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Mittwoch, 10. Juni 2020 10:30 Uhr

„Die Organisation HAWK lernt gerade das Lernen selbst“ - Wie reagiert eine Hochschule insgesamt auf den Corona-Pandemie-Lockdown?

Prof. Dr. Thomas Nern, HAWK-Vizepräsident für Studium und Lehre.

Holzminden/Hildesheim (red). Mitte März brachte die mit der Corona-Pandemie verbundene allgemeine Kontaktsperre große Veränderungen für die HAWK mit sich – von einem Tag auf den anderen: Fast alle bisherigen Arbeitsprozesse wurden ins Home-Office verlagert, die Lehre wurde auf online umgestellt. „Wir haben unter diesen erschwerten Bedingungen gemeinsam und schnell komplett umgesteuert“, sagt Prof. Dr. Thomas Nern, Vizepräsident für Studium und Lehre an der HAWK, „alle haben mit angepackt.“ Die dem Vizepräsidenten zugeordnete Stabstelle Organisationsentwicklung zum Beispiel hatte dabei unter anderem die Aufgabe, didaktische Modelle für Online-Lehre zur Verfügung zu stellen. Vizepräsident Nern und Dr. Markus Kieselhorst, Leiter der Stabstelle Organisationsentwicklung, werfen einen Blick auf die vergangenen Monate. 

„Organisationen bestehen eigentlich aus Kommunikation“, stellt Kieselhorst fest. Er leitet das Team „LernkulTour“. „Wir hatten eigentlich kaum eine Schockstarre, sondern es wurde sofort an neuen Kommunikationsstrukturen gearbeitet“, sagt Kieselhorst. Ein sehr gutes, konkretes Beispiel sei der neue HAWK.INFO-Newsletter, den das Präsidium regelmäßig – manchmal sogar mehrmals pro Woche - verschicke. Zwar habe es den vorher schon in ähnlicher Form gegeben, „aber er wurde bestimmt nicht so gebannt und gespannt gelesen wie im Moment“, so Kieselhorst. Zudem haben sich auch anderer Stelle ganz neue Gesprächskreise gebildet: „Ich sitze und spreche plötzlich in Zoom-Meetings und Runden, die es vorher so gar nicht gegeben hat - aus unterschiedlichen Abteilungen“, resümiert er. Die neuen Konstellationen hätten sich sehr schnell zusammengefunden und völlig neue Kommunikationsstrukturen gebildet. 

Die große Herausforderung für die Organisation sei nach wie vor, sowohl einerseits Stabilität zu behalten und andererseits Veränderungen zu managen. Zwar sei eine Organisation immer herausgefordert, sich auch zu verändern und auf Veränderungen der Umwelt und Trends zu reagieren. Im Moment geht es aber darum, die aktuelle Situation ad hoc zu meistern. 

Sein Team „LernkulTour“ entwickele zum Beispiel – auch im Schulterschluss mit der AG Online-Lehre - rasant innerhalb weniger Tage neue Handreichungen und Hilfestellungen: „Die werden dann einfach gerade gebraucht - und dieses Schnelle und Flexible, das ist jetzt gerade die Herausforderung.“ Das Team habe – wie auch viele andere Arbeitsteams und Abteilungen an der Hochschule, völlig neue Kommunikationszeiten eingeführt: Die wöchentliche Teamsitzung sei schlagartig auf zwei Teambesprechungen pro Tag geändert. Dabei gehe es aber nicht nur um eine Neuaufstellung und geänderte Arbeitsorganisation – sondern auch immer um Technik: Das ist ja gerade die Komplexität der jetzigen Situation“, sagt Kieselhorst. Rede man über Veränderungen und Unterstützung bei den Anpassungen, dann müsse man immer verschiedene Aspekte zusammenbringen: die IT, das Team E-Learning, die AG Online-Lehre und das Team „LernkulTour“. Dabei zahle sich natürlich auch aus, dass die Hochschule auf viel Bewährtes und Bestehendes zurückgreifen könne: Man habe bereits stabile, erprobte Strukturen, die gut funktionierten, alles Faktoren, die man sich nicht neu ausdenken musste. „Aber das Zusammenspiel, das vollzieht sich jetzt auf neue Art und Weise“, so Kieselhorst - und davon werde bestimmt, wenn wieder normalere Zeiten einkehren, auch was bleiben.

Ein „Back to normal“ sehe er selbst bei einem Aufheben der Beschränkungen nicht mehr: „Also man sagt ja immer, ‚Not macht erfinderisch‘ und erfinderisch waren wir wirklich, das hat einen enormen Innovationsschub gegeben“, stellt Kieselhorst fest: „Ich denke, die Organisation HAWK erfährt gerade das Lernen selbst, wie man auch unter diesen Bedingungen schnell Veränderungen anschieben, umsetzen, begleiten und auch absichern kann.“ „Inzwischen haben wir eine sehr hohe Akzeptanz für die Veränderungen in Corona-Zeiten erreicht, weil alle ihren Teil sehr engagiert dazu beitragen“, fasst Vizepräsident Nern zusammen. Als nächstes stehe die Prüfungsphase an: „Wir prüfen und bereiten zum Beispiel gerade die Möglichkeit auch von schriftlichen Online-Prüfungen vor.“

Fotos: HAWK, Marius Maasewerd

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