Höxter (red). Die besten Ideen sind oft verblüffend einfach. So verhält es sich auch beim Umweltberatungsprogramm ÖKOPROFIT: Betriebe erhalten Tipps von Experten, wie sie die Umwelt schonen können und dadurch auch noch ihre Kosten senken. Der Kreis Höxter lädt gemeinsam mit den Städten alle Unternehmen ein, bei dem Projekt mitzumachen. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Um sich vorab über ÖKOPROFIT allgemein und speziell in Bezug auf Energiemanagementsysteme, Nachhaltigkeitsanforderungen, EMAS, CSRD und Treibhausgasneutralität zu informieren, bietet der Kreis Höxter eine digitale Informationsveranstaltung an. Diese findet statt am kommenden Mittwoch, 15. Mai, von 14 bis 15.30 Uhr. Nach einer Anmeldung an die E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wird der Link verschickt.

Unter dem Motto Umweltschutz mit Gewinn steht ÖKOPROFIT für „ÖKOlogisches PROjekt Für Integrierte Umwelt-Technik“. Das Projekt geht im Kreis Höxter bereits in die dritte Runde. Die beindruckenden Ergebnisse bislang: Die 19 Unternehmen, die an beiden ÖKOPROFIT-Runden im Kreis Höxter teilgenommen haben, sparen mit 111 Maßnahmen jährlich zusammen insgesamt über 1 Million Euro Betriebskosten, mehr als 12,8 Millionen Kilowattstunden Energie, rund 4.000 Tonnen CO₂, über 175.600 Kubikmeter Wasser und mehr als 133 Tonnen Restmüll.

„Egal ob in der Wirtschaft oder in unserem Privatleben: Stets sollten wir die Frage nach der Nachhaltigkeit unseres Handelns stellen. Mit dem Projekt ÖKOPROFIT leisten die Unternehmen im Kreis Höxter einen erstklassigen Beitrag dazu, die wertvollen Ressourcen unserer Erde umsichtig und verantwortungsvoll zu nutzen. Dadurch schaffen sie für sich einen Wettbewerbsvorteil und steigern ihre Attraktivität als Arbeitgeber für junge Fachkräfte, denen die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit besonders am Herzen liegen“, sagt Landrat Michael Stickeln. „Ich danke allen teilnehmenden Betrieben herzlich für ihr Engagement.“

Die Unternehmen befassen sich während der Laufzeit des Projekts in gemeinsamen Workshops und individuellen Beratungen unter anderem mit dem Einsatz sowie den Einsparmöglichkeiten von Wasser, Abfall, Energie und Rohstoffen. „Sie entwickeln dabei gemeinsam mit externen Fachberatern individuelle Maßnahmen, um ihre Betriebskosten zu reduzieren, die Umwelt zu entlasten und Unternehmensziele zur Nachhaltigkeit zu entwickeln und umzusetzen“, erklärt Martina Krog, Klimaschutzbeauftragte des Kreises Höxter.

Am Ende einer zwölfmonatigen Projektlaufzeit werden die Teilnehmer von einer Kommission auf die Erfüllung der relevanten Kriterien geprüft und abschließend als ÖKOPROFIT-Betrieb ausgezeichnet. Weitere Informationen zu ÖKOPROFIT sind unter www.oekoprofit-nrw.de und www.klimaschutz.kreis-hoexter.de zu finden.

Fragen beantwortet Martina Krog (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel. 05271-965 4219) vom Kreis Höxter. Gefördert wird ÖKOPROFIT vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Kreis Höxter.

Drei Betriebe im Projekt ÖKOPROFIT rezertifiziert

Die 19 ÖKOPROFIT-Unternehmen aus dem Kreis Höxter setzen die gemeinsame Arbeit an Energie- und Umweltthemen in Workshops und bei Terminen im Unternehmen fort und haben dazu im Jahr 2022 den ÖKOPFORIT-Klub gegründet. Aus dieser gemeinsamen Arbeit heraus bekamen nun drei Unternehmen die Urkunde für eine erfolgreiche Rezertifizierung: Glaskoch aus Bad Driburg-Herste sowie die Wandel Packaging Group Blow Moulding und die SPIER Fahrzeugwerke aus Steinheim-Bergheim.

Bei der Rezertifizierung von Glaskoch in Bad Driburg-Herste standen besonders Themen wie Energiemanagement und Eigenstromgewinnung, aber auch die umweltfreundliche Umstellung bei Verpackungsmaterialien im Vordergrund, um Ökologie und Nachhaltigkeit wirtschaftlich abzubilden. Die Wandel Packaging Group Blow Moulding konnte insbesondere durch Optimierung bei Druckluft Energie einsparen. Für das Unternehmen sind Energiebeschaffung und Energiemanagement essentiell für wirtschaftliches Arbeiten. SPIER Fahrzeugwerk zeichnete sich unter anderem durch eine effektive Logistik auf dem weiträumigen Firmengelände aus. Auch mit PV-Anlagen kann die Umwelt-Bilanz des Unternehmens nachhaltig verbessert werden.

Foto: Kreis Höxter