Montag, 04. Februar 2019 13:09 Uhr

Campe Schüler sagen dem Plastikmüll den Kampf an

Holzminden (red). „Campe packt aus“ – Unter diesem Slogan hat sich das Seminarfach „The Day After Tomorrow“ des Campe Gymnasiums Holzminden mit der Problematik des Verpackungsmülls und des Klimawandels beschäftigt. Der Kurs, bestehend aus zweiundzwanzig Schülern des 12. Jahrgangs und einer Lehrkraft, versucht durch dieses Projekt, die allgemeine Aufmerksamkeit auf dieses Problem zu lenken und zur Achtsamkeit anzuregen. Denn wie der Kurs nach intensiven Recherchearbeiten und einer Kursfahrt in die Hauptstadt Berlin festgestellt hat, sei Verpackungsmüll ein entscheidender Faktor, der zur Umweltverschmutzung und somit auch zum Klimawandel beitrage. 

Zu Beginn des Kurses machten sich die Schüler über ihre Facharbeiten und Diskussionen mit dem weiten Thema der globalen Gefahren vertraut. Dabei wurde schnell das Interesse aller Schüler geweckt und Ideen für eine gemeinsame Projektarbeit gesammelt. Das Projekt „Campe packt aus“ besteht aus mehreren Elementen: eine schulinterne Umfrage wurde durchgeführt und ein Kurzfilm mit Interviews wurde gedreht; beides zum Thema Konsumverhalten und Verpackungsmüll. Weiterhin haben einige Schüler die Umwelt AG des Gymnasiums begleitet und ein Podcast zum Thema Klimawandel wurde erstellt. Die gesammelten Informationen wurden auf einer Webseite (Link zur Website auf der Campe Homepage ersichtlich) zusammengetragen und veranschaulicht.

Die Umwelt AG beschäftigte sich in einem Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit der Verschmutzung der Gewässer. Mit Hilfe eines Versuchs wurde der Grad der Verschmutzung der Weser untersucht und bestimmt. Dabei fiel den jungen Schülerinnen und Schülern besonders auf, dass sich hauptsächlich Plastik am Rand des Flusses und zum Teil auch im Fluss ansammele. Dies werde besonders zum Problem, wenn der Müll bis zur Flussmündung gespült werde und folglich ins Meer gerät und zur Gefahr für Meeresbewohner werde. Die jungen Schülerinnen und Schüler haben das Experiment als interessant und spannend empfunden, jedoch war es an einige Stellen zu kompliziert in der Durchführung und eher für ältere Jahrgänge geeignet. Insgesamt sei das Projekt jedoch lehrreich und interessant, da die Schüler in ihrem jungen Alter auf das Problem der Umweltverschmutzung aufmerksam gemacht werde und somit in Zukunft achtsam seien.

Die schulinterne Umfrage zum Thema Konsumverhalten und Verpackungsmüll bestätigte die zuvor vermuteten Ergebnisse: Viele Schülerinnen und Schüler wissen um das Problem der Umweltverschmutzung, tun jedoch nichts dagegen in ihrem alltäglichen Leben. Onlinebestellungen und Plastikverpackungen seien selbstverständlich für die Jugendlichen und werden daher nicht als Gefahr für die Umwelt erkannt. Besonders Einkäufe im Internet seien bei circa der Hälfte aller Schüler regelmäßig. Dabei sei jedoch die Menge an Verpackungsmüll besonders groß und durch das Liefern der Pakete werde zusätzlich die Luft verunreinigt. Als Fazit der Umfrage konnte festgehalten werden, dass das moderne Konsumverhalten und das Bestellen im Internet schon bei jüngeren Schülerinnen und Schülern selbstverständlich sei und dass trotz des Wissens um die schädlichen Folgen Veränderungen im Alltag und ein nachhaltiges Handeln selten seien. 

Der Kurzfilm zu demselben Thema spiegelt zusätzlich zu den Fakten rund um den Verpackungsmüll auch die Wahrnehmungen und Meinungen einiger Lehrer und Befragten wieder. Dabei war wiederholt zu beobachten, dass sich Viele den schädlichen Folgen des Mülls und im Besonderen des Plastiks bewusst seien und gerne mehr für die Umwelt tun möchten, es jedoch oft im Alltag nicht umsetzen können. Besonders an Schulen werde viel unnötiger Plastikmüll durch kleine Verpackungen produziert. Ein Referendar des Gymnasiums plädiert daher für eine intensivere Thematisierung im Unterricht, um den Schülern schon früh ein Bewusstsein für dieses Problem zu vermitteln. Bei Befragungen in der Hauptstadt Berlin war jedoch festzustellen, dass viele Menschen speziell beim Einkaufen auf Mehrwegbeutel und wenig verpackte Produkte achten, um so ein wenig den Verbrauch einzudämmen. Insgesamt fällt auf, dass viele Menschen sich den Konsequenzen des Verpackungsmülls bewusst seien und versuchen, ihren Verbrauch zu verbessern, jedoch sollte schon im jungen Alter eine Sensibilisierung für dieses Thema stattfinden, um in Zukunft mehr für die Umwelt tun zu können. 

Durch dieses Projekt sei dem gesamten Kurs nochmals bewusst geworden, dass jeder Einzelne einen Einfluss auf die Umwelt habe und einen Beitrag leisten könne. Die Ausrede „Alleine kann man sowieso nichts bewegen“ zähle somit nicht. Stattdessen solle Jeder im Alltag versuchen, auf den eigenen Verpackungsverbrauch und ein nachhaltiges Konsumverhalten zu achten.

Foto: Campe Gymnasiums

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