Holzminden (lbr). Der Stadtrat der Stadt Holzminden hat in seiner jüngsten Sitzung vom 10. März mehrere Anträge der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen sowie der Ratsmitglieder Winnefeld, Brill und Isermeyer angenommen. Die Verwaltung wurde beauftragt, an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet die Einrichtung neuer Fußgängerüberwege zu prüfen, die möglichen Kosten zu ermitteln und die Ergebnisse anschließend im zuständigen Ausschuss vorzustellen.
Geprüft werden sollen Querungshilfen an der „Fürstenberger Straße“ in Höhe der Bäckerei Klingenberg sowie im Bereich der Bushaltestelle Lindenhof. Ein weiterer möglicher Standort befindet sich an der Einmündung der „Böntalstraße“ nahe der Nord LB und einer Apotheke. Darüber hinaus soll auch an der „Fürstenberger Straße“ im Bereich des Supermarktes Edeka sowie der Bushaltestelle „Gartenstraße“ untersucht werden, ob ein Fußgängerüberweg eingerichtet werden kann.
Hinweise auf Verkehrssituation
In der Begründung der Anträge führen die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen sowie Winnefeld, Brill und Isermeyer aus, dass die „Fürstenberger Straße“ neben der „Allersheimer Straße“ zu den wichtigsten Verkehrsachsen der Stadt zählt. Täglich nutzten zahlreiche Pendlerinnen und Pendler, Berufstätige sowie Lastkraftwagen die Strecke in Richtung Innenstadt oder aus der Stadt hinaus.
Gleichzeitig diene die Straße vielen Schülerinnen und Schülern als Schulweg, etwa zur Oberschule oder zu Bushaltestellen mit Verbindungen zu den Schulzentren. Nach Einschätzung der Antragstellenden sei ein sicheres Überqueren der Fahrbahn an mehreren Stellen schwierig.
Im Bereich der Bäckerei sowie der Bushaltestelle Lindenhof sei die Straße etwa zwölf Meter breit und verfüge über zwei Fahrstreifen sowie beidseitige Parkstreifen. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit liege dort bei 50 km/h. Auch im Bereich des Supermarktes sowie der Bushaltestelle „Gartenstraße“ sehen die Antragstellenden eine mögliche Gefahrenstelle.
Abstände zu bestehenden Querungen
Zudem weisen die Antragstellenden darauf hin, dass die nächsten gesicherten Querungsmöglichkeiten mehrere hundert Meter entfernt liegen. Genannt werden unter anderem Überquerungen am „Sylbecker Berg“, an der „Wilhelm-Raabe-Straße“ sowie im Bereich des Kinos.
Zusätzliche Fußgängerüberwege könnten nach Einschätzung der Antragstellenden insbesondere für Kinder auf dem Schulweg sowie für ältere oder körperlich beeinträchtigte Menschen mehr Sicherheit schaffen und ihnen das Überqueren der Straße erleichtern.
Die Verwaltung soll nun prüfen, ob und in welcher Form entsprechende Überwege eingerichtet werden können und welche Kosten dafür entstehen würden. Über die Ergebnisse soll anschließend im zuständigen Ausschuss berichtet werden. Der Prüfantrag wurde mit drei Gegenstimmen beschlossen.
