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Mittwoch, 18. Februar 2026 Mediadaten
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Holzminden (red). Mehr als 50 Jahre nach seiner Erstausstrahlung holt der Heimat- und Geschichtsverein Holzminden den ZDF-Fernsehfilm „Veränderung in Milden“ zurück auf die große Leinwand. Am 15. März 2026 wird der Film im Rahmen einer Matinee-Veranstaltung mit freundlicher Genehmigung des ZDF und bei freiem Eintritt im Holzmindener Roxy-Kino gezeigt.

Als das Werk 1974 erstmals in den deutschen Wohnzimmern zu sehen war, nahmen viele Zuschauerinnen und Zuschauer vor allem den sozialkritischen Blick auf wirtschaftliche und strukturelle Umwälzungen in einer deutschen Kleinstadt wahr. Für Holzminden war der Film zugleich ein Spiegelbild der eigenen Stadt, die als Kulisse für zahlreiche Szenen diente.

„Für uns stellt der Film ein Stück Heimatgeschichte dar“, erklärt die Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins, Marlies Linnemann. Der Film konserviere nicht nur eindrucksvoll das Stadtbild der 70er Jahre. „Seinerzeit wirkten auch zahlreiche Holzmindener als Statisten mit.“

Gedreht wurde unter anderem in der Buchhandlung Wiegand, beim Täglichen Anzeiger, in der Kreisverwaltung sowie in den Räumen des Stadtdirektors. Auch der Bahnhof, Markt und Weserbrücke sind im Film zu sehen. In den Hauptrollen spielten Horst Sachtleben und Xenia Pörtner, zudem hatte Marius Müller-Westernhagen einen seiner frühen Filmauftritte.

Regisseur mit Wurzeln in Holzminden

Regie führte der 1926 in Holzminden geborene Eberhard Itzenplitz, der sich in seiner Arbeit häufig zeitkritischen Themen widmete. Das Drehbuch von Otto Jägersberg greift den Strukturwandel jener Jahre auf und erzählt von Menschen, die um ihre berufliche und persönliche Zukunft bangen. Im Mittelpunkt steht unter anderem der Buchhändler Mathias, gespielt von Horst Sachtleben, der Bücher nicht nur als Handelsware begreift. Auch die Belegschaft des Täglichen Anzeiger sorgt sich nach dem Verkauf der Zeitung um ihre Arbeitsplätze. Gleichzeitig fordern Bürgerinnen und Bürger mehr Mittel für ein besseres Theaterprogramm statt weiterer Bauprojekte.

Im Foyer des Roxy-Kinos wird zudem eine Auswahl von Drehbuchseiten mit handschriftlichen Notizen und Skizzen von Eberhard Itzenplitz präsentiert. Diese wurden vom Archiv der Akademie der Künste in Berlin zur Verfügung gestellt.

Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die Fotos von den zwischen September und Oktober 1973 stattgefundenen Dreharbeiten besitzen, können sich per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. bei den Veranstaltern melden. Geplant ist, die Aufnahmen ebenfalls im Foyer des Roxy zu zeigen.

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