Holzminden (red). Die NABU-Kreisgruppe Holzminden wirbt aktuell mit einer Haustüraktion um neue Mitglieder. Studierende gehen im Auftrag des Naturschutzbundes von Tür zu Tür, informieren über die Arbeit vor Ort und sprechen Bürgerinnen und Bürger gezielt an.
Die jungen Aktiven treten in NABU-blauer Dienstkleidung auf und können sich ausweisen. Ziel der Aktion ist es, den Naturschutz im Landkreis langfristig zu stärken. Denn trotz des ehrenamtlichen Engagements entstehen für die Arbeit regelmäßig Kosten.
Naturschutzarbeit mit hohem Aufwand
Derzeit betreut die Kreisgruppe 42 ökologisch wertvolle Gebiete mit einer Gesamtfläche von rund 140 Hektar im Landkreis Holzminden. Für die Flächen fallen unter anderem Grundsteuern sowie weitere laufende Gebühren an. Auch die Pflege der Biotope ist mit Aufwand verbunden: So müssen etwa Kalkmagerrasen oder Feuchtwiesen gemäht werden, wobei Maschinen eingesetzt und das Schnittgut entsorgt werden muss.
Für Renaturierungsprojekte – aktuell etwa am Forstbach bei Negenborn – erhält der NABU zwar Fördermittel, muss jedoch einen Eigenanteil finanzieren.
Engagement vor Ort gefragt
Neben finanzieller Unterstützung hofft der NABU auch auf aktive Mitarbeit. „Natürlich würden wir uns sehr freuen, wenn sich neue Mitglieder auch aktiv mit einbringen würden“, sagt Tanja Frischgesell, Vorsitzende der NABU-Kreisgruppe Holzminden. Möglichkeiten gebe es beispielsweise in der Natur-Erfahrungs-Stätte „NEST“ auf dem Horstberg, bei Treffen der Naturschutzjugend (NAJU) oder im UmWeltladen in der „Oberbachstraße“, der gemeinsam mit dem Weltladen-Verein betrieben wird.
Auch im Artenschutz seien Helferinnen und Helfer gefragt – etwa bei der Betreuung von Amphibienwanderstrecken oder bei der Erfassung von Mauerseglerbrutplätzen und Fledermausquartieren.
Unterstützung stärkt auch politische Arbeit
Eine Mitgliedschaft unterstütze zudem die politische Arbeit des NABU, etwa bei Stellungnahmen zu Eingriffen in die Natur oder bei der Ausweisung neuer Schutzgebiete. Ziel sei es, die Artenvielfalt im Landkreis langfristig zu erhalten und zu verbessern.
Die aktuell eingesetzten Studierenden nehmen kein Bargeld an und sammeln keine Spenden.
Für Rückfragen steht Tanja Frischgesell telefonisch unter 05532-1746 oder per E-Mail an
Foto: Wesser