Top 5 Nachrichten der Woche
Region Aktiv
Samstag, 24. August 2019 13:20 Uhr
Zweite Vernissage im Kunst(T)raum Holzminden
Samstag, 24. August 2019 11:11 Uhr

Holzminden (r). Immer mehr Menschen fragen sich, wie sie eine nachhaltige Lebensweise einfach in ihren Alltag integrieren können. Diese Frage steht im Mittelpunkt eines gebührenfreien Vortrags, den die Kreisvolkshochschule Holzminden in Kooperation mit dem Verein Cradle to Cradle am Mittwoch, den 4. September 2019 um 19.00 Uhr im VHS-Bildungszentrum in der Bahnhofstraße 31 in Holzminden anbietet. Es werden in dem Vortrag Methoden und Angebote wie etwa Sharingmodelle präsentiert. Erklärt wird, wie man durch Gemeinschaft seine Lebensweise intelligenter, nachhaltiger und einfacher machen kann. Ferner werden Konzepte vorgestellt, die von der Party bis zum Wohnen reichen und viele Möglichkeiten für die Gestaltung des Alltags bieten. Dabei ist es wichtig, möglichst viel zu teilen, aber auf nichts zu verzichten.

 

Freitag, 23. August 2019 15:47 Uhr

Kreis Holzminden (r). Zum 01. August 2019 sind die Leistungen für Bildung und Teilhabe durch das einen Monat vorher in Kraft getretene „Starke-Familien-Gesetzes“ verbessert worden. Das Bildungs- und Teilhabepaket soll Kindern aus Familien mit geringem Einkommen eine Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in der Gesellschaft ermöglichen. Anspruch darauf haben Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, wenn sie laufende Leistungen aufgrund von Arbeitslosengeld II bzw. Sozialgeld nach dem Sozialgesetzbuch Zweites Buch (SGB II), Sozialhilfe nach dem Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch (SGB XII), Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG), Kindergeld mit Kinderzuschlag nach dem Bundeskindergeldgesetz (BKGG) oder Wohngeld mit Kindergeld beziehen. Im Interview erklären Sozialdezernentin Anja Krause, der Leiter des Job-Centers, Achim Keil und der Bereichsleiter für die Allgemeinen sozialen Leistungen im Landkreis, Josef Krekeler, die Änderungen.

Peter Drews: Was hat sich durch das sogenannte Starke-Familien-Gesetz beim Bildungs- und Teihabepaket alles geändert? 

Krekeler: Eine Menge. Sowohl die Leistungen als auch das Verfahren hat sich geändert. Bei den Leistungen ist insbesondere das Schulbedarfspaket zu nennen, wo es bislang jeweils zum Schulbeginn einen Pauschalbetrag von 70 Euro gab. Der ist auf 100 Euro erhöht worden. Zum Zweiten Halbjahr hat es bislang 30 Euro gegeben. Das ist erhöht worden auf 50 Euro. Insgesamt also eine Erhöhung von 100 auf 150 Euro.

PD: Schulbedarfspaket meint was?

Krause: Dabei geht es darum, Schulmaterialien kaufen zu können. Einen Schulranzen, Hefte oder Stifte…alles, was für den Schulunterricht so benötigt wird.

PD: Ok. Und was noch?

Krekeler: Eine weitere Komponente ist das gemeinsame Mittagessen in der Schule. Da waren die Eltern bislang verpflichtet einen Eigenanteil von einem Euro pro Essen zu leisten. Dieser Eigenanteil entfällt vollständig, aus dem Bildung- und Teilhabepaket wir also alles bezahlt. Ein weiterer Eigenanteil betrifft die Schülerbeförderung, also wenn Kinder mit dem Bus oder der Bahn zur Schule fahren. Bisher mussten die Eltern einen Pauschalbetrag von fünf Euro aufwenden. Auch der wird über das Bildungs- und Teilhabepaket in voller Höhe übernommen.

Krause: Im Hinblick auf die Schülerbeförderung betrifft das alle Jugendlichen ab der Sekundarstufe II. Bis Klasse 10 wurden sowieso schon die Schülerbeförderung nach dem Niedersächsischen Schulgesetz übernommen. Kinder aus einkommensschwachen Familien, die in höhere Klassen gingen, mussten das bisher immer selbst bezahlen. Das ist jetzt anders.

PD: Wie viele Kinder und Jugendliche im Landkreis Holzminden betrifft das denn?

Keil: Momentan liegt die ungefähre Anzahl derer, die im Alter zwischen 0-24 Jahren, die Arbeitslosengeld II beziehen, bei rund 1.800 Menschen. Im Alter von 18 bis 24 Jahren, das sind ja die, die für einen Besuch einer weiterführenden oder berufsbildenden Schule infrage kommen, haben wir knapp 90.

Krekeler: Im Gegensatz zu den ungefähr 1.000 Kinder, die dagegen im normalen schulpflichtigen Alter einen Anspruch haben, ist das sehr wenig.

PD: Woran liegt das Ihrer Meinung nach?

Keil: Für uns im Jobcenter ist wichtig, dass eine gute Bildung auch eine sehr gute Startmöglichkeit in Ausbildung und Arbeit eröffnet. Da kann das Bildungs- und Teilhabepaket einen guten Beitrag leisten. Wogegen ich mich aber wehre, ist die Annahme, dass jemand aus einer Familie mit Arbeitslosengeld II auch automatisch eine Lernförderung braucht. Das ist doch gar nicht immer der Fall. Es gibt viele Familien, die haben ein gutes Bildungsniveau, leben aber von Arbeitslosengeld II, weil das Einkommen nicht ausreicht.

PD: Ein Gutachten hat aber vor ein paar Tagen - medial stark ausgeschlachtet - behauptet, dass diese Leistungen nicht ankämen. Das Gesetz sei gescheitert.

Keil: Bei uns im Jobcenter informieren wir unsere Kunden ständig. Jeder Neukunde, der Arbeitslosengeld beantragt, bekommt Informationsmaterial und wird aktiv bei der Ausgabe der Materialien und bei der Abgabe des Antrages wieder darauf hingewiesen. In sämtlichen Beratungsgesprächen ist das immer wieder Thema. Der Kunde ist also gut informiert.

PD: Werden Ihre Informationen denn auch wahrgenommen?

Keil: Ich würde vielleicht anders antworten wollen. Die von Ihnen angesprochene Darmstädter Studie behauptet ja, dass, wenn Geld nicht abfließt, Kinder benachteiligt würden. Das ist nicht unbedingt der Fall. Wenn wir nur einmal das Beispiel der Unterstützung bei Vereinsbeiträgen nehmen. In vielen unserer Vereine ist schon in deren Satzungen festgelegt, dass solche Kinder beitragsfrei bleiben. Wenn ich Beitragsfreiheit also bereits habe, dann brauche ich sie ja nicht nochmal. Automatisch aus dem fehlenden Geldabfluss abzuleiten, dass die Kinder benachteiligt würden, ist zu kurz gesprungen.

Krause: Das Angebot des Bildungs- und Teilhabepakets ist ja vielfältig. Vereinsbeiträge, Lernförderung, Schulausstattung, Beteiligung an Klassenfahrten… Die zentrale Frage für uns bleibt aber tatsächlich: Wie kommen die Leistungen zu den Menschen? Am besten erreichen lassen sich die Kinder in der Schule. Aber im Gegensatz zu der jetzt gerade in der Politik diskutierten Grundsicherung muss das zumindest bei der Lernförderung auch beantragt werden. Und für den Weg von der Antragstellung bis zum Eingang beim Landkreis oder beim Jobcenter bedarf es dann eben noch anderer Akteure, die nachhaken. Vor allem in den Schulen.

Krekeler: Die Lernförderung ist aber die Ausnahme. Ab August müssen die Betroffenen ansonsten nur noch sagen, welche Leistungen beansprucht werden. Also eine Bedarfsanzeige machen. Einen formellen Antrag braucht es zumindest bei den Grundsicherungsempfängern beim Landkreis oder Jobcenter Holzminden nicht mehr. Es reicht beispielsweise eine Mitgliedsbescheinigung eines Sportvereins.

PD: Gibt es Ihrer Meinung noch Verbesserungsbedarf?

Keil: Verbesserungsbedarf hat man natürlich immer. Aber wir sind hier auf einem sehr guten Weg, weil das Antragsverfahren in Bezug auf die Lernförderung wirklich auf ein Minimum reduziert worden ist. Aber, was auch zu begrüßen ist: Lernförderung soll ja bei dem Kind ankommen, also muss ich da auch eine Qualität sicherstellen. In der Beziehung hat der Landkreis schon die richtigen Weichen gestellt, indem ein gewisses Mindestmaß an Qualität vorausgesetzt wird. 

Foto: Peter Drews/ Landkreis Holzminden

Freitag, 23. August 2019 11:17 Uhr

Holzminden (r). Eine neue Sprache erlernen, bereits vorhandene Kenntnisse ausbauen oder einfach schulische Sprachkenntnisse auffrischen: An der Kreisvolkshochschule Holzminden werden im neuen Semester wieder vielfältigste Sprachkurse angeboten, die nicht nur beim klassischen „Smalltalk“ im Urlaub helfen, sondern außerdem einen Einstieg in bislang unbekannte Sprachen ermöglichen. Auch im Berufsleben erfordert die zunehmende Internationalisierung von Wirtschaft und Kultur immer bessere Sprachkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen. Fremdsprachen sind zum unverzichtbaren Bestandteil einer erfolgreichen Biographie geworden.

Am 2. September 2019 starten von 18.30 bis 20.00 Uhr ein Englischkurs für Personen mit ersten Vorkenntnissen und ein weiterer am 12. September von 19.45 bis 21.15 Uhr. English conversation in the morning auf dem Niveau B1 beginnt am 12. September von 9.30 bis 11.00 Uhr und ein Kurs auf dem Niveau Englisch A2 am gleichen Tag von 18.00 bis 19.30 Uhr. Ein Crash-Kurs für Italienisch findet an drei Abenden ab 4. September von 18.00 bis 20.15 Uhr in der Oberschule in Delligsen statt. Ein Einstiegskurs für Französisch startet am 4. September 2019 ab 18.30 Uhr in Holzminden. Wer bereits über ausreichende Französischkenntnisse verfügt, für den dürfte der Konversationskurs interessant sein, der immer donnerstags ab dem 12. September von 10.00 bis 11.30 Uhr stattfindet.

Spanischkurse mit einer Muttersprachlerin werden ab dem 9. September auf den Niveaus A1 für Anfänger und A1 für Personen mit Vorkenntnissen sowie A1-A2 angeboten, jeweils an zehn Terminen von 18.00 bis 19.30 Uhr. Wer erste Spanischkenntnisse lieber im Rahmen eines Kompaktkurses erwerben möchte, hat dazu vom 9. bis 13. September jeweils von 9.00 bis 16.00 Uhr Gelegenheit. Für Personen mit ersten Vorkenntnissen wird ein Spanischkurs vom 16. bis 20. September angeboten. Beide Kurse sind auch als Bildungsurlaub anerkannt. Ebenfalls im Rahmen eines Kompaktkurses wird ein Einstieg in die  türkische Sprache vom 16. bis 20. September ermöglicht. Wer die arabische Sprache erlernen möchte, hat dazu ab dem 12. September von 18.00 bis 19.30 Uhr Gelegenheit.

Informationen über weitere Sprachkursangebote, die zu einem späteren Zeitpunkt starten, sowie über Raum- und Zeitangaben sind der Homepage www-kvhs-holzminden.de oder dem neuen Programmheft der KVHS zu entnehmen. Anmeldungen für die Kurse werden in der  KVHS Holzminden unter Telefon 05531-707 394 bzw. über die Homepage oder info@kvhs-holzminden.de entgegengenommen.

Freitag, 23. August 2019 10:29 Uhr

Lüchtringen (TKu). Die bislang nördlichste Europameisterschaft der böhmisch-mährischen Blasmusik wird vom 26. bis 29. Mai 2022 in Lüchtringen ausgetragen. Die Blaskapelle Lüchtringen rechnet als Ausrichter dieses „Festivals der Blasmusik“ mit bis zu 20 Kapellen mit etwa 400 Musikern, die im musikalischen Wettkampf gegeneinander antreten. Den Zuschlag als Ausrichter hat die Lüchtringer Blaskapelle durch ihre originelle Bewerbung um den Austragungsort erhalten, die von Dirigent Sven Schafer erstellt worden ist.

Die Europameisterschaft dieser Blasmusik ist ein Musikwettbewerb, der erstmals im Jahr 2000 in Maihingen in Bayern stattgefunden hat. Die Oberaufsicht dieses internationalen Wettbewerbes hat die Confédération Internationale des Sociétés Musicales. Die EM findet jedes Jahr in einem anderen Ort in Europa statt, zumeist aber in den Gebieten von Österreich, Süddeutschland, der Schweiz, Südtirol oder Tchechien. „So nördlich gab es noch keine EM der böhmisch-mährischen Blasmusik. Die Musik ist sehr zackig und mal etwas ganz anderes in unserer Region“, weiß der Vorsitzende der Blaskapelle Lüchtringen, Christoph Missing, zu berichten.

Als Ausrichter des Events werde die Blaskapelle Lüchtringen selbst jedoch nicht am Wettbewerb teilnehmen. Es seien laut Missing viele organisatorische Dinge zu erledigen und beides funktioniere nicht. Schon jetzt hat sich ein zehnköpfiger „EM-Ausschuss“ aus den Reihen der Blaskapelle gegründet, der alles Organisatorische in die Hand nehmen wird. Bei dem Wettbewerb wird in vier Leistungsklassen angetreten. Zu den vier Wertungsspielen in den Kategorien Unter-, Mittel-, Ober- und Höchststufe erwarten die Lüchtringer zwischen 15 und 20 Kapellen, die aus etwa 400 Musikerinnen und Musikern bestehen und aus ganz Europa anreisen. Die Bewertung der teilnehmenden Kapellen übernimmt eine professionelle Jury. An den vier Festivaltagen vom 26. bis 29. Mai 2022 wird es neben den vier Wertungsspielen auch ein Rahmenprogramm und zahlreiche Platzkonzerte geben.

Das Rahmenprogramm gestalten die Teilnehmerkapellen selbst. Ergänzt wird es aber auch überregional durch bekannte Profi-Blasmusikformationen. Christoph Missing und der zweite Vorsitzende der Blaskapelle, Godehard Christoph, Dirigent Sven Schafer und das gesamte Blaskapellen-Team freuen sich auf das bevorstehende Großevent an der Weser, wie sie sagen. Als Austragungsort in Lüchtringen sei nahezu ideal, berichtet das Team. Lüchtringen verfüge über einen großen Festplatz mit einer angrenzenden Bürgerhalle und dem Schützenhaus. Damit sei man logistisch schon gut aufgestellt, erklärt Missing. Auf dem Festplatz soll 2022 ein großes Festzelt aufgebaut werden, worin die EM stattfindet. Missing spricht von einer Veranstaltung für Blasmusikfreunde von überregionaler Bedeutung. Das kulturelle Leben würde dadurch enorm bereichert, so Missing.

Fotos: Thomas Kube

Blaulicht
Samstag, 24. August 2019 10:33 Uhr
"Abend der Bewerber" beim Polizeikommissariat Holzminden
Donnerstag, 22. August 2019 13:26 Uhr

Holzminden (ams). Am gestrigen Abend wurde die Feuerwehr gegen 23.38 Uhr zu einem Einsatz ins Holzmindener Freibad gerufen. „Chlorgaswarneinrichtung hat ausgelöst“ lautete die Meldung. Auch im Poller Freibad kam es am vergangenen Wochenende zu einem ähnlichen Einsatz. Laut Aussagen der Freiwillige Feuerwehr konnte im Freibad Holzminden in der gestrigen Nacht jedoch Entwarnung gegeben werden. Der Alarm im Freibad sei allein durch einen Stromausfall ausgelöst worden und somit kam der Gefahrgutzug der Feuerwehr nicht zum Einsatz.

Foto: Symbolbild

Donnerstag, 15. August 2019 09:35 Uhr

Holzminden (ams). Am heutigen Morgen kam es auf der B64 in der Einmündung auf die Allersheimer Straße zu einem Verkehrsunfall. Laut der Polizei Holzminden verbremste sich ein Motorradfahrer aus Eschershausen kommend beim Rechtsabbiegen und es kam somit zu einem Unfall. Der 59-Jährige war alleinbeteiligt und wurde mit leichten Verletzungen dem Krankenhaus zugeführt. Vorort waren ein Streifenwagen sowie ein Rettungswagen. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf circa 100 Euro.

Foto: Symbolbild

Samstag, 10. August 2019 17:57 Uhr

Holzminden/ Allersheim (r) Kreisfeuerwehr Holzminden. Ein stechender Geruch liegt in der Luft. Aufgeregt laufen Personen durch die Gegend. Ammoniak ist ausgetreten. So oder ähnlich hätte das Szenario seien können, welches die Retter aus dem Kreis Holzminden angenommen haben. Eine große Leckage in dem Kühlkreislauf der Brauerei  Allersheim sollte der Auslöser sein. Im Keller ist der technische Defekt aufgetreten. Für die Einsatzkräfte ein Unfall mit gefährlichen Stoffen.

Ammoniak ist ein Gas, was unter anderem in Kühlanalgen verwendet wird. Schon geringe Mengen nimmt man durch den wirklich charakteristisch stechenden Geruch wahr. Ammoniak ist auch im Haushaltsbereich z.B. als  Salmiakgeist bekannt. Die Brauerei hat Schutzmaßnahmen verbaut, die auch bei einem Austritt von kleinsten Mengen im Gebäude die Kühlanlagen sofort abriegeln und ein weiteres Austreten unterbinden. Ammoniak lässt sich sehr gut mit Wasser verdünnen und evtl. entstandene Gase oder Nebel können mit Wasserschleiern niedergeschlagen werden und eine Ausbreitung verhindern.

Unter Leitung des Stellvertretenden Zugführers Carsten Bertram arbeiten Einsatzkräfte aus Kreis-, Werk- und Ortsfeuerwehr den Einsatz gemeinsam ab. Unter den kritischen Blicken von Betriebsleiter Rudolf Ley, des stellvertretenden Kreisbrandmeisters Ralf Knocke und Kreibereitschaftsführer Michael Eisenbeis, zeigen die über 50 Feuerwehrfrauen und -männer aus den verschiedenen Einheiten, dass sie mit einer solchen Lage sehr gut umgehen können.

In Ihren schwereren Chemikalienschutzanzügen dringen die Einsatzkräfte in das Gebäude vor. Durch die dicken Decken und Wände versagt die Funkverbindung nach außen.

Der Chemikalienschutzanzug (CSA) schützt die Einsatzkräfte komplett vor allen chemikalischen Einflüssen aus der Umgebung der Anzug ist komplett flüssigkeits- und gasdicht. Unter dem CSA muss die Einsatzkraft ein Atemschutzgerät tragen. Gerade bei den momentanen sehr warmen Temperaturen stellt das Tragen dieser Schutzkleidung eine besondere Herausforderung. Im Inneren des Anzuges herrschen schnell saunaähnliche Temperaturen

Auf ihrem Weg zur Einsatzstelle in den Keller finden die CSA-Träger einen verletzten Arbeiter, dargestellt durch eine 80 Kg schwere Puppe, die bei der Rettung nicht mithilft. Der Dummy muss über zwei Etagen aus dem Keller nach oben gebracht werden. Das ist eine extreme Belastung. Die gerettete Person muss in der Dekonstelle gereinigt werden, damit sie dann vom Rettungsdienst weiter versorgt werden kann.

Die Dekontamiantiosnstelle (Dekon) ist dafür aufgebaut um Personen, Einsatzkräfte und Gerätschaften die mit dem ausgetretenen Gefahrstoff in Berührung gekommen sind soweit zu reinigen, dass sie dem Rettungsdient übergeben werden können oder gefahrlos ihre Schutzkleidung ablegen können. Die Dekonatmination( Reinigung)  kann durch einfaches Ausziehen von verschmutzter Kleidung  oder der intensiven Reinigung mit Wasser und Zusätzen geschehen.

Um die Dekon-Stelle zu betreiben wurde eine Wasserversorgung aus der sich auf dem Gelände befindenden Zisterne aufgebaut

Um die Leckstelle im Keller zu lokalisieren werden moderne Messgeräte eingesetzt, die in Echtzeit ein Ansteigen oder Absinken der Gas-Konzentration anzeigen. So kann festgestellt werden, ob man sich der Leckage nähert. Damit auch realitätsnah gearbeitet werden kann, wurden kleine Probeflaschen mit unterschiedlichen Gaskonzentrationen verteilt, an denen die Messungen vorgenommen werden können. Im alten Gärkeller befindet sich die Leckage an einer Rohrleitung, diese kann mit einem Schieber geschlossen werden, der sich in zwei Metern Höhe befindet. Dazu müssen Leitern durch das enge Treppenhaus nach unten gebracht werden.

Der fünfte Zug der Kreisfeuerwehrbereitschaft Holzminden befasst sich überwiegend mit der Dekontamination von Betroffenen und Personal. Zusammen mit der Gruppe Messen, bildet sie den fünften Zug der Kreisfeuerwehrbereitschaft. Mitgeführt wird Material zur Dekontamination, spezielle Messgeräte und Fahrzeuge um Ausbreitungen und Schadstoffkonzentrationen zu lokalisieren und zu bestimmen.

Der Gefahrgutzug wird durch die Feuerwehr Holzminden gestellt. Er hat die Ausrüstung und Geräte, um bei Unfällen gefährliche Stoffe abzuarbeiten und eine Gefahr abzuwenden. Der Hauptteil der Spezialausrüstung ist auf dem Abrollbehälter Gefahrgut verladen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Gefahrstoffe zu messen und es  kann auch eine komplette Dekonstelle aufgebaut werden. Der Gefahrgutzug wird im Kreisgebiet eingesetzt.

Die Werkfeuerwehr Symrise ist für den Brandschutz, die Hilfeleistung bei technischen Notfällen und Unglücken mit Beteiligung von gefährlichen Stoffen in den beiden Werkteilen „Weser“ und „Solling“ sowie den firmeneigenen Außenlagern zuständig. Zur Erfüllung dieser Aufgaben stehen ihr ein umfangreicher Fuhrpark und spezifische Sondergeräte zur Verfügung. Auf Anforderung der öffentlichen Gefahrenabwehrkräfte stellt die Werkfeuerwehr Symrise ihr Expertenwissen und die Spezialausrüstung auch außerhalb des Werkgeländes zur Verfügung.

Zusammenarbeit war ein wichtiges Ziel dieser Übung. Das Vermischen von Telen der Mannschaft, sich kennenlernen und wissen, welche Möglichkeiten der andere hat.

Mit freundlicher Unterstützung der Brauerei Allersheim konnte die Übung erfolgreich durchgeführt  werden. Betriebsleiter Ley zeigte sich in der Abschluss-Besprechung sehr zufrieden mit dem Verlauf der Übung, wurde hier durch die Einsatzkräfte wieder viel Ortskenntnis erlangt und es konnten die von der Brauerei getroffenen Vorbereitungen erfolgreich überprüft werden 

Die Versorgung wurde anschließend durch die Verpflegungsgruppe der Kreisfeuerwehr an der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) durchgeführt. Auch so etwas muss geübt werden, denn solche Einsätze können sich teilweise über mehrere Stunden hinziehen und dann ist die Versorgung der Einsatzkräfte besonders wichtig. Die Versorgungsgruppe hat schon in der Vergangenheit bei diversen Einsätzen zu allen Tages- und Nachtzeiten ihr Können gezeigt und die Einsatzkräfte immer gut versorgt.

Text/ Foto: Kreisfeuerwehr Holzminden

Freitag, 09. August 2019 15:38 Uhr

Allersheim (kp). Die Feuerwehr hat für den morgigen Samstag eine Übung in Allersheim geplant. Beteiligt sein werden die Werkfeuerwehr Symrise, der Gefahrgutzug Holzminden und der fünfte Zug der Kreisfeuerwehrbereitschaft. Die Übung soll ab neun Uhr morgen früh beginnen. Alles zur Übung in Allersheim wird in einem späteren Bericht auf Holzminden News zu lesen sein.

Politik
Mittwoch, 21. August 2019 10:12 Uhr
Regionales Raumordnungsprogramm zum Thema Windenergie
Dienstag, 20. August 2019 12:10 Uhr

Holzminden (red). Die allgemeinen Baukostensteigerungen haben das Land veranlasst, dem Agaplesion Krankenhaus Holzminden 500.000 € zusätzlich für die bereits bewilligten Neustrukturierungsmaßnahmen im Funktions- und Pflegebereich für dieses Jahr zu bewilligen. „Das Kabinett ist der Empfehlung des Krankenhaus-Planungsauschusses gefolgt und hat heute einen entsprechenden Beschluss gefasst“, freut sich der Landtagsabgeordnete Uwe Schünemann. Auch für das Jahr 2020 sei mit einer weiteren Förderung zu rechnen.

Mit dieser Entscheidung könne nunmehr der Landkreis und die Stadt Holzminden über die bereits grundsätzlich signalisierte Unterstützung befinden. „Die kontinuierliche Modernisierung des Holzmindener Krankenhauses ist eine dringende Notwendigkeit aber auch ein finanzieller Kraftakt“, so der CDU Politiker. Daher sei es ein wichtiges Signal, dass alle aus der Region in dieser Frage zusammenstehen.

Darüber hinaus hat das Kabinett einen Pauschalansatz für kleine Baumaßnahmen und Erstanschaffungen in Höhe von 6,5 Mio. € beschlossen. Auch von diesem Programm werde das Agaplesion Krankenhaus Holzminden profitieren können. „Der Antrag auf vorzeitigen Maßnahmenbeginn für die Beschaffung eines Linksherzkatheter-Messplatzes hat das Ministerium genehmigt“, teilt der heimische Abgeordnete mit. Die entsprechende Förderung werde voraussichtlich in den Jahren 2019 und 2020 ausgezahlt werden können.

Auch hier habe sich die kommunale Ebene und sogar die Wirtschaft engagiert. Mit der Unterstützung von rund 370.000 € würden zusätzliche Anschaffungen zum Ausbau der Elektrophysiologie ermöglicht. „Ein solches, spezialisiertes Angebot zur Untersuchung und Behandlung von Herzrhythmusstörungen ist für ein regionales Krankenhaus und vor allem für die Erkrankten enorm wichtig“, so Uwe Schünemann abschließend.

Foto: Echzell

Montag, 19. August 2019 12:54 Uhr

Landkreis Holzminden (red). Der ökologische Zustand der Werra kann auch ohne Pipeline salzhaltiger Abwässer vom Entstehungsort der Kaliproduktion in Hessen an die Weser erreicht werden. Die Ministerinnen und Minister der Flussgebietsgemeinschaft, FGG, haben sich am Donnerstag, 15. August, von den Plänen einer Weser-Pipeline verabschiedet. Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden.

„Die Pipeline ist vom Tisch. Der politische Druck aus Niedersachsen hat sich ausgezahlt und Wirkung gezeigt. Das ist ein Erfolg für Niedersachsen und eine wirklich positive Botschaft für unser Land und die Umwelt“, sagte Minister Lies. „Damit erfüllen wir zum einen den Wunsch des Landtages, der die Landesregierung in der Vergangenheit mehrfach aufgefordert hatte, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, den Bau einer Pipeline zur Oberweser zu verhindern. Zum anderen ist damit aber auch eine End-of-Pipe-Lösung verhindert. Denn es ist immer besser, Umweltbelastungen an der Quelle zu minimieren.“

Eine intensive Prüfung aller möglichen Alternativen habe gezeigt, dass auf den Bau einer Leitung von Hessen an die Weser verzichtet werden könne. Auch mit anderen Maßnahmen kann der ökologische Zustand der Flüsse gewährleistet werden. Minister Lies: „Das Unternehmen K+S hat gute und überzeugende Pläne vorgelegt, die zeigen, dass die Gewässerqualität von Weser und Werra auch ohne Pipeline sichergestellt werden. Dass wir auf einem richtigen und glaubwürdigen Weg sind, zeigt auch, dass die EU-Kommission das Vertragsverletzungsverfahren im Juni eingestellt hat. Wir werden diesen Vertrauensvorschuss der EU nicht enttäuschen, und dafür sorgen, dass K+S weitere Fortschritte macht und die Zielwerte für Werra und Weser eingehalten werden“.

Hintergrund:

Die Gewässerqualität von Werra und Oberweser ist trotz erheblicher Reduzierungen der Salzbelastung aus der Kaliproduktion in Hessen und Thüringen nach wie vor durch die Salzeinleitungen geprägt. Die Weserminister und -ministerinnen haben daher im März 2015 zum einen auf Zielwerte festgelegt, die eingehalten werden müssen, um die Gewässer in einen ökologisch bestmöglichen bzw. guten Zustand zu entwickeln. Zum anderen wurde ein Maßnahmen- und Zeitplan beschlossen, der seitdem unter Begleitung einer Arbeitsgruppe bestehend aus Fachleuten der Länder und Beteiligung von K+S gesteuert wird.

Über das aktuelle Thema äußerte sich nun Hans Peter Sawatzki, Oberweserbürger und auch früherer Rechtsanwalt für die Oberwesergemeinden, gegenüber der Redaktion. Er schrieb, dass das Problem „damit noch nicht aus der Welt geschaffen ist, aber es erhebliche Verbesserungen der Wasserqualität derzeit und in Zukunft gibt“. Weiterhin erwähnte er, dass „der öffentliche Druck sowie der der Weserkommunen auf K + S und auf die Politik aller Parteien in den Weseranrainerländern dies bewirkt hat. Zudem kam das EU-Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik hinzu, also auch der EU sei Dank. Auf der anderen Seite hat K + S auf Zeit spielen können und kann es weiterhin tun, bis der Kaliabbau wohl ca. 2040 beendet sein dürfte, so früher das Unternehmen.“

Foto: Symbolbild

Wirtschaft
Donnerstag, 22. August 2019 11:11 Uhr
Startschuss für Ausbildung gefallen
Mittwoch, 21. August 2019 09:34 Uhr

Holzminden (r). Drei Symrise Mitarbeiter hatten vor kurzem einen ganz besonderen Grund zum Feiern. Das Holzmindener Unternehmen ehrte sie für 40 Jahre Betriebszugehörigkeit. Seit ihrem ersten Arbeitstag im Jahr 1979 hat sich bei Symrise viel bewegt. Das trug maßgeblich zum vielfältigen Berufsalltag von Walter Bröckel, Christa Runge und Hans-Rainer Papke bei. Die Laufbahn von Walter Bröckel bei Symrise war vor allem von Wachstum geprägt. Nach seiner Ausbildung zum Industriekaufmann in einer Glasfabrik in Holzminden, wechselte er am 1. April 1979 in den Verkauf des Unternehmens. Dort baute er den Bereich für Tee-Aromen auf. Auch dank Bröckels engagierter Arbeit und seiner Vorliebe für den Kontakt mit seinen Kunden wuchs der Bereich mit der Zeit aus der Nische heraus. Heute gehört Symrise zu den in Europa führenden Unternehmen für Tee-Aromen – auch dank der guten Zusammenarbeit der Kollegen in der Kategorie für Trockengetränke, das er seit Jahrzehnten geleitet hat. „Die große Stärke von Symrise ist, dass hier großartige Menschen arbeiten“, sagt Bröckel und fügt hinzu: „Auch ich habe hier meine Passion und Leidenschaft gefunden.“ Neben seiner Arbeit schlägt Bröckels Herz für die Rock-Musik. Früher spielte er sogar E-Gitarre und trug die Haare schulterlang. Diese hat der Rolling-Stones-Fan inzwischen gegen eine Kurzhaarfrisur getauscht.

Digitalisierung revolutioniert Sensorik

Einen Monat nach Walter Bröckel begann Christa Runge bei Symrise. Nach ihrer Ausbildung zur Drogistin startete sie am 2. Mai 1979 im Unternehmen. Zunächst stellte sie Zwiebel- und Fleischaromen her und bereitete zusätzlich Kundentermine für die Sensorik vor. Diesen Bereich fand sie so spannend, dass sie drei Jahre später komplett dorthin wechselte. Seitdem charakterisiert sie mit ihren Kollegen Lebensmittel nach Geschmack, Mundgefühl und anderen Eigenschaften. Runges Tätigkeit machte vor allem mit der Digitalisierung einen Quantensprung. Heute arbeitet sie mit computergestützten Tests für Märkte in aller Welt. Bei allen modernen Apparaten – eine Konstante bleibt. Die menschliche Nase und Zunge erkennt einen Geschmack besser als jedes Messinstrument. Christa Runge lebt für ihre Arbeit, da sie hier zwei ihrer Interessen verbindet. Sie liebt die Arbeit mit Menschen und besitzt eine gesunde wissenschaftliche Neugier. Schon oft habe man sie darauf angesprochen. „Man merkt, dass Sie Ihre Arbeit mögen“, sagen viele Kunden zu ihr. Während ihres Berufslebens hat Runge ihren Wissensdurst bei zahlreichen Kursen und Weiterbildungen gestillt. Ihrer Passion für die Interaktion mit Menschen geht sie auch in ihrer Freizeit nach. Sie tritt regelmäßig als Laiendarstellerin mit einer Theatergruppe in der Burg Polle auf.

Blitz-blank bis auf den Boden

Der Start von Hans-Rainer Papke am 7. Mai 1979 bei Symrise erfolgte zu einem „krummen“ Datum, anstatt zum Monatsanfang. Grund dafür war, dass der damalige Buchdrucker zu diesem Zeitpunkt noch an einen Betrieb in Hameln gebunden war, als er das Job-Angebot erhielt. Drei Monate nach dem Einstand bot Symrise Papke dann die Festanstellung an, die er sofort annahm. Zunächst arbeitete er in der Parfümöl-Produktion, wo er 20 Jahre lang Tankbehälter befüllte. Wenn er von der Arbeit nach Hause kam, freute sich sein Dackel über sein Herrchen und die feinen Düfte an dessen Arbeitskleidung. Neugierig beschnüffelte der Hund diese immer wieder. Nach den Parfümölen wechselte Papke zur Reinigung von Leergebinden. So werden Behälter für Waren in der Logistik genannt. Mit der Zeit kamen immer modernere Reinigungsanlagen zum Einsatz. Das ist notwendig, da die Behälter vollständig rein und frei von Resten anderer Produkte sein müssen. Darüber hinaus unterstützt Papke seit 1991 die Werkfeuerwehr. Aufgrund dieser Tätigkeit lernte er selbst die entlegensten Winkel auf dem Firmengelände kennen.

Foto: Symrise

Dienstag, 20. August 2019 12:08 Uhr

Symrise forscht im Norden Madagaskars auf eigens angelegten Feldern zu optimalen Anbaubedingungen für Vanille. Die Ergebnisse sollen helfen, die Erträge zu steigern und die hohe Qualität sicherzustellen. Mittels partnerschaftlicher Zusammenarbeit will Symrise die Expertise aus den Versuchen mit den Farmern vor Ort teilen, um deren Einkünfte und ihre Lebensgrundlage zu verbessern.

Natürliche Vanille sicher und in hoher Qualität beschaffen und die Vanilleschoten sowie die Geschmackslösungen daraus vollständig bis zum Ursprung rückverfolgen – darauf legt Symrise großen Wert. Das Unternehmen arbeitet daher seit vielen Jahren mit Vanillebauern im Nordosten Madagaskars direkt zusammen. Mittlerweile sind es rund 7.000 Kleinbauern in 90 Dörfern. „Dank unserer engen Kooperation mit den Bauern und unserer permanenten Präsenz verstehen wir die Arbeits- und Lebensbedingungen der Farmer hier vor Ort im Detail“, sagt Alain Bourdon, Leiter von Symrise Madagaskar. „Wir wollen, dass sich diese nachhaltig bessern. Deshalb verstehen wir es als integrierten Ansatz, die Farmer und ihre Familien in ihrer Selbständigkeit zu unterstützen. Daher wollen wir die Vanille-Pflanzen, mit denen unsere Partner-Bauern arbeiten sowie die Bedingungen, unter denen sie am besten gedeihen, besser verstehen.“ Symrise setzt ganzjährig Expertenteams vor Ort ein, die eng mit den lokalen Gemeinschaften zusammenarbeiten.

Aus den Ergebnissen des Projekts will Symrise ableiten, wie sich die Vanille-Erträge und Qualitäten weiter verbessern lassen. Auch will man verstehen, wie die Bauern dieses Wissen auf ihren Vanille-Anbau übertragen und so ihren Lebensstandard anheben können. „Wir glauben an nachhaltige Wertschöpfungsketten für alle vom Ursprung bis zum Ziel. Das beginnt mit der Unterstützung der Bauern und ihrer Familien, mit denen wir zusammenarbeiten. Damit fördern wir sie, sodass sie beste Schoten produzieren. Schoten, die wir mit besten Methoden verarbeiten und beste Extrakte daraus erzeugen, die besten Geschmack für die beliebtesten Marken liefern“, sagt Yannick Leen, Direktor für die Kategorie Vanille bei Symrise.

Die Felder liegen nahe des Symrise Werks in Benavony. Im Rahmen des Projekts kombinieren Forscher verschiedene „Lebensräume“ für Vanille. Diese erstrecken sich auf ein breites Spektrum von Agro-Forst-Systemen, ein Schatten-spendendes Gewächshaus-Areal mit sorgfältig gesteuerten Parametern, wie Temperatur, Licht oder Feuchtigkeit.

Was braucht Vanille?

Zu Beginn des Forschungsprojekts 2018 legte Symrise den Fokus zunächst darauf, wie Vanille-Setzlinge optimal wachsen. Die Mitarbeiter suchten nach der optimalen Bodenstruktur im Hinblick auf z.B. Nährstoffe, Sickerfähigkeit und Luftzufuhr.

Ende vergangenen Jahres beendeten die Pflanzen ihre erste Wachstumsphase und Symrise begann damit, sie zu phänotypisieren; d.h. ihr Erscheinungsbild quantitativ zu analysieren und zu vermessen. Die Mitarbeiter vor Ort sahen sich z.B. das Wachstum der Blätter genau an.

Im nächsten Schritt ermittelten sie die optimalen Rahmenbedingungen für das Ausbilden der Blüten, wie etwa zugeführte Wassermengen, Temperaturregulierung, sowie das Schneiden der Pflanzen, um das Ansetzen der Blüten zu stimulieren.. Für das Projekt hat Symrise einen festen Mitarbeiter-Stab zusammengestellt, der den gesamten Ablauf betreut; Agrarwissenschaftler mit Erfahrung in Agroforstwirtschaft mit Fokus Regenwald unterstützen mit ihrer Expertise.

Durch das Teilen dieses Wissens mit den örtlichen Kleinbauern erhöht sich deren Ertrag der weltweit begehrten Vanille. Außerdem leistet das einen wichtigen Beitrag zu ihrer nachhaltigen Lebensgrundlage. Dies geschieht im Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen, von denen Symrise das Ziel Nummer 17 – Partnerschaften zur Erreichung der Ziele– besonders wichtig nimmt. Das Vanilleanbau-Projekt stellt dafür ein gutes Beispiel dar.

Global gehört Symrise zu den wichtigsten Lieferanten von Vanillearomen. Seit 2005 engagiert sich das Unternehmen auf Madagaskar, wo rund 80 Prozent der weltweiten Vanille angebaut werden. „Unsere Vanille-Aktivitäten vor Ort sind der beste Beweis, wie Geschäftserfolg und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen“, sagt Heinrich Schaper, Präsident der Aromen-Division bei Symrise.

Foto: Symrise

Sport
Dienstag, 20. August 2019 10:10 Uhr
Golfen und helfen Sie mit: Dem Leben zuliebe! Regionalfinale der Golf-Wettspiele in Polle zugunsten der Deutschen Krebshilfe
Dienstag, 20. August 2019 09:24 Uhr

Holzminden (red). Nach zwei sehr erfolgreichen Jahren verwandelt sich der Holzmindener Marktplatz auch in diesem Herbst wieder in eine Biathlonarena. „Die Biathlon-Deutschland-Tour“ gastiert im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntages am 27. Oktober erneut in Holzminden. Damit ist die Stadt der Düfte und Aromen 2019 wieder eine von 40 Städten, in der der weltgrößte Volksbiathlon ausgerichtet wird.

Volksbiathlon, das wird bei dieser Veranstaltung großgeschrieben, denn als Jedermannbiathlon steht hier vor allem der Spaß im Vordergrund. Die Stadtmarketing Holzminden GmbH freut sich als Veranstalterin auch in diesem Jahr auf ein unterhaltsames Kräftemessen mit jeder Menge Teamgeist und guter Laune. Ob Schülerstaffeln, Firmenteams, unternehmungslustige Freunde oder Vereinssportler - jeder ist eingeladen sich mit seiner Staffel anzumelden. Hierzu muss man keinerlei Vorkenntnisse mitbringen, sondern nur Neugier für den Sport.

Der vierköpfigen Staffel einen lustigen Namen geben und sich jetzt mit folgenden Informationen anmelden: Name, Vorname, Jahrgang, Erfahrung im Sportschießen und Laufen

Anmeldungen nimmt die Stadtmarketing Holzminden GmbH ab sofort entgegen, Tel: 05531-992960, info@stadtmarketing-holzminden.de.

Die 4 Wettkämpfer starten in der angemeldeten Reihenfolge. 

Es sind auch Einzelanmeldungen möglich. Die Teams werden dann vom Stadtmarketing in der Reihenfolge der Anmeldung zusammengestellt. Jeder Teilnehmer, der ins Finale einzieht, erhält Erinnerungsmedaillenund der Siegelstaffel des Tages winkt ein ganz besonderer Preis. Als Ehrengast von Olympiasieger Fritz Fischer erleben die Wettkämpfer ein einzigartiges Biathlonwochenende in Deutschlands „Biathlon-Mekka“, Ruhpolding und der Staffelchampion tritt im Januar 2020 in Ruhpolding im Tourfinale gegen die Staffelchampions der anderen Städte an.

Informationen unter: http://www.biathlon-tour.de/

Foto: Biathlon-Tour

 

Sonntag, 18. August 2019 06:30 Uhr

Holzminden (r). Rhythmisch-dynamische Bewegung zu Musik unterschiedlichster Stilrichtungen, ohne Schritte zu lernen, ohne das Einüben von Bewegungsfolgen, ohne Takte zu zählen, also ohne „Kopfarbeit“, das ist ENERGY DANCY®. Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“, auch die Intensität dosiert jede/r selbst. Es werden alle Muskelpartien einbezogen, Bindegewebe und Fasziennetz ideal trainiert und somit Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Koordination, Dehnfähigkeit und Körperwahrnehmung verbessert. Auf mentaler Ebene kann man sich von den üblichen Prinzipien und Anforderungen des Alltags und der Arbeitswelt loslösen.

Infos auch unter www.energydance.de) 

Schnell anmelden bei Frau Heike Grote vom Kneipp-Verein Holzminden e.V. unter 05531/989204 oder heikegrote@t-online.de, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Der Kurs findet jeweils mittwochs statt in der Zeit von 18.15 – 19.30 Uhr und zwar 6x ab 23.10.18 im Gymnastikraum der Turnhalle an den Teichen im Obergeschoss.

Foto: Symbolbild

Panorama
Sonntag, 28. Juli 2019 10:02 Uhr
Ehrenamtliche für den Besuchsdienst gesucht: Menschen helfen Menschen
Donnerstag, 11. Juli 2019 13:26 Uhr

Niedersachsen (red). Mehrweggeschirr aus Bambus wird als nachhaltige Alternative zu Einwegtellern, -schalen und -bechern beworben. Ob bei der Gartenparty, beim Grillen oder Cam-ping – gerade im Sommer kommt es immer öfter zum Einsatz. Was viele Verbraucher jedoch nicht wissen: Das Geschirr enthält auch Kunststoffe, die unter bestimmten Bedingungen gesundheitsschädlich sind. Die Verbraucherzentrale Niedersachen gibt Tipps, was bei der Nutzung zu beachten ist. 

Aus nachwachsenden Rohstoffen, recycelbar und natürlich – so wird Bambusgeschirr oft präsentiert. Was dabei gern verschwiegen wird: Die bunten Teller, Becher und Schüsseln enthalten neben Bambus auch Kunststoff. „Insbesondere Melamin- oder Harnstoff-Formaldehyd-Harze dienen als formgebende Bestandteile – zerkleinerte Bambus-, Mais- oder Speisestärke wird vielfach nur als Füllstoff zugesetzt“, erklärt Dr. Janina Willers, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Eine Kennzeichnungspflicht gibt es leider nicht. Ob die Stoffe enthalten sind und wie hoch der Bambusanteil ist, können Verbraucher meist nicht erkennen.

Melaminharz kann unter bestimmten Bedingungen – etwa bei langer Einwirkung von Hitze und Säure – seine Bausteine Formaldehyd und Melamin an Lebensmittel abgeben. Im Frühjahr 2019 mussten bereits verschiedene Händler ihr Bambusgeschirr deshalb zurückgerufen. Denn: Melamin kann zu Nierenschädigungen führen, eingeatmetes Formaldehyd wird als krebserregend eingestuft. „Für Kinder, die von dem oft bunten Bambusgeschirr besonders angesprochen werden, ist das gesundheitliche Risiko nicht zu unterschätzen“, so Willers. 

Worauf sollten Verbraucher achten?

Bis 70 Grad Celsius gilt Kunststoff als stabil. Daher sollte Bambusgeschirr nicht für heiße Getränke oder Suppe genutzt werden. Von der Verwendung in der Mikrowelle oder im Ofen ist dringend abzuraten. Wer unterwegs nicht auf seinen Coffee-to-go verzichten möchte, greift besser zu hitzebeständigen Bechern aus Edelstahl, Glas, Polypropylen (PP) oder Porzellan. Auch bei Kochlöffeln, Pfannenwendern und Kellen sollten Produkte aus Melaminharzen gemieden werden.

Foto: Symbolbild

Donnerstag, 27. Juni 2019 10:22 Uhr

Niedersachsen (red). Die Einwohnerzahl Niedersachsens dürfte sich bei Fortsetzung der gegenwärtigen demografischen Entwicklung innerhalb der kommenden gut 40 Jahre um circa sieben Prozent verringern. Dies ist das Resultat der mittleren Variante der 14. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Entsprechende Ergebnisse liegen nun für alle Bundesländer vor. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, zählte Niedersachsen am 31.12.2018 knapp 8 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Ende 2060 würden dann noch rund 7,5 Millionen Menschen in Niedersachsen leben. Das wären etwa 500.000 Personen weniger als aktuell, so viele wie zuletzt 1991.

Der berechnete Bevölkerungsrückgang ist darauf zurückzuführen, dass das sich fortlaufend vergrößernde Geburtendefizit zukünftig nicht durch den Wanderungssaldo ausgeglichen werden dürfte. Ab 2028 übersteigt demnach die Zahl der Sterbefälle die Zahl der Lebendgeborenen dauerhaft um 30.000 bis 40.000 pro Jahr. Demgegenüber steht eine langfristige jährliche Nettozuwanderung von etwa 21.000 Personen.

Die Altersstruktur der niedersächsischen Bevölkerung verschiebt sich danach weiterhin zu Ungunsten der Personen im Erwerbsalter. Der Anteil der 20- bis unter 65-jährigen Personen an der Gesamtbevölkerung fällt bis 2060 von 59 auf 52%. Währenddessen steigt der Anteil der Personen, die 65 Jahre und älter sind, von 22 auf 29%. Die Altersgruppe der unter 20-Jährigen verzeichnet einen leichten Rückgang von 19 auf 18%.

Montag, 03. Juni 2019 11:45 Uhr

Hannover (r). Zu der Ankündigung von Andrea Nahles, als Parteivorsitzende der SPD und als Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion zurückzutreten, erklärt Stephan Weil, Landesvorsitzender der SPD Niedersachsen:

„Der angekündigte Rücktritt von Andrea Nahles verdient großen Respekt und Anerkennung. Andrea Nahles war bereit, in einer sehr schwierigen Situation die Gesamtverantwortung für die SPD zu übernehmen. Dieser Aufgabe ist sie mit höchstem Einsatz und Engagement nachgekommen und hat dabei unbestreitbare Erfolge erzielt. Dass zugleich der Zuspruch für die SPD bei den unterschiedlichen Wahlen in den letzten Monaten enttäuschend gewesen ist, ist von der gesamten politischen Führung der SPD zu vertreten und keineswegs allein von der Partei- und Fraktionsvorsitzenden.

Die Ereignisse der letzten Woche haben noch einmal vor Augen geführt, welche Aufgaben vor der SPD liegen. Anstelle von destruktiven Personaldebatten sind politisch-inhaltliche Klärungen notwendig, die dann wiederum Grundlage von Personalentscheidungen sein müssen. Durch ihren Rücktritt macht Andrea Nahles dafür den Weg frei – es ist nun an der SPD insgesamt zu beweisen, dass sie aus Fehlern zu lernen vermag. Deutschland braucht mehr Zusammenhalt und dafür eine starke SPD mit einem klaren Profil.

Die niedersächsische SPD und ich persönlich danken Andrea Nahles herzlich für ihre jahrzehntelangen Beiträge für die Politik der SPD, aber auch die Bundesrepublik insgesamt. Wir hoffen, dass wir auch in Zukunft auf sie zählen können.“

Foto: Pixabay License

Sonntag, 22. Juli 2018 07:00 Uhr

Hannover (r). Der NABU Niedersachsen bittet Naturfreunde wegen des trockenen und heißen Wetters jetzt Vogeltränken aufzustellen. Vögel leiden unter dem Wassermangel. Es ist daher wichtig, den Tieren im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon eine Trinkgelegenheit anzubieten.

„Die Vögel leiden jetzt unter dem Wassermangel“, sagt Ulrich Thüre, Pressesprecher NABU Niedersachsen. „Die wenigen verbliebenen natürlichen Wasserstellen sind bereits ausgetrocknet. Pfützen gibt es gar nicht mehr, sogar in manchen Gräben steht nur wenig Wasser.“ Es sei daher sehr wichtig, den Tieren Vogeltränken anzubieten, ganz gleich, ob im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon.

Damit sich die gute Tat aber nicht ins Gegenteil verkehrt, ist folgendes zu berücksichtigen: Zunächst muss darauf geachtet werden, dass das Wasser sauber bleibt. Allzu schnell können sich sonst Salmonelle, Trichomonade & Co. vermehren. „Täglicher Wasserwechsel, Ausspülen und Sauberwischen gehören zum Pflichtprogramm des verantwortungsvollen Vogelfreundes“, so Thüre.

In der Vergangenheit breiteten sich Trichomonaden, ein Parasit, sich unter den Vögeln aus und tötete vor allem Grünfinken. Im niedersächsischen Raum wie auch in Schleswig-Holstein starben hunderte Vögel an 'Trichomonas gallinae', winzigen einzelligen Geißeltierchen, die auch an kleinen Wasserstellen im Trinkwasser der Vögel herumschwimmen. Allerdings sollte keine Chemie zur Desinfektion der Vogeltränke verwendet werden, kochendes Wasser reicht vollkommen aus. Als Alternative können auch zwei Wasserschalen abwechselnd benutzt werden. „Wenn eine Tränke 24 Stunden, am besten in der Sonne, trocken steht, sind die Parasiten tot“, erklärt Ulrich Thüre.

„Vogelbäder gibt es im Gartenhandel. Eine flache Schüssel, ein Blumentopf-Untersetzer oder ein Suppenteller tun es aber auch“, rät der Vogel-Experte. Wichtig ist, dass die Tränke auf einem gut einsehbaren Platz nicht in unmittelbarer Nähe von Büschen eingerichtet wird. Sonst kann es passieren, dass ein 'Stubentiger' der fröhlichen Badeschar ein jähes Ende bereitet.

„Übrigens baden Vögel auch gerne im Sand, das hilft ihnen gegen Parasiten. Wer nur einen gepflasterten Hof hat, kann dort auch ein Sandbad in einer flachen Schale einrichten“, gibt Thüre noch einen Tipp. Weitere interessante Infos bietet die NABU-Broschüre 'Vögel im Garten', zu beziehen gegen Einsendung von fünf 70-Cent-Briefmarken bei:

NABU Niedersachsen
Stichwort 'Vögel im Garten'
Alleestr. 36
30167 Hannover

Foto: NABU /Gerhard Sardemann

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