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Sonntag, 05. April 2026 Mediadaten
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Holzminden (my). Er hat mit Fußball angefangen und sogar als Profi gespielt, sich dann aber doch seiner wahren Leidenschaft, der Mode, gewidmet. Modeblogger Umut Gün aus Höxter-Stahle vertreibt seine eigenen Kreationen über das Label „#UMUTGUN“, hat eine große Fanbase in den sozialen Netzwerken und ist liebevoller Vater. Unsere freie Mitarbeiterin Melike Yasaroglu hat ihn auf einen Kaffee getroffen und Gespräche über Provokation, Scheitern und Familienleben geführt. 

Was zieht man eigentlich an, wenn man mit einem Modeblogger verabredet ist? Ratlos stehe ich vor meinem Kleiderschrank; entscheide mich für Jeans, weißes T-Shirt und Blazer. „Du siehst gut aus“, lobt er mich, „aber mit einer Lederjacke würdest du mir noch besser gefallen.“ Aber das sagt er so charmant, kombiniert mit einem strahlenden Lächeln, dass ich ihm unmöglich böse sein kann. Umut Gün, besser bekannt als Umut Gun, wie er sich auf Facebook und Instagram nennt, hat ursprünglich im Kaufhaus Schwager gelernt, arbeitet seit knapp drei Jahren im Modehaus Klingemann in Höxter und war schon als Stylist für Zalando tätig. Er ist ein Freigeist mit großer Klappe, offen, zugänglich und schon immer ein bisschen anders. 

„Ich provoziere gerne und verkleide mich nicht. Ich bin so wie ich bin“, erklärt Umut und berichtet von Kunden, die ihm mit Vorurteilen begegnen, weil er sie in zerrissener Jeans bedient, und von kritischen Blicken, die er erntet, wenn er durch die Stadt läuft. Aber er erzählt auch von Kunden, die eigens wegen ihm kommen und dass er manchmal sogar der ganz persönliche Styleberater seiner Frau Sevda ist. Seine Inspiration bezieht der einzige Modeblogger in unserer Region aus Zeitschriften, sozialen Netzwerken und Showrooms, die er beruflich besucht. Und daraus kreiert er seine ganz eigene Mode: er bearbeitet zum Beispiel schlichte Sweatshirts und Shirts, zerreißt oder bemalt sie und verkauft sie unter seinem eigenen Label „#UMUTGUN“. Zuhause hat er dafür den Esstisch zur Werkbank umfunktioniert. Manchmal arbeitet er auch im Garten seiner Eltern in Holzminden.

Der coole und stylische Typ hat aber auch eine weiche Seite; sie heißt Efecan und ist elf Monate alt. Umuts Augen werden ganz weich und er lächelt, wenn er von seinem kleinen Sohn erzählt. „Es ist nicht einfach“, gibt er zu, weil er als Verkäufer viel an den Wochenenden arbeiten muss und nebenbei seinen Blog pflegt – viel Zeit bleibt da nicht. „Umso mehr genießen wir jede Sekunde, die wir gemeinsam haben“, ergänzt Umut. Und auch wenn es ihm oft nicht leicht fällt, auch mal streng gegenüber Efecan sein zu müssen: Umut wirkt auf mich wie ein fürsorglicher Vater. 

Über seine frühere Karriere als Profi-Fußballer – unter anderem beim 1. FC Nürnberg – redet er nicht gerne. Ich sehe ihm an, wie schwer es ihm fällt. Er spricht dennoch offen über die hohen Erwartungen seiner Familie und vor allem seines Vaters, die er beizeiten nicht erfüllen konnte und wie ungern er Menschen enttäuscht. „Ich habe es versucht und es hat nicht funktioniert. Fußball ist abgehakt“, sagt Umut. All das klingt nach einer harten Zeit, die ihn aber auch wieder zurück ins Weserbergland gebracht hat. Ob er sich das selber verziehen hat? Einen Moment denkt er nach, bejaht die Antwort aber.

Heute hat Umut scheinbar unbändige Energie, sein Lachen steckt an und der Erfolg gibt ihm Recht. Die Erklärung ist einfach: „Denn ich habe meine Leidenschaft und meinen inneren Motor gefunden – die Mode.“

Eine ungewöhnliche Idee, ein tolles Projekt für unsere Region oder ein spannender Job… Holzmindener, die etwas Interessantes zu erzählen haben, gehören in unsere neue Reihe „Auf einen Kaffee mit…“, die jeden zweiten Sonntag erscheint. Ihre Vorschläge können Sie uns gerne mailen an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.. Die nächste Folge erscheint am Sonntag, 30. April 2017.

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