Hessisch Oldendorf (red).  Die Tage werden länger und die ersten Sonnenstrahlen kündigen den nahenden Frühling an. Noch sind die Nächte oft kalt, doch schon in kurzer Zeit erfreuen uns die ersten Frühblüher, die von Bienen besucht werden und dem Singen der Vögel ihrer Reviergesänge. Dann ist der Frühling da und überall wollen unsere gefiederten Freunde brüten.
„Der Frühling kommt stets schneller als gedacht und deshalb können die langen Winterabende genutzt werden, um sowohl für Vögel als auch für andere Tiere Nistmöglichkeiten und Rückzugsorte zu schaffen“, sagt Christine Koziol von der NABU-Regionalgeschäftsstelle Weser- und Leinebergland.

„Es ist interessant, dass selbst erfahrene Vogelfreunde oft nur wenige Nisthilfen kennen. Meist sieht man in Garten nur die gängigen Meisenkästen“, sagt die Naturschützerin, „obwohl die Bandbreite wesentlich größer ausfällt: Neben den Nistkästen für Blau-, Kohl-, Tannen- und Sumpfmeise, können beispielsweise auch spezielle Nistkästen für den Kleiber gebaut werden.“
Kleiber, die zu den lautesten Sängern gehören, nehmen wir oft durch ihr melodiöses Pfeifen oder den Lauf an Baumstämmen herab wahr. Sie freuen sich über Kästen mit besonders großem Innenraum. Dort hinein bringen sie Rindenstücke und große Blätter.
Auch für den Garten- und Waldbaumläufer lassen sich Nistkästen bauen: Bei diesen Kästen, die eigentlich größere Schalen mit seitlichen Einschlupfschlitzen sind, bildet ein möglichst grobborkiger Baum die Rückseite.
Darüber hinaus können Nischenkästen für Halbhöhlenbrüter wie Grauschnäpper, Garten- und Hausrotschwanz sowie die Bachstelze gebaut werden.
An besonders hohen Gebäuden können die wendigen Mauersegler, die von Anfang Mai bis Anfang August durch unsere Straßenschluchten kurven, unterstützt werden.

Aber auch anderen Tieren kann im naturnahen Garten, im Park, im Schulgarten oder am Rande von Sportplätzen und auf Firmengeländen geholfen werden. Hierzu können Insektenhotels und Tagesquartiere für Fledermäuse gebaut werden.

Interessierte erhalten die Farbbroschüre „Wohnen nach Maß“ mit Bauplänen für verschiedene Nisthilfen und Rückzugsorte für Vögel, Insekten und Säugetiere gegen Einsendung eines 5-Euro-Scheins bei der NABU-Regionalgeschäftsstelle Weser- und Leinebergland, Stichwort „Wohnen nach Maß“, Horstweg 12 in Hessisch Oldendorf.

Foto: NABU/Torsten Porstmann