Top 5 Nachrichten der Woche
Region Aktiv
Freitag, 20. September 2019 10:02 Uhr
Die Welt der Kaffee-Bohnen - Kleines Kaffeeseminar mit der Kaffeerösterei Kaffeelino Fredelsloh am 18. Oktober in Holzminden
Freitag, 20. September 2019 09:30 Uhr

Holzminden (r). Das diesjährige Weltkindertagsfest findet am Freitag, den 20. September 2019 in der Zeit von 15 bis 18.30 Uhr unter dem Motto „Wir Kinder haben Rechte!“ an der Lutherkirche in Holzminden statt. Um an das 30-jährige Bestehen der UN-Kinderrechtskonvention zu erinnern, hat das Organisationsteam aus Stadt Holzminden, Evangelischer Jugend und Diakonie im Kirchenkreis Holzminden-Bodenwerder, Kreisjugendpflege, Sportjugend Holzminden und Kinderschutzbund Holzminden eine besondere Aktion vorbereitet, die „Kinderrechte-Rallye“. Der Weltkindertag 2019 soll genutzt werden, um gemeinsam öffentlich auf die Kinderrechte aufmerksam zu machen. 

Bei freiem Eintritt und kostenlosen Mitmachaktionen sind Kinder und Familien dazu eingeladen, anlässlich des Weltkindertages fröhlich miteinander zu feiern. Eine Vielzahl von Einrichtungen und Vereinen aus Holzminden beteiligen sich wieder mit abwechslungsreichen und interessanten Angeboten. 

Kräftig austoben können sich die Kinder beim Spielmobil der Evangelischen Jugend. Beim Kinderschutzbund, der Sportjugend Holzminden sowie am Stand der Kita der Lebenshilfe können Buttons gestaltet werden. Das „zauberhafte Kinderschminken“ wird in diesem Jahr wieder von der Kita Birkenweg angeboten. Die Teams des Kinderhortes Sollingstraße und des Jugendzentrums Holzminden gestalten Schilder zum Thema Privatsphäre. Kreativ ausprobieren können sich die Kinder außerdem an den Ständen der Kita „Grashüpfer“, dem Verein Kinderbetreuung e.V., der Kita St.Josef, der Kita „Regenbogen“ und am Knet-Tisch des Landkreis-Projektes „Frühe Hilfen“. Bei den Angeboten der Kitas Südstadt und Bahnhofstraße können die Kinder ihre Wahrnehmung und Geschicklichkeit üben, „Schiffe aus Poolnudeln“ werden mit der Kita Michaelisplatz gebaut. Der Pflegekinderdienst und die Kreisjugendpflege des Landkreises Holzminden gestalten Turnbeutel, die Kita St. Pauli lädt alle Kinder ein, Gesellschaftsspiele zu spielen, das Diakonische Werk beschäftigt sich mit „Gesunder Ernährung“, selbstverständlich mit Probiermöglichkeit, und die „Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe“ bietet internationales Fingerfood an. 

Das Bühnenprogramm eröffnet nach der offiziellen Begrüßung der ADTV Tanztreff Janzen mit einer Kindertanzaufführungen. Danach folgen die Zumba Kids, der Bauchredner Kicha- Micha und der MTV 49 Holzminden mit einer Tanz Aufführung. Den Abschluss bilden die Zirkuskids Holzminden von „Zimt und Zucker“. Für das leibliche Wohl sorgen die Frauen vom DRK mit ihrem Waffel- und Kaffeestand sowie die Evangelische Jugend mit einem Getränkestand und dem „Mobilen Holzofen“, in dem wieder frische Pizzen gebacken werden. Die kleinen und großen Besucherinnen und Besucher können sich also auf einen spannenden Nachmittag mit viel Bewegung und Spaß freuen. Weitere Informationen gibt es unter der Telefonnummer 05531/8138680.

Foto: Stadt Holzminden

Donnerstag, 19. September 2019 13:31 Uhr

Holzminden (r). Die Mobilität von Menschen mit Beeinträchtigungen ist der NordWestBahn ein wichtiges Anliegen. Der Bahnhof Holzminden ist allerdings noch nicht komplett barrierefrei ausgebaut. Das hat zu vielen Diskussionen in den vergangenen Monaten geführt. Auch der niedersächsische Landtag hat sich mit dem Thema beschäftigt. Bis zur Fertigstellung des barrierefreien Umbaus des Bahnhofs Holzminden haben die NordWestBahn und die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) eine Zwischenlösung entwickelt, um Reisenden mit körperlichen Einschränkungen die Mitfahrt zu ermöglichen.

Um etwa den Zustieg von Rollstuhlfahrern in den Zug zu sichern, sind in allen Zügen der NordWestBahn Einstiegshilfen vorhanden, die einen niveaugleichen Übergang von 55 beziehungsweise 76 Zentimeter hohen Bahnsteigen ermöglichen. In Holzminden beträgt die Fußbodenhöhe des Mittelbahnsteigs zurzeit allerdings noch 38 Zentimeter. Dieser große Höhenunterschied kann aus Sicherheitsgründen nicht mit dieser Rampe überbrückt werden, der Winkel wäre zu steil, die Gefahr, dass der Rollstuhl kippen könnte zu hoch.

Für die Reise mit der RB 84 „Egge-Bahn“ von und nach Holzminden gilt folgende Zwischenlösung: Bis zur Fertigstellung des Umbaus des Mittelbahnsteigs in Holzminden durch die Deutsche Bahn im Jahr 2022 werden mobilitätseingeschränkte Reisende gebeten, den Bahnhof Lüchtringen, für den auch taktile Leitstreifen für Sehbehinderte vorgesehen sind, zu nutzen. Die NordWestBahn kümmert sich um den Transport zwischen Lüchtringen und Holzminden. Reisende werden gebeten, ihre Fahrt vorher über die Service-Hotline oder per E-Mail bei der NordWestBahn anzumelden. Natürlich helfen auch kurzfristig die Kundenbetreuer in den Zügen weiter.

Die NordWestBahn bittet Personen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, sich so früh wie möglich vor Fahrantritt unter der Telefonnummer 01806 600161 (20 ct/Anruf aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk max 60ct/Anruf) oder unter der Telefonnummer 0180 6 512512 der bundesweiten Mobilitätsservice-Zentrale der Deutschen Bahn (Festnetz: 20 ct/Anruf, Mobilfunk max. 60 ct/Anruf) zu melden. Reservierungen sind wochentags bis 17 Uhr am Vortag des Fahrantritts möglich. Anmeldungen für samstags und sonntags werden nur bis freitags 17 Uhr entgegengenommen. Möglich ist auch eine Anmeldung über das Kontaktformular auf der Internetseite www.nordwestbahn.de

Foto: Archiv

 

Donnerstag, 19. September 2019 11:16 Uhr

Holzminden (r). Eines der Ziele von Unterricht an Schulen ist die Integration von Schülerinnen und Schülern mit unterschiedlichen Migrationserfahrungen, um das friedliche Zusammenleben von Kulturen zu unterstützen und zu fördern. Hierzu haben wir Herrn Fischer und Herrn Dr. Eichelberg eingeladen. Die Projektgruppe von Herrn Fischer hatte bereits 2013 und 2015 in unserer Schule im Rahmen einer Wanderausstellung vorgetragen. Gefördert wird dieses Projekt durch das Bundesministerium des Inneren (BMI) in Berlin. Organisiert wurde das Projekt am Campe von Oberstudienrat Haas, Fachobmann für Geschichte.

Der Vortrag skizzierte die Rolle der Deutschen, die als Kolonisten im 18. Jahrhundert an die Wolga kamen, nachdem Sie von Zarin Katharina II. (die Große) durch ihr Manifest 1763 zur Siedlung in Russland angeworben wurden. Die Deutschen bildeten in Russland eine nicht unbeachtete Minderheit im Vielvölkerstaat. Bis zum Ersten Weltkrieg lebten in Russland um die 2,5 Mio Deutsche, die sich auf die Untere Wolga, das Schwarzmeergebiet, das Baltikum, Wolhynien und um St. Petersburg verteilten. 

Der erste Weltkrieg wurde zur Zerreißprobe der deutsch-russischen Kultur in Russland selbst. In Moskau kam es im Mai 1915 zu antideutschen Pogromen und die Deutschen standen unter dem Generalverdacht der Spionage.

Die Russische Revolution vermochte es zwar nicht, die wohlhabenden und streng religiösen Wolgadeutschen für die sozialistische Utopie zu gewinnen, aber kein geringerer als Stalin, 1917 noch Volkskommissar unter Lenin, trieb die Autonomierechte der Deutschen voran. Diesen gestand dann am 19. Oktober 1918 Lenin per Dekret die Gründung der Arbeitskommune (tatsächlich autonomes Gebiet) der Wolgadeutschen zu. Tatsächlich brauchten Stalin und Lenin die Getreideproduktion der Wolgadeutschen für die Versorgung der beiden Revolutionszentren Moskau und Petrograd.

Die Sowjetmacht unter Stalin erhoffte sich vom hohen wirtschaftlichen und kulturellen Stand der Siedler entscheidende Anstöße für den Aufbau der UdSSR. Die stärker werdende Diktatur unter der Alleinherrschaft Stalins konnte die autonomen Minderheiten aus ideologischen Gründen in der Sowjetunion nicht gewähren lassen und die Grundhaltung des Kommunismus zur Religion und dem Eigentum sowie der Plan zur Zwangskollektivierung der Landwirtschaft standen dem Autonomiegedanken der Wolgadeutschen diametral entgegen.

Schlussendlich mit dem Überfall der Wehrmacht auf die UdSSR galten die Deutschen in Russland offiziell als Feinde und wurden innerhalb der Sowjetunion vor allem nach Osten, nach Sibirien und in das Altaigebirge vertrieben. Dies ging mit Zwangsarbeit einher und die ehemals deutschen Orte wurden umbenannt.

Seit der Ost-Westentspannung, bereits 1971-1982, beginnt die Ausreise der Russlanddeutschen nach Deutschland zurück. Diese Bewegung verstärkt sich während Glasnost und Perestroika, als 1987 die Ausreisemöglichkeiten aus der UdSSR gesetzlich gelockert werden. Verstärkt wurde dieser Prozess durch die Absage Jelzins 1992 an deutsche Autonomiepläne innerhalb Russlands.

In der Bundesrepublik gilt heute die Integration der Russlanddeutschen als weitgehend gelungenes Beispiel gelebter Integration. Die Ausstellung hat die tiefgründigen deutsch-russischen Beziehungen in drei Jahrhunderten offengelegt und schülergerecht aufbereitet. 

Dank gilt Herrn Fischer und Herrn Dr. Eichelberg für die gelungenen zwei Schulstunden.

Donnerstag, 19. September 2019 06:30 Uhr

Holzminden (r). Auch der diesjährige Kreisjugendtag des Kreisschützenverbandes Holzminden stand unter der Aktion „Ziel im Visier“. Kreisjugendleiter Michael Feist hatte alle Jungschützen des Kreisschützenverbandes in das Schützenhaus nach Deensen eingeladen. Geschossen wurde mit dem Luftgewehr -Freihand und – Auflage, sowie mit dem Lichtpunktgewehr. 10 Wertungsschüsse mussten abgeben werden. Gewertet wurde der „Beste Teiler“. Das Ganze hatte einen hohen Anreiz, denn es standen auch in diesem Jahr wieder hochwertige Sachpreise zur Verfügung. Jeder der Jugendlichen gab sich Mühe vor den Scheiben eine ruhige Hand und ein gutes Auge zu haben, denn nur ein guter Zentrumsschuss brachte den Sieg.

Kreisjugendleiter Michael Feist freute sich über die zahlreiche Teilnahme, 49 Jungschützen Luftgewehr -und 8 Lichtpunktschützen-. Der Kreisjugendleiter wurde von seiner Stellvertreterin Sandra Simone Sprötke, dem EDV Referenten Matthias Sprötge, Kreisschießsportleiter Bernd Schwarzer und Mitgliedern des SV Deensen unterstützt. Feist begrüßte vor der eigentlichen Siegerehrung nochmals alle anwesenden Jugendlichen und deren Begleiter. Er bedankte sich bei allen, die trotz des sehr sommerlichen Wetters am Kreisjugendtag teilgenommen haben. Viele schöne Sachpreise standen auch in diesem Jahr zur Auswahl bereit, alle Teilnehmer haben einen Preis erhalten. „Sagt es den Schützen, die heute nicht hier waren weiter, wie schön es ist auf wertvolle Preise zu schießen, vielleicht kommen sie im nächsten Jahr mit zum Kreisjugendtag“, so Feist. Großes Lob wurde auch an die gesamte Organisation, das Bewirtungspersonal des Schützenvereins Deensen ausgesprochen, alles lief einfach hundertprozentig. Pünktlich zum angegebenen Zeitpunkt nahm der Kreisjugendleiter und seine Helfer die Siegerehrung vor. Nach einander konnten die Schützen und Schützinnen sich ihren Preis abholen.

Im Lichtpunktschießen siegte Max Prangenerg, BSGi Lenne mit 52 Teiler vor Lara Möller, SV Daspe/Hehlen, 114 T. und Felix Brunotte, BSGi Lenne, 165 T.

In der Wertung Auflage –Offene Klasse- setzte sich Lara Jansen, SV Holzen, 11,10 Teiler (T) vor Frederick, Langer, SC Grünenplan, 51,90 T. Jannik Burose, BSGi Stadtoldendorf, 64,30 T, Vincent Adler, SC Grünenplan, 68,10 T und Colin Hartmann,, SGi 1961 Golmbach, 72,00 T folgten auf den weiteren Plätzen In der Wertung Freihand -Offene Klasse- gelang Jesko Meyer, 59,40 T, sich vor Merle Krause, 74,70 T, Jan-Cedric Berg, 78,60 T, Malte Gutacher, 79,00 T, alle SV Dielmissen an die Spitze zu stellen. Die Schützen des SV Dielmissen nahmen erstmalig an einem Kreiswettbewerb teil und gleich erfolgreich. Teiler 112,00 schoss Anne Hoffmann vom SV Holzen. 

Pokale

Die Mannschaft LG-Freihand vom SV Dielmissen mit Merle Krause, André Koch und Tom Ebeling errangen mit 155 Ring den Kreisjugendleiterpokal gest. von Bernd Schwarzer. Der Wanderpokal gest. Robert Hartmann sen. geht an die LG -Auflage-Mannschaft SC Grünenplan mit den Schützen Merret Mundt, Frederick Langer, und Vincent Adler mit 270 Ring. In der Einzelwertung gehen die Pokale im Schülerbereich an Maja Schoppe, BSGi Lenne, an Karina Meiselbach vom SV Holzen im Jugendbereich und an Can Esben Rahmann, SV Deensen

Foto: Loges

Blaulicht
Mittwoch, 11. September 2019 09:01 Uhr
Kanaldeckel aus Straße gehoben
Mittwoch, 04. September 2019 15:23 Uhr

Holzminden (red). Gegen 12:40 Uhr wurde die Feuerwehr Holzminden alarmiert, nachdem ein qualmender Baumstumpf gemeldet wurde. Mit zwei Fahrzeugen und zehn Einsatzkräften fuhr die Feuerwehr in die Steinbreite, wo sich in Höhe des Parkplatzes der Baumstumpf befindet. Dieser wurde mit einer Kübelspritze Wasser abgelöscht. Nach rund 15 Minuten konnte der Einsatz beendet werden, wie die Feuerwehr Holzminden auf Nachfrage mitteilte.

Montag, 02. September 2019 11:12 Uhr

Kreis Höxter (r). Die beiden abgängigen Mädchen aus einer Jugendeinrichtung in Marienmünster konnten nach einem Zeugenhinweis gestern gegen 16.00 Uhr in Bad Driburg in der Schubertstraße durch die Polizei aufgegriffen werden. Sie wurden zur Polizeiwache in Bad Driburg gebracht und dort Mitarbeitern der Jugendeinrichtung übergeben.

Sonntag, 01. September 2019 09:24 Uhr

Lauenförde (red). Aus unbekannter Ursache kam es auf der Würgasser Straße kurz vor dem REWE-Markt in Lauenförde in Richtung Würgassen zu einem Unfall mit einem Rollerfahrer, welcher noch an der Unfallstelle verstarb. Laut Zeugeninformationen soll sich der Unfall bei langsamer Fahrt ereignet haben. Andere Verkehrsteilnehmer sollen nicht in den Unfall involviert worden sein. Der Rettungsdienst aus Beverungen und ein Notarzt des Kreises Höxter haben noch versucht, die Person wiederzubeleben. Die Person verstarb jedoch wenig später am Einsatzort. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache übernommen. Die Freiwillige Feuerwehr aus Lauenförde wurde hinzugerufen, um für die polizeilichen Ermittlungen einen Sichtschutz um die verstorbene Person herum aufzubauen.

Foto: red

Mittwoch, 28. August 2019 12:40 Uhr

Holzminden (r). Im Zeitraum von Dienstag, 27. August, 19.15 Uhr, bis Mittwoch, 28. August, 00.55 Uhr, wurde in eine Bäckerei in der Fürstenberger Straße eingebrochen und zwei Tresore entwendet. Wie die Polizei feststellte, versuchten vermutlich mehrere Täter zunächst über ein im hinteren Bereich der Bäckerei gelegenes Fenster in die Bäckerei zu gelangen. Nachdem dieses misslang hebelten sie die Tür des Lieferanteneingangs auf und gelangten so in die Bäckerei. Nachdem sie anschließend eine weitere Bürotür aufhebelten, gelangten sie zu zwei Tresoren, welche sie samt Inhalt mitnahmen. Der Gesamtschaden beläuft sich auf mehrere tausend Euro. Die Polizei bittet mögliche Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge in dem Bereich bemerkt haben, oder sonst sachdienliche Hinweise geben können, sich mit der Polizei in Holzminden unter 05531 / 9580 in Verbindung zu setzen.

Politik
Freitag, 20. September 2019 09:53 Uhr
Neues Schuljahr-Alte Probleme - Schulpolitischer Stammtisch am 25. September
Mittwoch, 11. September 2019 13:48 Uhr

Holzminden (fw). Bereits seit 1996 existiert die Idee eines „Duftmuseums“, ins Leben gerufen durch die Bürgerstiftung Holzmindens. Anfang April dieses Jahres ging das Projekt in die konkretere Planung. Bis dato ist viel diskutiert, abgewogen, abgelehnt und befürwortet worden. Selten wurde ein Projekt dieser Größe in solch einem Umfang, nicht nur von den Ratsmitgliedern, sondern auch von vielen engagierten Bürgern der Stadt, hitzig behandelt und angepackt.

Die Umsetzung des knapp vier Millionen Euro kostspieligen Projekts wurde zunächst in diversen Ausschüssen besprochen und im Juni dieses Jahres einstimmig vom Stadtrat angenommen. Bis zum 30. September 2022 laufen diese Fördergelder aus und der Bau muss bis dahin fertiggestellt sein. Mit dem Förderprogramm der NBank, dessen Ziel die Förderung von kleineren und mittleren Unternehmen durch die Umsetzung touristischer Maßnahmen ist, könnten bis zu 60 Prozent der Investitionskosten gedeckelt werden.

Die weitere Planung verlief zunächst ohne Umstände, erst Mitte August die niederschlagende Nachricht aus dem Baudezernat: Mehrere Büros hätten die Stellenausschreibung für den gesuchten Projektsteurer abgelehnt. Die Stadt habe keine Angebote bekommen. Die Absagen hätten laut Aussagen von Wolff mit dem eng besetzten Zeitplan zu tun. „Man könne kein bindendes Angebot erstellen“, hieß es auf Seiten der Verwaltung. Die Zeit rennt davon, das Projekt kippelte.

Nun aber doch ein heller Moment. In der gestrigen Ratssitzung wurde mehrheitlich mit 18 zu 9 Stimmen dem Leuchtturmprojekt erneut zugestimmt, es werde weitergekämpft, geplant und an einer Fördermittelunterstützung gearbeitet. Ein Rettungsplan wurde innerhalb kürzester Zeit fraktionsübergreifend und in Zusammenarbeit mit der Verwaltung ausgearbeitet. „Der Rat und die Verwaltung hat Mut gezeigt, so ein Projekt in die Hand zu nehmen. Vergleichsweise mit der anderen Seite der Weser, muss in Holzminden ein Akzent gesetzt werden“, erklärt Ratsmitglied Uwe Schünemann (CDU). Der neue Impuls sei aus der Bürgerschaft Holzmindens mit privaten Spenden gekommen, noch gebe es die Chance auf eine Fördersumme von bis zu 2 Millionen Euro, macht Schünemann weiter deutlich.

Beschlossen wurde, dass der Förderantrag zum Bau bis zum 31. Januar bei der NBank eingereicht wird, um voraussichtlich im 3. Quartal 2020 einen Förderbescheid zu erhalten. Ebenfalls lautete der Ratsbeschluss, dass die Bürgerschaft zur Erstellung der Unterlagen für den Förderantrag beratend zur Seite steht. Eine Projektgruppe aus Vertretern der Bürgerschaft, der Verwaltung und des Rats besteht. Ein Architekturbüro wird zur Kostenberechnung des Gebäudes beauftragt, ebenso wird eine Architektenstelle im Stellenplan 2020 ausgewiesen. Das Büro MuseoConsult wird weiterhin mit der inhaltlichen Bearbeitung beauftragt sowie mit der Begleitung der ersten drei Leistungsphasen. Die Projektgruppe muss einen geeigneten Standort vorschlagen, der von der Verwaltung bis Ende September beschlossen werden muss. 150.000 Euro werden zunächst im Haushalt bereitgestellt.

Doch auch kritische Äußerungen zum Projekt wurden in der gestrigen Sitzung deutlich, so gab es Bedenken der Grünen zur juristischen Sicherheit und zur Einhaltung des Zeitplanes. Viele Fragen seien noch offen, brachte Alexander Tietze (Grüne) an. Auch würden andere Projekte darunter leiden, weil sie nicht zu Ende gebracht werden würden. Im Vordergrund stünden doch eigentlich die Schulen und Kitas der Stadt.

„Wer heute dagegen stimmt, tötet das Projekt und stimmt somit gegen eine zukünftige Attraktivität der Stadt“, ermahnte Peter Matyssek (CDU) seine Ratskollegen kurz vor der Abstimmung. Eine Einheit zu diesem Projekt im Rat, so wie sie noch am Anfang des Jahres bestand, war gestern nicht mehr zu spüren. Gut eine Stunde wurde diskutiert und dem Antrag letztendlich mit nur Zweidrittelmehrheit zugestimmt.

Es wird sich zeigen, wie es mit dem „Leuchtturmprojekt Erlebniswelt“ weitergeht und ob es zu einer Umsetzung bis 2022 kommt.

Foto: sl

Samstag, 07. September 2019 10:45 Uhr

Holzminden (r). Das SPD-geführte Niedersächsische Kultusministerium hat für das Jahr 2020 die Ausschreibung von 45 zusätzlichen Stellen für SchulsozialarbeiterInnen an Grundschulen und Gymnasien in ganz Niedersachsen angekündigt.

Sabine Tippelt erklärt dazu: „Der Landkreis Holzminden erhält ab 2020 insgesamt 3 zusätzliche Vollzeitstellen. Diese werden auf die Grundschulen in Bodenwerder, Eschershausen, Lauenförde und Delligsen verteilt. Insgesamt erhält jede Schule somit eine Dreiviertel-Stelle. Das sind richtig gute Nachrichten für die Schulen und unsere Schülerinnen und Schüler.“

Von den 45 zusätzlichen Stellen für die schulische Sozialarbeit ab 2020 entfallen niedersachsenweit 35 Vollzeiteinheiten auf Grundschulen und 10 auf Gymnasien. Der Schwerpunkt der Verteilung liegt dabei auf Schulen im ländlichen Raum.

„Das Land Niedersachsen beschäftigt mittlerweile mehr als 1.000 sozialpädagogische Fachkräfte an öffentlichen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen, die mit ihrer engagierten Arbeit einen immens wichtigen Beitrag zur Chancengerechtigkeit in unserem Land leisten. Sie ermöglichen Bildungsteilhabe und soziale Integration und entlasten die Schulleitungen und Lehrkräfte vor Ort“, so Sabine Tippelt.

„Wir werden den Ausbau der Schulsozialarbeit für alle Schulformen auch in den kommenden Jahren konsequent fortsetzen, weil wir der festen Überzeugung sind, dass in unserem Schulsystem kein Kind zurückgelassen werden darf. Insbesondere der Einsatz von multiprofessionellen Teams aus LehrerInnen, SozialpädagogInnen, SozialarbeiterInnen und anderen Fachkräften wird dabei weiterhin eine entscheidende Rolle spielen“, beschreibt Sabine Tippelt die bildungspolitischen Schwerpunkte der SPD-geführten Landesregierung.

Wirtschaft
Dienstag, 17. September 2019 11:08 Uhr
Roxy Holzminden: Das neue Kinoprogramm
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Dienstag, 10. September 2019 12:29 Uhr

Gut gegen Nordwind FSK ab 0 freigegeben

Ein falsch gesetzter Buchstabe und schon landet die E-Mail von Emma Rothner (Nora Tschirner) unbeabsichtigt bei Leo Leike (Alexander Fehling), einem Linguisten, statt beim vorgesehenen Empfänger. Leo antwortet. Ein Austausch nimmt seinen Lauf, der lustig und immer persönlicher wird. Weil sich die beiden nicht kennen, sie also keinen Gesichtsverlust befürchten müssen, vertrauen sie aneinander intime Dinge an. Emma und Leo schließen eine digitale Freundschaft und wollen es dabei belassen. Aber irgendwann sind da Schmetterlinge in den Bäuchen und jedes „Pling“ im Mail-Postfach scheucht sie auf. Vielleicht sollten sie sich doch treffen? Andererseits ist Emma mit Bernhard (Ulrich Thomsen) verheiratet und Leo hängt immer noch an seiner Ex-Freundin Marlene (Claudia Eisinger) … Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Daniel Glattauer aus dem Jahre 2006.

Angry Birds 2 FSK ab 0 freigegeben

Die Angry Birds stürzen sich in ein neues Abenteuer: König Mudbeard, der Herrscher der Bad Piggies, will sich an den Angry Birds rächen, nachdem sie in einem früheren Kampf seine Heimat zerstört haben, um ihre Eier zurückzugewinnen. Doch schon steht mit dem mysteriösen lila Vogel Zeta (Christiane Paul), ein neues Problem auf dem Plan. Auf einer abgelegenen, bisher unentdeckten Polarinsel ist sie ihres Lebens müde geworden und droht nun anderen mit ihren Eroberungsplänen. Daher müssen sich die ungläubigen Vögel Red (Christoph Maria Herbst), Chuck (Axel Stein), Bombe (Axel Prahl) und Mächtiger Adler (Smudo) widerwillig mit den verfeindeten Schweinen verbünden und ein Superteam mit allerlei technischen Tricks zusammenstellen, um ihre Heimat zu retten. Dabei ist es gar nicht so einfach, alle Gräben zu überwinden und nach all den Kämpfen plötzlich an einem Strang zu ziehen... Fortsetzung zur animierten Handyspiel-Adaption "Angry Birds - Der Film".

Filmkunsttag: Die Wiese

Der auf Naturfilme spezialisierte Regisseur Jan Haft befasst sich in seinem neuesten Dokumentarfilm mit der Vielfalt von Flora und Fauna auf deutschen Wildwiesen. Nirgendwo gibt es mehr Farben zu sehen, als auf einer blühenden Wiese im Sommer. Hier tummeln sich täglich die verschiedensten Arten von Vögeln, Insekten und anderen Tieren zwischen den Gräsern und Kräutern der Wiese. Diese Vielfalt macht die bunte, saftige Sommerwiese zu einer faszinierenden Welt, in der ein Drittel unserer heimischen Pflanzen- und Tierarten sein zuhause hat. Jan Haft ermöglicht mit hohem technischem Aufwand, nie da gewesene Bilder. So begleitet er zum Beispiel ein junges Reh, das sich sowohl im Waldrand als auch auf der Wiese wohlfühlt und den Zuschauer an seinen Abenteuern teilhaben lässt. Obwohl jeder meint, die Wiesen Deutschlands zu kennen, zeigt der Filmemacher, wie viele Überraschungen eine scheinbar einfache Weide bereithalten kann.

Fotos: Roxy

Dienstag, 10. September 2019 11:10 Uhr

Holzminden (r). Dr. Ulrich Stiebel feiert am 10. September seinen 70. Geburtstag. Gemeinsam mit seinem Bruder Frank Stiebel war er bis 2014 Inhaber der Unternehmensgruppe STIEBEL ELTRON, die deren Vater Dr. Theodor Stiebel - der in diesem Jahr 125 Jahre alt geworden wäre - 1924 gegründet hat. 2014 hat Dr. Ulrich Stiebel die Stiebel Familienstiftung errichtet und seine Unternehmensanteile auf die Stiftung übertragen. Er ist Vorstand der Stiftung und Mitglied des Stiftungskuratoriums. In der neuen Beteiligungsstruktur wird die Unternehmensgruppe damit von der Stiebel Familienstiftung sowie Frank Stiebel zu gleichen Teilen gehalten.

Zudem sind Frank und Ulrich Stiebel Mitglieder des Aufsichtsrates der Gruppe, während das operative Geschäft in den Händen zweier Geschäftsführer liegt. Die Gruppe hat 2018 einen Nettoumsatz von 550 Millionen Euro erzielt und beschäftigt weltweit rund 3.700 Mitarbeiter, davon etwa 1.700 am Stammsitz in Holzminden.

Dr. Ulrich Stiebel repräsentiert das Unternehmen in zahlreichen Gremien. Er war von 1998 bis 2003 unter anderem Mitglied des Senats der Fraunhofer-Gesellschaft. Heute ist er Mitglied des Aufsichtsrates des Institutes für Solarenergieforschung Hameln (ISFH) und des Hochschulrates der FH Ostwestfalen-Lippe sowie weiterer Beiräte und Kuratorien. Für seine Verdienste um die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) mit Standorten in Holzminden, Hildesheim und Göttingen wurde Dr. Ulrich Stiebel 2013 mit der höchsten Ehrenauszeichnung der Hochschule, dem HAWK-Preis, ausgezeichnet.

1949 in Holzminden geboren und aufgewachsen, studierte Dr. Stiebel nach dem Wehrdienst an der Technischen Universität Darmstadt Wirtschaftsingenieurwesen und hat später an der Universität St. Gallen in Betriebswirtschaftslehre promoviert. Er ist seit 1984 verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.

Als Stifter und Vorstandsvorsitzender der „Stiftung zum Wohl des Pflegekindes“ mit Sitz in Holzminden engagiert sich Dr. Ulrich Stiebel auch im sozialen Bereich.

Sport
Donnerstag, 19. September 2019 07:00 Uhr
Gold für Holzmindens Judoka beim Teufelturnier
Freitag, 13. September 2019 08:27 Uhr

Holzminden (r). Am letzten Samstag fand der 12. Intersport Schwager Swim Cup 2019 im Freibad Holzminden statt. Bei regnerischem Wetter starteten 72 Schwimmer mit insgesamt  291 Einzelstarts und 6 Staffelstarts.  Sieben Vereine aus  dem Landesschwimmverband Hannover sowie vom Landesschwimmverband Nordrhein-Westfalen traten die Reise ins schöne Freibad Holzminden an, um an dem Wettkampf teilzunehmen. Trotz des Regens und den damit verbundenen kalten Temperaturen starteten um 10.30 Uhr die ersten Läufe. Bis in den frühen Nachmittag folgten in zwei Abschnitten 30 Wettkämpfe in verschiedenen Disziplinen.

Die Pokale für die punktbeste Einzelleistung weiblich und männlich, verbunden mit einer Geldprämie, gingen an Alena Gemici vom Hamelner Schwimmverein v. 1913 e.V. und  Lukas Gehring von den Sportfreunden Sennestadt. Die 4 x 100m Freistil mixed Staffel gewann die 1. Mannschaft der Wasserfreunde Northeim, den 2. Platz belegte die 1. Mannschaft der Sportfreunde Sennestadt und auf Platz 3 folgte die 1. Mannschaft der Wasserfreunde Holzminden. In der Mannschaftswertung gingen die Pokale mit Platz 1 an die Sportfreunde Sennestadt,  Platz  2 an die Wasserfreunde Holzminden sowie Platz 3 an den TWG 1861 Göttingen.

Für die Wasserfreunde Holzminden gingen 12 Teilnehmer mit insgesamt 61 Einzelstarts an den Start. Sie erzielten an diesem Tag insgesamt 29 persönliche Bestzeiten  – der Lohn für Trainingsfleiß über den gesamten Sommer. Darüber hinaus gab Felix Heinze sein Wettkampfdebüt und absolvierte seinen ersten Wettkampf mit super Leistungen. Er verstärkt nun zukünftig das Holzmindener Nachwuchsteam bestehend aus Kristina Münstermann, Sindy und Stefanie Christ, Helena Konratzki und Justin Lichtenwald.

Die "alten Hasen" der Wasserfreunde Holzminden Insa Brückner, Levke und Merle Schuwicht, Marie Schoppe, Joy Gaede sowie Joshua Potthoff konnten ebenfalls zahlreiche persönliche Bestzeiten aufstellen. Ole Winkeltau und Mara Reischenbacher konnten leider nicht an dem Wettkampf teilnehmen.

Besonders hervorzuheben sind diesmal die Leistungen von Levke Schuwicht und Justin Lichtenwald, die bei fast all ihren Starts eine neue Bestzeit für sich verbuchen konnten. Die punktbesten Einzelleistungen der Wasserfreunde, erzielten Merle Schuwicht und Joshua Potthoff.  Die Wertung erfolgt nach der FINA-Punktetabelle und wird mit je einem Wanderpokal sowie einer kleinen Prämie gewürdigt. 

Die einzelnen Ergebnisse sind im Veranstaltungsprotokoll unter www.wasserfreunde48holzminden.de nachzulesen.

„Das Event war trotz der geringeren Teilnehmerzahl ein voller Erfolg. Dies ist nur dank der großartigen Hilfe der Holzmindener Unternehmen möglich“ freut sich Swantje Schuwicht, stellvertretende Vorsitzende der Wasserfreunde, „Wir bedanken uns bei unseren Sponsoren: Intersport Schwager,  Autohaus Vatterott, VR-Bank, Stiebel Eltron sowie der Sonnen Apotheke und den Stadtwerken Holzminden für Ihre finanzielle Unterstützung.“ Anja Gaede , Vorsitzende der Wasserfreunde, ergänzt „ Auch einen großen Dank an unsere Aktiven, Eltern und Freunden für ihre Mitarbeit, ohne die diese Veranstaltung nicht in der Form möglich wäre.“

Fotos: S. Schuwicht

Freitag, 06. September 2019 11:17 Uhr

Polle (red). "Golfspielen ist ein Glücksgefühl - erleben Sie es jetzt!" Der Golfclub Weserbergland e.V. lädt ein zum kostenlosen Schnupperkurs auf die Anlage des „Golf Art Land“ Clubs in Polle Hummersen.: 

Wann: Samstag, 08. September von 14.00 bis 15.30 Uhr

Wo: Clubhaus am Golfplatz

Tagesablauf:

  • Einweisung in das Golfspiel Spielen auf der Driving Range & dem Putting Green
  • Führung über den Golfplatz
  • Kleines Abschlussturnier

Mitzubringen sind nur Sportschuhe & Kleidung passend zum Wetter. Der Nachmittag kann man dann in der clubeigenen Gastronomie ausklingen lassen.

Anmeldung unter: 05535/8842, Golfclub Weserbergland e.V./Weißenfelder Mühle 2/ 37647 Polle

Foto: Golfclub Weserbergland e.V.

Panorama
Sonntag, 28. Juli 2019 10:02 Uhr
Ehrenamtliche für den Besuchsdienst gesucht: Menschen helfen Menschen
Donnerstag, 11. Juli 2019 13:26 Uhr

Niedersachsen (red). Mehrweggeschirr aus Bambus wird als nachhaltige Alternative zu Einwegtellern, -schalen und -bechern beworben. Ob bei der Gartenparty, beim Grillen oder Cam-ping – gerade im Sommer kommt es immer öfter zum Einsatz. Was viele Verbraucher jedoch nicht wissen: Das Geschirr enthält auch Kunststoffe, die unter bestimmten Bedingungen gesundheitsschädlich sind. Die Verbraucherzentrale Niedersachen gibt Tipps, was bei der Nutzung zu beachten ist. 

Aus nachwachsenden Rohstoffen, recycelbar und natürlich – so wird Bambusgeschirr oft präsentiert. Was dabei gern verschwiegen wird: Die bunten Teller, Becher und Schüsseln enthalten neben Bambus auch Kunststoff. „Insbesondere Melamin- oder Harnstoff-Formaldehyd-Harze dienen als formgebende Bestandteile – zerkleinerte Bambus-, Mais- oder Speisestärke wird vielfach nur als Füllstoff zugesetzt“, erklärt Dr. Janina Willers, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Eine Kennzeichnungspflicht gibt es leider nicht. Ob die Stoffe enthalten sind und wie hoch der Bambusanteil ist, können Verbraucher meist nicht erkennen.

Melaminharz kann unter bestimmten Bedingungen – etwa bei langer Einwirkung von Hitze und Säure – seine Bausteine Formaldehyd und Melamin an Lebensmittel abgeben. Im Frühjahr 2019 mussten bereits verschiedene Händler ihr Bambusgeschirr deshalb zurückgerufen. Denn: Melamin kann zu Nierenschädigungen führen, eingeatmetes Formaldehyd wird als krebserregend eingestuft. „Für Kinder, die von dem oft bunten Bambusgeschirr besonders angesprochen werden, ist das gesundheitliche Risiko nicht zu unterschätzen“, so Willers. 

Worauf sollten Verbraucher achten?

Bis 70 Grad Celsius gilt Kunststoff als stabil. Daher sollte Bambusgeschirr nicht für heiße Getränke oder Suppe genutzt werden. Von der Verwendung in der Mikrowelle oder im Ofen ist dringend abzuraten. Wer unterwegs nicht auf seinen Coffee-to-go verzichten möchte, greift besser zu hitzebeständigen Bechern aus Edelstahl, Glas, Polypropylen (PP) oder Porzellan. Auch bei Kochlöffeln, Pfannenwendern und Kellen sollten Produkte aus Melaminharzen gemieden werden.

Foto: Symbolbild

Donnerstag, 27. Juni 2019 10:22 Uhr

Niedersachsen (red). Die Einwohnerzahl Niedersachsens dürfte sich bei Fortsetzung der gegenwärtigen demografischen Entwicklung innerhalb der kommenden gut 40 Jahre um circa sieben Prozent verringern. Dies ist das Resultat der mittleren Variante der 14. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Entsprechende Ergebnisse liegen nun für alle Bundesländer vor. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, zählte Niedersachsen am 31.12.2018 knapp 8 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Ende 2060 würden dann noch rund 7,5 Millionen Menschen in Niedersachsen leben. Das wären etwa 500.000 Personen weniger als aktuell, so viele wie zuletzt 1991.

Der berechnete Bevölkerungsrückgang ist darauf zurückzuführen, dass das sich fortlaufend vergrößernde Geburtendefizit zukünftig nicht durch den Wanderungssaldo ausgeglichen werden dürfte. Ab 2028 übersteigt demnach die Zahl der Sterbefälle die Zahl der Lebendgeborenen dauerhaft um 30.000 bis 40.000 pro Jahr. Demgegenüber steht eine langfristige jährliche Nettozuwanderung von etwa 21.000 Personen.

Die Altersstruktur der niedersächsischen Bevölkerung verschiebt sich danach weiterhin zu Ungunsten der Personen im Erwerbsalter. Der Anteil der 20- bis unter 65-jährigen Personen an der Gesamtbevölkerung fällt bis 2060 von 59 auf 52%. Währenddessen steigt der Anteil der Personen, die 65 Jahre und älter sind, von 22 auf 29%. Die Altersgruppe der unter 20-Jährigen verzeichnet einen leichten Rückgang von 19 auf 18%.

Montag, 03. Juni 2019 11:45 Uhr

Hannover (r). Zu der Ankündigung von Andrea Nahles, als Parteivorsitzende der SPD und als Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion zurückzutreten, erklärt Stephan Weil, Landesvorsitzender der SPD Niedersachsen:

„Der angekündigte Rücktritt von Andrea Nahles verdient großen Respekt und Anerkennung. Andrea Nahles war bereit, in einer sehr schwierigen Situation die Gesamtverantwortung für die SPD zu übernehmen. Dieser Aufgabe ist sie mit höchstem Einsatz und Engagement nachgekommen und hat dabei unbestreitbare Erfolge erzielt. Dass zugleich der Zuspruch für die SPD bei den unterschiedlichen Wahlen in den letzten Monaten enttäuschend gewesen ist, ist von der gesamten politischen Führung der SPD zu vertreten und keineswegs allein von der Partei- und Fraktionsvorsitzenden.

Die Ereignisse der letzten Woche haben noch einmal vor Augen geführt, welche Aufgaben vor der SPD liegen. Anstelle von destruktiven Personaldebatten sind politisch-inhaltliche Klärungen notwendig, die dann wiederum Grundlage von Personalentscheidungen sein müssen. Durch ihren Rücktritt macht Andrea Nahles dafür den Weg frei – es ist nun an der SPD insgesamt zu beweisen, dass sie aus Fehlern zu lernen vermag. Deutschland braucht mehr Zusammenhalt und dafür eine starke SPD mit einem klaren Profil.

Die niedersächsische SPD und ich persönlich danken Andrea Nahles herzlich für ihre jahrzehntelangen Beiträge für die Politik der SPD, aber auch die Bundesrepublik insgesamt. Wir hoffen, dass wir auch in Zukunft auf sie zählen können.“

Foto: Pixabay License

Sonntag, 22. Juli 2018 07:00 Uhr

Hannover (r). Der NABU Niedersachsen bittet Naturfreunde wegen des trockenen und heißen Wetters jetzt Vogeltränken aufzustellen. Vögel leiden unter dem Wassermangel. Es ist daher wichtig, den Tieren im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon eine Trinkgelegenheit anzubieten.

„Die Vögel leiden jetzt unter dem Wassermangel“, sagt Ulrich Thüre, Pressesprecher NABU Niedersachsen. „Die wenigen verbliebenen natürlichen Wasserstellen sind bereits ausgetrocknet. Pfützen gibt es gar nicht mehr, sogar in manchen Gräben steht nur wenig Wasser.“ Es sei daher sehr wichtig, den Tieren Vogeltränken anzubieten, ganz gleich, ob im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon.

Damit sich die gute Tat aber nicht ins Gegenteil verkehrt, ist folgendes zu berücksichtigen: Zunächst muss darauf geachtet werden, dass das Wasser sauber bleibt. Allzu schnell können sich sonst Salmonelle, Trichomonade & Co. vermehren. „Täglicher Wasserwechsel, Ausspülen und Sauberwischen gehören zum Pflichtprogramm des verantwortungsvollen Vogelfreundes“, so Thüre.

In der Vergangenheit breiteten sich Trichomonaden, ein Parasit, sich unter den Vögeln aus und tötete vor allem Grünfinken. Im niedersächsischen Raum wie auch in Schleswig-Holstein starben hunderte Vögel an 'Trichomonas gallinae', winzigen einzelligen Geißeltierchen, die auch an kleinen Wasserstellen im Trinkwasser der Vögel herumschwimmen. Allerdings sollte keine Chemie zur Desinfektion der Vogeltränke verwendet werden, kochendes Wasser reicht vollkommen aus. Als Alternative können auch zwei Wasserschalen abwechselnd benutzt werden. „Wenn eine Tränke 24 Stunden, am besten in der Sonne, trocken steht, sind die Parasiten tot“, erklärt Ulrich Thüre.

„Vogelbäder gibt es im Gartenhandel. Eine flache Schüssel, ein Blumentopf-Untersetzer oder ein Suppenteller tun es aber auch“, rät der Vogel-Experte. Wichtig ist, dass die Tränke auf einem gut einsehbaren Platz nicht in unmittelbarer Nähe von Büschen eingerichtet wird. Sonst kann es passieren, dass ein 'Stubentiger' der fröhlichen Badeschar ein jähes Ende bereitet.

„Übrigens baden Vögel auch gerne im Sand, das hilft ihnen gegen Parasiten. Wer nur einen gepflasterten Hof hat, kann dort auch ein Sandbad in einer flachen Schale einrichten“, gibt Thüre noch einen Tipp. Weitere interessante Infos bietet die NABU-Broschüre 'Vögel im Garten', zu beziehen gegen Einsendung von fünf 70-Cent-Briefmarken bei:

NABU Niedersachsen
Stichwort 'Vögel im Garten'
Alleestr. 36
30167 Hannover

Foto: NABU /Gerhard Sardemann

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