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Mittwoch, 06. Mai 2026 Mediadaten
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Holzminden (red). Die Gewalt im Landkreis Holzminden zeigt sich deutlich an gestiegenen Beratungszahlen. Vor diesem Hintergrund fand am 20. April 2026 auf Einladung der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Holzminden die Sitzung des „Runden Tisches Häusliche Gewalt“ statt.

Netzwerk setzt auf Zusammenarbeit

Ziel des interdisziplinären Netzwerkes ist es, Betroffene wirksam zu unterstützen, Prävention zu stärken und die Zusammenarbeit relevanter Akteurinnen und Akteure auszubauen. „Häusliche Gewalt ist ein komplexes gesellschaftliches Problem, das wir nur gemeinsam mit hoher fachlicher Sensibilität bewältigen können“, betont Gleichstellungsbeauftragte Carina Stegemann. „Die enge Vernetzung und der regelmäßige Austausch sind dabei unverzichtbar.“

Gemeinsam mit Silke Clerc (BISS), Anita Hummel (Befem) sowie Katja Klose (VfS) leitet sie den Runden Tisch.

Breites Bündnis beteiligt

Der Runde Tisch besteht seit 2002 und vereint Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Institutionen, darunter Polizei, Beratungsstellen, Justiz, Ärztinnen und Ärzte, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, das Jobcenter, die AMEOS Klinik sowie Fachbereiche des Landkreises wie Jugendamt, Migrationsbüro und Sozialpsychiatrischer Dienst.

„Ein gestärktes Netzwerk bedeutet nicht nur bessere Abstimmungsprozesse zwischen den Institutionen, sondern auch mehr Handlungssicherheit für die Fachkräfte und vor allem Schutz und Unterstützung für Betroffene“, so Stegemann.

Steigende Fallzahlen im Fokus

Im Mittelpunkt der Sitzung standen die Jahresberichte 2025 der Beratungsstellen und des Frauenhauses. Insgesamt wurden 373 Fälle häuslicher Gewalt bei der Beratungs- und Interventionsstelle (BISS) erfasst, davon 310 Frauen und 63 Männer. Besonders betroffen ist die Altersgruppe zwischen 31 und 40 Jahren. In vielen Fällen leben Kinder im Haushalt (267), die ebenfalls von der Situation betroffen sind.

Die Zahlen zeigen zudem, dass Gewalt häufig auch nach einer Trennung fortbesteht. In 42 Prozent der Fälle hielt die Gewalt an oder trat erst nach der Trennung auf.

Auch die Beratungsstelle Befem verzeichnete 2025 insgesamt 454 Beratungen. „Ein sehr umfangreiches und stetig wachsendes Thema ist die Gewalt nach einer Trennung“, erklärt Anita Hummel.

Sensibilisierung bleibt wichtig

Der Runde Tisch gilt als etablierte Struktur im Landkreis Holzminden. Auch künftig sollen Maßnahmen entwickelt werden, um häuslicher Gewalt entgegenzuwirken. Die Sensibilisierung der Öffentlichkeit bleibt dabei ein zentrales Anliegen.

Weitere Informationen sind unter www.landkreis-holzminden.de abrufbar. Hinweise zu Hilfsangeboten finden sich im Flyer „Ohne Gewalt leben“.

Betroffene erhalten Unterstützung unter anderem beim Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ (116 016), bei der BISS (05531 949298), bei Befem (05531 1216747), bei der Polizei (05531 9580 oder Notruf 110) sowie beim Frauenhaus (01511 11278291). Eine Online-Platzsuche ist unter www.frauenhaus-suche.de möglich.

Foto: Landkreis Holzminden

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