Holzminden (red). Anhaltende Minusgrade haben in den vergangenen Wochen viele Gewässer in der Region teilweise zufrieren lassen. Für die DLRG-Ortsgruppe Holzminden ist diese Wetterlage Anlass für ein besonderes und anspruchsvolles Training: das Eistauchen.
Eistauchen zählt zu den herausforderndsten Disziplinen der Wasserrettung und stellt höchste Anforderungen an Technik, Teamarbeit sowie körperliche und mentale Belastbarkeit. Unter nahezu lebensfeindlichen Bedingungen trainieren speziell ausgebildete Einsatztaucherinnen und Einsatztaucher das sichere Arbeiten unter Eisflächen, die Orientierung bei eingeschränkter Sicht sowie realistische Rettungs- und Bergungsszenarien.
„Gerade bei diesen extremen Temperaturen zeigt sich, wie wichtig eine gute Ausbildung und blindes Vertrauen im Team sind“, erklärt Holger Gronstedt, verantwortlicher Taucheinsatzleiter der DLRG Holzminden, am Ausbildungstag. „Das Eistauchen stärkt nicht nur die fachlichen Fähigkeiten, sondern auch den Zusammenhalt und die Widerstandsfähigkeit unserer Einsatzkräfte.“
Neben der Einsatzvorbereitung nutzt die DLRG Holzminden das Thema Eistauchen auch zur Präventionsarbeit. Die aktuell frostige Witterung verleite viele Menschen dazu, zugefrorene Seen oder Bachläufe zu betreten. Doch selbst tragfähig wirkende Eisflächen könnten schnell brechen und lebensgefährliche Situationen verursachen.
Mit ihrem Engagement im Bereich Eistauchen unterstreicht die DLRG Holzminden ihren hohen Ausbildungsstand und ihre Einsatzbereitschaft – auch bei eisigen Temperaturen und unter extremen Bedingungen.
„Ein besonderer Dank gilt der Stadt Holzminden sowie dem Landkreis Holzminden“, betont Niko Stille, 2. Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Holzminden. „Dank eines finanziellen Zuschusses können wir in diesem Jahr sämtliche privat beschaffte Tauchanzüge durch neue DLRG-Tauchanzüge ersetzen und damit die Sicherheit unserer Taucherinnen und Taucher weiter verbessern.“


Fotos: Niko Stille/DLRG Holzminden