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Montag, 16. März 2026 Mediadaten
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Die Initiatoren - Marlies Linnemann, Thorsten Wassermeyer und Markus Laabs.

Holzminden (rbo). Rund 350 Besucher hatten sich am Sonntag im Roxy-Kino in Holzminden eingefunden, die den Film „Veränderungen in Milden“ sehen wollten. Bereits im Vorfeld hatte sich für den als verantwortlicher Initiator auftretenden Holzmindener Heimat- und Geschichtsverein abgezeichnet, dass die Plätze im großen Kinosaal nicht ausreichen würden. So konnten im Kino noch zwei weitere der vier Säle von der Roxy-Betreiberin Frau Grzibek hinzugebucht werden.

Der UFA-Film aus dem Jahr 1973, vollständig in Holzminden und der näheren Umgebung gedreht, wurde ein Jahr später im ZDF uraufgeführt.

Der Film wurde gedreht zu Zeiten ohne Internet, Handy und Social Media. Dafür gab es aber Zeitungen, Bücher, schwarze Bakelit- oder graue Wählscheibentelefonapparate und dicke Telefonbücher. Wichtig waren bereits damals Bekanntschaften und Freundschaften, heute würde man dazu Netzwerke sagen. Der Film spielt in einer Zeit, als das Wort noch etwas galt und Verträge mit Handschlag besiegelt wurden. Belegschaften fürchten um ihre Arbeitsplätze, es kommt zu einer Demonstration. Aber es gibt auch in der damaligen Welt der Reichen und Schönen Chefs, die sich noch für ihre Mitarbeiter verantwortlich fühlen. Veränderungen stehen an.

Thorsten Wassermeyer, Berliner Journalist und Filmemacher mit Holzmindener Wurzeln, hat zusammen mit Markus Laabs jetzt für eine Wiederauflage des in Vergessenheit geratenen Films gesorgt. Zusammen konnten sie den Heimat- und Geschichtsverein Holzminden als Veranstalter mit ins Boot holen, Sponsoren für die kostenlose Vorführung im ROXY gewinnen und den anwesenden Zeitzeugen die „Veränderungen in (HOLZMINDEN)“ aufzeigen.

Unter den Kinobesuchern war neben vielen Zeitzeugen auch Carsten Dauer. In seiner Gaststätte „Hellers Krug“ wurden damals einige der Filmszenen gedreht. Sein Vater (und auch seine Mutter Anita) sind als Statisten auf den bewegten Bildern zu sehen. „Das sind die einzigen Bewegtbilder von meinem Vater“, erklärte Dauer ergriffen. Er weiß bereits seit längerem, dass es diesen Film gibt, auf dem sein 1982 verstorbener Vater zu sehen ist.

Auch der damals 15-jährige Dirk Ebel konnte sich im Film als „Demonstrant“ wiedererkennen. „Ich hatte das ganze Geschehen um den Film eigentlich schon aus dem Gedächtnis verloren“, bekennt der heute 58-jährige Holzmindener Laiendarsteller, für den es 1973 für seine Rolle als Statist noch nicht einmal eine Gage gab.

Die vielen positiven Rückmeldungen zu dem Film fasste die freiberufliche Journalistin Sabine Weiße so zusammen: „Erinnerung pur. Viele der im Film angesprochenen Themen sind nach wie vor topaktuell. Auch das Fremdeln mit Veränderungen und die Erkenntnis, dass neue Wege und Ideen auch ihre Berechtigung haben und zum Erfolg führen können, wenn man den Mut hat, sich darauf einzulassen.“

Alles in allem ein Film, der für seine damalige Zeit gut erzählt, aber auch zeitkritisch war. Allerdings dürften einige Dialogzeilen für Zuschauer in der heutigen Zeit eher als etwas altbacken und ein wenig steif herübergekommen sein. So war das nun einmal vor über 50 Jahren.

Fotos: rbo

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