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Samstag, 20. Juni 2026 Mediadaten
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Energieveranstaltung der Grünen. Von links: Alexander Titze (Kreisvorstand), Louisa Albrecht (Kreisvorstand), Helge Limburg (MdB), Martin Repschläger (Stiebel Eltron), Umweltminister Christian Meyer und Garrit Wicker (Kreisvorstand).

Holzminden (red). Gut besucht war nach Angaben des Kreisverbandes Holzminden von Bündnis 90/Die Grünen eine Veranstaltung mit dem niedersächsischen Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz Christian Meyer, dem Bundestagsabgeordneten Helge Limburg und Martin Repschläger, CFO von Stiebel Eltron.

Anlass seien die Pläne der Bundesregierung gewesen, beim Gebäudeenergiegesetz erneut stärker auf neue Öl- und Gasheizungen mit Biobeimischung zu setzen. Nach Darstellung der Grünen müssten Besitzer von Gas- und Ölheizungen verpflichtend bis zu 60 Prozent Bioöle und Biogase dem fossilen Heizen beimischen.

„Diese Mengen Biogase sind gar nicht auf dem Markt und müssen teuer importiert werden. Das Gebäudemodernisierungsgesetz der Groko wird mit seinen neuen Vorgaben für fossile Heizungen für Hausbesitzerinnen und Mieterinnen zur Kostenfalle“, kritisiert Helge Limburg.

Wärmepumpen im Fokus der Veranstaltung

Nach Angaben der Veranstalter hätten viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Verunsicherung gesprochen und Fragen dazu gestellt, welche Regelungen künftig gelten und welche Förderungen bestehen bleiben.

Martin Repschläger, CFO von Stiebel Eltron, erläuterte, dass Wärmepumpen bereits heute überwiegend das günstigste Heizsystem seien und dies angesichts steigender fossiler Gas- und Ölpreise künftig noch stärker gelte.

„Wärmepumpen wandeln effizient Strom in Wärme um. Wichtig ist für uns, dass die Förderung für Wärmepumpen auskömmlich bleibt, wobei wir uns eher eine prozentuale als eine pauschale Förderung wünschen, damit auch hochwertige Wärmepumpen angemessen gefördert werden.“

Nach Angaben von Repschläger seien Wärmepumpen im Jahr 2025 in Deutschland erstmals die am häufigsten gewählte Heizungsform gewesen. Auch 2026 sei ihr Anteil weiter gestiegen.

Meyer sieht Wärmepumpen als wichtigen Baustein

„Die Wärmepumpe, am Besten aus heimischer Produktion ist zentral für die Energiewende. Das sichert und schafft in Holzminden gut bezahlte Arbeitsplätze und Gewerbesteuer. Es ist daher für die Verlässlichkeit und Planbarkeit der Politik wichtig, dass es jetzt keine Rolle rückwärts zu neuen fossilen Heizungen gibt“, lobt Energieminister Christian Meyer.

Meyer warnte zudem vor einer Verunsicherung durch angekündigte Änderungen bei Förderungen für Solaranlagen und Wärmepumpen. Nach seiner Auffassung setzten viele Betriebe und Unternehmen in Holzminden auf diese Technologien.

Wer künftig wieder verstärkt auf Gas- und Ölimporte setze, müsse nach Ansicht des Ministers nicht nur für das Klima einen hohen Preis bezahlen, sondern halte Deutschland auch abhängig vom Ausland. Deutschland gebe jährlich mehr als 80 Milliarden Euro für Importe von Kohle, Öl und Gas aus, erklärte Meyer.

Ausbau von Speichern und Stromnetzen

Nach Auffassung des Ministers stärkten erneuerbare Energien die Wirtschaft vor Ort, schafften Arbeitsplätze und machten unabhängiger von globalen Preissteigerungen. Niedersachsen habe beim Ausbau von Solar- und Windenergie in den vergangenen Jahren Fortschritte erzielt.

Meyer berichtete außerdem von Entwicklungen im Bereich der Speichertechnik. Sowohl in Boffzen als auch am ehemaligen Kernkraftwerksstandort Grohnde würden große Batteriespeicher errichtet, die überschüssigen Sonnen- und Windstrom aufnehmen und bei Bedarf wieder ins Netz einspeisen könnten.

„Wir brauchen daher einen Turbo beim Netzausbau und eine Halbierung der Strompreise durch Abschaffung von Steuern, Netzentgelten und Abgaben bei den Stromkunden“, forderte Helge Limburg. Zugleich kritisierte er, dass die Bundesregierung auf verstärkte Gasimporte aus den USA setze.

Foto: Grüne

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