Holzminden (awin). In Neuhaus wird es vorerst keine weiteren Planungen für einen Pumptrack auf der Parkwiese Kuhlager geben. Der Rat der Stadt Holzminden hat in seiner Sitzung am 5. Mai den entsprechenden Antrag der UWG im Ortsrat Neuhaus einstimmig abgelehnt. Auch ein Änderungsantrag fand keine Zustimmung.
Mit dem Antrag sollte die Verwaltung beauftragt werden, die Planung für einen Pumptrack wieder aufzunehmen, die Beschaffung von fünf weiteren Outdoor-Trainingsgeräten für den Mehrgenerationenpark zu prüfen und einen weiteren Förderantrag für das Vorhaben vorzubereiten. Der Ortsrat Neuhaus hatte den Antrag in seiner gemeinsamen Sitzung mit dem Ortsrat Silberborn am 23. Februar 2026 zunächst mit vier Ja-Stimmen und sechs Enthaltungen weiterempfohlen.
Hintergrund war die Planung des Mehrgenerationenparks
Hintergrund des Vorstoßes war die laufende Planung für den Mehrgenerationenpark, der 2026 entstehen soll. Nach Angaben der Antragsteller hatte sich während der Planungsphase gezeigt, dass die vorgesehenen Haushaltsmittel in Höhe von 150.000 Euro nicht ausreichen würden, um die ursprüngliche Idee einer Skaterbahn sowie die gewünschte Zahl an Outdoor-Trainingsgeräten umzusetzen.
Die UWG verwies darauf, dass bei einer Besichtigung des Grundstücks mit Verantwortlichen aus Bauamt und Politik die Idee eines Pumptracks entstanden sei. Ein solcher geschlossener Rundkurs mit Wellen, Steilkurven und Sprüngen könne mit Fahrrädern, Skateboards, Rollschuhen und Rollern genutzt werden. Die Antragsteller sahen darin eine mögliche Bereicherung für die Sollingortschaft Neuhaus, auch mit Blick auf den Tourismus.
Zudem wurde auf eine mobile Anlage verwiesen, die 2025 in Holzminden aufgebaut worden sei. Diese sei stark genutzt worden und habe viel Zuspruch erhalten.
Bürgermeister verweist auf fehlende Mittel
In der Ratssitzung machte Bürgermeister Christian Belke deutlich, dass er eine Umsetzung derzeit ablehnt. Als Grund nannte er die fehlenden finanziellen Mittel. Auch im Rat setzte sich die Einschätzung durch, dass das Vorhaben unter den aktuellen Bedingungen nicht machbar sei.
Am Ende stimmten auch die ursprünglichen Antragsteller gegen den Antrag. Damit ist der politische Vorstoß für einen Pumptrack und zusätzliche Outdoor-Trainingsgeräte in Neuhaus vorerst gescheitert.
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