Holzminden (zir). „Heute ist ein wichtiger Tag für ein wichtiges Thema.“ Mit diesen Worten begrüßte Landrat Michael Schünemann die Fachkräfte, Auszubildenden und Studierenden, die am Fachtag zum Thema „Kinderrechte“ in der Aula des Campe-Gymnasiums Holzminden teilnahmen. „Es geht darum, das Thema Kinderrechte wieder ins Bewusstsein zu rücken, zu stärken und herauszuarbeiten, wie diese in der eigenen Arbeit umgesetzt werden können“, führte der Landrat weiter aus.
„Ich möchte mich bei allen bedanken, die diese Veranstaltung organisiert haben, und besonders bei Alina Niemeyer, die nicht nur meine Position als Netzwerkkoordinatorin übernimmt, sondern auch alle Fäden gezogen hat, damit dieser Tag so stattfinden kann“, zeigte sich Ilona Feyer-Yurttas dankbar.
„Heute soll es um die drei Säulen der Kinderrechte gehen: Schutz, Förderung und Teilhabe“, erklärte Niemeyer weiter. Den Auftakt bildete ein Vortrag von Alexandra Schreiner-Hirsch mit dem Titel „Kinderrechte – Fluch oder Segen?“. Im Anschluss verteilten sich die Teilnehmenden auf verschiedene Workshops. Diese behandelten Themen wie „Kinderrechte im Kita-Alltag leben“, „Kinder aus suchtbelasteten Familien“ und „Adultismus – wie spreche ich mit Kindern?“. „Ich danke allen, die die Workshops organisiert und durchgeführt haben“, so Niemeyer. Neben den Workshops boten verschiedene Stände, beispielsweise zur „Kindergartenuntersuchung HOPP“ oder des „Kinder- und Elterntreffs“, umfassende Informationen. Auch die Präventionsangebote des „Erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes“ des Landkreises Holzminden wurden vorgestellt.
Parallel dazu hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, zwei Ausstellungen zu besuchen. Die erste präsentierte Bilder von Kindern und Jugendlichen, die ihre Perspektive auf Kinderrechte darstellten. „Diese Bilder sind wirklich sehr schön, aber auch bewegend. Ein großer Dank geht an den Kindergarten Derental, den Kindergarten Polle, die Astrid-Lindgren-Schule, die Klassen der Fachschule Sozialpädagogik der BBS Holzminden, den Kinder- und Elterntreff sowie die Klasse 3a der Grundschule Boffzen“, sagte Niemeyer.
Die zweite Ausstellung, im Hausflur der KVHS zu sehen, widmete sich dem Thema „Vielfalt leben und Demokratie stärken“. Hier zeigte das Niedersächsische Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung humorvolle Cartoons von Renate Ahlf, die Alltagssituationen aus Kitas darstellten – etwa ein Kleinkind, das keinen Brief in den Beschwerde-Postkasten werfen kann, weil dieser zu hoch hängt.
Zum Abschluss tauschten sich die Fachkräfte, Auszubildenden und Studierenden in einer gemeinsamen Runde mit den Veranstaltenden über die gelernten Inhalte aus.
Fotos: zir/Niemeyer