mangelnde Informationen rund um das Thema Studium, Ängste und Vorurteile sowie fehlende familiäre Unterstützung sind Gründe, warum Kinder aus Familien ohne akademische Tradition den Weg an die Hochschule nicht wagen. Daher ist das Angebot von ArbeiterKind.de besonders niedrigschwellig, glaubwürdig und persönlich angelegt. Ob bei Schulvorträgen, Stipendienveranstaltungen an Hochschulen, an Infoständen auf Bildungsmessen, bei Sprechstunden, offenen Treffen oder am Infotelefon: Die eigene Bildungsgeschichte erzählen und durch das persönliche Beispiel ermutigen – das ist das Erfolgsrezept von ArbeiterKind.de.

Denn die meisten ehrenamtlich Engagierten sind selbst die Ersten in ihrer Familie, die studieren oder studiert haben. Das Rezept hat sich bewährt: Im Sommer 2016 bestätigte eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung und des Wissenschaftszentrum Berlins, dass durch Infoveranstaltungen an Schulen die Wahrscheinlichkeit unter Nicht-Akademikerkindern, ein Studium zu ergreifen, signifikant steigt.

ArbeiterKind.de eröffnet vier weitere Regionalbüros in 2018

„2018 werden wir weiter wachsen. Wir freuen uns auf die Eröffnung von vier Regionalbüros in Berlin, Hamburg, Bayern und Schleswig-Holstein gemeinsam mit Mecklenburg-Vorpommern. Damit möchten wir weiterhin die Reichweite von ArbeiterKind.de erhöhen, die Ehrenamtlichen vor Ort, insbesondere in ländlichen Räumen, stärken, Schulen des zweiten Bildungswegs gezielt ansprechen und so unser Partnerschul-Netzwerks ausbauen“, sagt Katja Urbatsch. Das Wachstum verlangt, den hohen Qualitätsstandard durch entsprechende Schulungsmaßnahmen für die Ehrenamtlichen zu sichern. Bereits 2017 eingeführte Webinare tragen dazu bei, neben den bewährten eintägigen Schulungen vor Ort jedes Jahr noch mehr Ehrenamtliche direkt zu erreichen.

Anlässlich des 10. Geburtstags von ArbeiterKind.de sind das gesamte Jubilämsjahr über Veranstaltungen geplant. Am 5. Mai lät ArbeiterKind.de in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Hessen sowie am 26. Mai für ganz Norddeutschland zu Regionaltreffen der Ehrenamtlichen und Unterstützer ein. Die genauen Termine sind hier auf der Homepage abrufbar.

Foto: red

Samstag, 31. März 2018 17:47 Uhr

Bad Gandersheim (red). In ihrer bevorstehenden Jubiläumsspielzeit zeigen die Gandersheimer Domfestspiele das Stück, mit dem Theater unter freiem Himmel in der Roswitha-Stadt einst begann: „Jedermann“ von Hugo von Hofmannsthal. Das Schauspiel erzählt die Geschichte vom Leben und Sterben eines reichen Mannes, der im Angesicht des Todes gezwungen wird, sich mit dem Wert seines eigenen Lebens auseinanderzusetzen. Der literarische Stoff bekommt in der 60. Spielzeit der Gandersheimer Domfestspiele jedoch ein völlig neues Gewand. „Ich weiß, dass wir für diese Inszenierung etwas total verrücktes und spezielles auf die Bühne bringen müssen, vollkommen anderes Theater, als man es gewohnt ist“, sagt Intendant Achim Lenz, sonst hat so ein Werk kaum noch eine Daseinsberechtigung in der heutigen Zeit.

Vor allem der Hauptrolle wird daher einiges abverlangt: „eine große Stimme, ein zwiespältiger Charakter – himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt“, beschreibt Achim Lenz die Anforderungen. Und genau diese Klaviatur beherrsche der Schweizer Schauspieler Marco Luca Castelli im besonderen Maße. „Ich bin mir sicher, dass er seinen eigenen Jedermann kreieren wird und das ist für die Inszenierung von größter Bedeutung“, sagt Lenz, der Castelli bereits vergangenen Sommer mit der Rolle betraute. Ein Moment, an den sich der Schauspieler gut erinnert: „Das war in etwa so, als wenn Achim Lenz mir eine Art Spritze verabreicht hätte. Deren Wirkung setze unweigerlich einen Gedankenprozess in Gang, der seither still vor sich köchelt wie ein Tomatensugo auf kleiner Flamme.“

Der Schweizer verrät, dass er schon erahne, dass ihm mit der Rolle des Jedermann ein „großer Ritt“ bevorstehe, der vor allem sein intuitives Spiel im höchsten Maße fordern werde. Der Originaltext von Hugo von Hofmannstahl liege in ständiger sicht- und griffweite auf seinem Schreibtisch, ebenso der gleichnamige Roman von Philip Roth. Die schönste Vorbereitung sei aber, wenn er mit seiner vierjährigen Tochter zusammen Wolf Erlbruchs Buch „Ente, Tod und Tulpe“ lese und anschaue. „Da geht mir richtiggehend das Herz auf und das ist genau der Zustand, mit dem ich dem Probenbeginn entgegen sehe“, erzählt Marco Luca Castelli, der 2017 erstmals bei den Gandersheimer Domfestspielen engagiert war, er spielte unter anderem den Wurm in „Kabale und Liebe“. 2018 wird Castelli neben dem Jedermann auch als Käpt‘n Hook in „Peter Pan“ zu sehen sein, außerdem tritt er auf der „Studiobühne Kloster Brunshausen – Theater im Museum“ mit dem Solostück „Die Maradona Variationen“ auf. Um aus dem angestaubten Stoff das angekündigte Theaterspektakel zu machen, braucht es neben einem starken 

Jedermann-Darsteller, der mit Marco Luca Castelli gefunden wurde, noch einiges mehr. Der Domfestspiel- Intendant hat für die große Jubiläumsproduktion ein starkes Regieteam engagiert. „Mit Lisa und Laura Goldfarb haben wir zwei preisgekörnte Regisseurinnen gefunden, die sich mit Freilichttheater und Spektakel bestens auskennen“, verrät Lenz. „Beide kommen eher aus dem Tanz- als aus dem Sprechtheater. Auch deshalb wird unser ‚Jedermann‘ besonders werden.“ Die eineiigen Zwillingsschwestern Lisa und Laura Goldfarb sind in Bad Gandersheim übrigens keine unbekannten Gesichter. Genau vor zehn Jahren standen beide als Schauspielerinnern in der damaligen Jedermann-Inszenierung von Johannes Klaus auf der Bühne vor der Stiftskirche.

Der musikalische Leiter der Gandersheimer Domfestspiele, Ferdinand von Seebach, wird eigens für die Jedermann- Inszenierung 2018 Musik komponieren, welche dann von Musikern, die auf der Bühne auch mit agieren, live gespielt wird. Neben vielen Statisten aus dem ExtraEnsemble, der Bürgerspielgruppe der Gandersheimer Domfestspiele, werden auch zwei polnische Artisten zum Einsatz kommen, welche im „Jedermann“ 2018 für zusätzlichen Nervenkitzel sorgen werden.

Premiere feiert „Jedermann“ am Freitag, 15. Juni, um 20 Uhr. Tickets und Informationen gibt es in der Kartenzentrale der Gandersheimer Domfestspiele, Stiftsfreiheit 12 in Bad Gandersheim, Telefon 05382/73-777, E- Mail karten@gandersheimer-domfestspiele.de sowie im Internet unter www.gandersheimer-domfestspiele.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Foto: Julia Lormis

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