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Mittwoch, 20. Mai 2026 Mediadaten
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Holzminden (red). Bei der Jahreshauptversammlung des Schwimmvereins Wasserfreunde Holzminden stand neben zahlreichen sportlichen Erfolgen vor allem die Zukunft des Hallenbades im Mittelpunkt. Die geplante Schließung des Hallenbades in der Saison 2026/2027 sorgt beim Verein für große Sorgen – insbesondere mit Blick auf die Schwimmausbildung von Kindern und den Wettkampfsport.

Die Vorsitzende Anja Gaede machte deutlich, dass die notwendige Sanierung des Bades zwar grundsätzlich begrüßt werde, die Vereine jedoch nicht frühzeitig in die Planungen eingebunden worden seien. Für rund sieben Monate sollen Hallen- und Freibad gleichzeitig geschlossen werden, da beide Einrichtungen technisch miteinander verbunden sind.

Schwimmkurse und Nachwuchs besonders betroffen

Für die Wasserfreunde hat dies gravierende Folgen: Sämtliche Schwimmkurse im Winterhalbjahr müssen ausfallen. Besonders betroffen sind die beliebten Seepferdchen-Kurse. Bereits jetzt könne die hohe Nachfrage nach Schwimmausbildung kaum bewältigt werden.

„Wir haben die hohen Anfragen, die seit Corona aufgelaufen sind, noch nicht abgearbeitet und jetzt kommt sowas oben drauf“, erklärte Gaede. Leidtragende seien erneut die Kinder, die nicht schwimmen lernen könnten.

Auch die drei Anfängergruppen werden in dieser Zeit „auf dem Trockenen sitzen“. Nach Angaben des Vereins bedeutet die Schließung zudem eine Trainingspause von sieben Monaten für die Wettkampfschwimmerinnen und Wettkampfschwimmer. Aufgrund dieses erheblichen Trainingsdefizits rechnen die Verantwortlichen damit, dass die Aktiven anschließend für ein weiteres halbes Jahr keine Wettkämpfe bestreiten können.

Suche nach Trainingsmöglichkeiten läuft weiter

Der Verein versucht weiterhin, Trainingsmöglichkeiten in umliegenden Hallenbädern zu finden. Anfragen bei Bädern im Umkreis hätten bislang jedoch noch keinen planbaren Erfolg gebracht. Entweder fehlten freie Kapazitäten, um dem Verein eine separate Trainingsbahn zur Verfügung zu stellen, oder Entscheidungen könnten erst im August getroffen werden.

Kritik äußerten die Wasserfreunde zudem an der Entscheidung, die Sanierung im Winter durchzuführen. Aus Sicht des Vereins wäre eine alleinige Schließung des Freibades mit Überschneidung eines Teils der Hallenbadsaison sinnvoller gewesen, da es in der Region deutlich mehr Freibäder als Hallenbäder gebe und somit ausreichend Ausweichmöglichkeiten für Verein und Öffentlichkeit vorhanden gewesen wären.

Kritik an geplanter Einstiegstreppe

Auch wirtschaftlich trifft die Schließung den Verein hart. Nach Angaben des Vorstandes fallen dadurch Einnahmen von rund 9000 Euro weg.

Zusätzliche Kritik gibt es am geplanten Einbau einer Einstiegstreppe im Schwimmerbecken des Freibades. Durch den Wegfall einer Bahn befürchtet der Verein Einschränkungen im Trainingsbetrieb und langfristig auch Nachteile für den beliebten „Sport Schwager Swim Cup“.

Der Wettkampf, der auf acht Bahnen ausgerichtet wird und zuletzt mehr als 200 Teilnehmende verzeichnete, habe bereits seine Kapazitätsgrenze erreicht. Weniger Bahnen würden auch weniger zugelassene Teilnehmerinnen und Teilnehmer bedeuten.

Erfolgreiches Sportjahr trotz schwieriger Perspektive

Trotz der schwierigen Perspektive blickten die Wasserfreunde auf ein sportlich äußerst erfolgreiches Jahr zurück. Die Aktiven der Wettkampfgruppen nahmen 2025 an insgesamt 16 Wettkämpfen teil und erzielten dabei hervorragende Ergebnisse.

Insgesamt wurden 95 erste Plätze, 64 zweite Plätze und 45 dritte Plätze in den einzelnen Jahrgangswertungen sowie in Staffelwettkämpfen erreicht. Darüber hinaus nahmen die Wettkampfmannschaften an Kreis-, Bezirks- und Landesmeisterschaften sowie an den Norddeutschen Mastersmeisterschaften teil.

Zudem wurden erneut mehrere Schwimmkurse, Aqua-Zumba-Angebote und Kraulkurse durchgeführt.

Schwimmabzeichentag erneut gut besucht

Großen Zuspruch erhielt erneut der Schwimmabzeichentag. Insgesamt wurden dabei 39 Schwimmabzeichen abgenommen. Auch 2026 wollen sich die Wasserfreunde wieder beteiligen.

Der nächste Schwimmabzeichentag findet am 16. Juni statt. Von 14 bis 18 Uhr können Kinder kostenlos Schwimmabzeichen erwerben.

Vorstand sorgt sich um langfristige Entwicklung

Sorge bereitet dem Vorstand zudem die langfristige Entwicklung des Vereins. Mindestens ein halbes Jahr ohne Wassertraining könne Auswirkungen auf Mitgliederzahlen, Motivation und die Bindung der Trainerinnen und Trainer haben.

„Wir müssen sehen, wie viele Mitglieder und Trainer noch vorhanden sind, wenn die Schwimmer ein halbes Jahr nicht ins Wasser können“, sagte Gaede. Im Sommer 2027 wolle der Vorstand die Situation neu bewerten.

Foto: Wasserfreunde Holzminden

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