Kreis Holzminden (red). Sind die Wohnungen in Holzminden bezahlbar und wie gut lässt es sich hier wohnen? Diese Fragen stellte der Deutsche Gewerkschaftsbund Holzminden kürzlich den Bürgerinnen und Bürgern in der Holzmindener Fußgängerzone. Im Rahmen des bundesweit ausgerufenen „DGB-Zukunftsdialogs“ hat sich der Kreisverband Holzminden an der Aktionswoche zum Thema „Wohnen“ mit einer Straßenumfrage beteiligt.
Die Gewerkschafter und Gewerkschafterinnen vom Holzmindener Kreisvorstand fragten die Passanten und Passanten nach den persönlichen Erfahrungen, die sie auf dem Wohnungsmarkt gemacht haben oder ob sie gerade auf der Suche nach einer Mietwohnung sind. Gefragt wurde auch, welche drängendsten Probleme der Wohnungsmarkt vor Ort aufwirft.
Mit Mietern, Studenten, Rentnern oder jungen Familien wurden die Punkte nach Zufriedenheit mit der Wohnung, einem Mietwunsch, eventuellem Umzug und der Bezahlbarkeit der Wohnung diskutiert. +++ DGB Kreisvorsitzender Walter Weike und Jürgen Hesse von der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di zogen das Fazit, dass auf dem Sektor Wohnen so einiges verbesserungswürdig ist. „Die Wohnungsqualität in der Innenstadt ist oftmals schlecht und es gibt nur bedingt altengerechte und barrierefreie Wohnungen“, stellten sie fest.
Altersübergreifend ist die Forderung nach dem Eingreifen der Politik und deren Unterstützung auf dem Wohnungssektor, so Weike und Hesse. „Die Aufgabe der Politik muss es sein, die Lebensbedingungen im ländlichen Raum, unter anderem mit einer besseren Netzverbindung sowie der schulischen Versorgung attraktiver zu gestalten“. Dies sei eine ständige Forderung, die die Gewerkschafter immer wieder bei Gesprächen mit Politikern erheben.
Für ein gerechtes, soziales Miteinander werden die acht Gewerkschaften und der Gewerkschaftsbund DGB am 1. Mai wieder auf die Straße gehen. In Holzminden findet dann die traditionelle Maikundgebung um 11 Uhr auf dem Marktplatz statt. Hauptrednerin wird Andrea Wemheuer, ver.di-Gewerkschaftssekretärin aus Hannover, sein verrät DGB-Vorsitzender Weike vorab.
Foto: DGB-Kreisverband HOL