Holzminden (awin). Gestiegene Baupreise, notwendige Vermessungsarbeiten und kontaminiertes Material unter dem Straßenkörper: Für drei Projekte in Holzminden wird mehr Geld benötigt als zunächst vorgesehen. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 5. Mai einstimmig weiteres Geld für den Neubau des Feuerwehrhauses Holzminden, das Teilstück "Forster Weg" und den Radweg "Bleiche" freigegeben. Zusammen geht es um zusätzliche Mittel von rund 548.700 Euro. Beim Radweg "Bleiche" steht die endgültige Summe noch unter dem Vorbehalt der laufenden Rechnungsprüfung.
Feuerwehrhaus: Mittel für Grundstücksvermessung
Für den Neubau des Feuerwehrhauses Holzminden gab der Rat 3.674,76 Euro für Vermessungsarbeiten rund um das Feuerwehrgrundstück frei. Nach der Beschlussvorlage bestand das Grundstück, auf dem das Feuerwehrhaus errichtet wurde, zuvor aus vielen unterschiedlichen Grundstücken. Diese wurden im Zuge der Vermessung zu einem Grundstück vereint.
Außerdem wurden in diesem Zusammenhang weitere Flächen herausparzelliert: das Grundstück, auf dem die Container für die Interimslösung der Feuerwehr stehen, sowie der Bereich des Restparkplatzes an der "Nordstraße". Die Verwaltung begründet die Auszahlung damit, dass die Maßnahme zeitlich und sachlich unabweisbar sei. Eine Verschiebung sei nicht möglich, weil die Rechnungen bereits vorliegen und die Leistung erbracht wurde. Gedeckt wird der Betrag durch Einsparungen bei Mitteln, die für den Einbau erneuerbarer Energien in städtischen Liegenschaften vorgesehen sind.
Teilstück "Forster Weg": Kosten steigen auf mehr als 832.000 Euro
Auch für die Baumaßnahme am Teilstück "Forster Weg" bewilligte der Rat weiteres Geld. Beschlossen wurde eine überplanmäßige Auszahlung in Höhe von 200.000 Euro. Ursprünglich standen für die Maßnahme 640.099,83 Euro zur Verfügung. Aufgrund von Preissteigerungen belaufen sich die Kosten laut aktuellem Angebot nun auf 832.635,84 Euro.
Finanziert wird der zusätzliche Betrag aus Mitteln, die für die Kreuzung "Karlstraße"/"Neue Straße"/"Nordstraße" vorgesehen sind.
Radweg "Bleiche": Bis zu 345.000 Euro zusätzlich
Den größten zusätzlichen Finanzierungsbedarf gibt es beim Radweg "Bleiche". Für diese Baumaßnahme stimmte der Stadtrat einer überplanmäßigen Auszahlung von maximal 345.000 Euro zu. Für die Maßnahme waren bisher 1.180.600 Euro eingeplant.
Nach Angaben der Verwaltung entstehen die höheren Kosten durch Preissteigerungen und weitere Ausgaben. Besonders genannt wird kontaminiertes Material, das in zuvor nicht absehbarer Größenordnung unter nahezu dem gesamten Straßenkörper gefunden wurde und entsorgt werden muss. Außerdem sollen die Einmündungsbereiche "Lönsstraße", "Ohlengasse" und "Wilhelm-Raabe-Straße" ertüchtigt werden.
Die Rechnungsprüfung zur möglichen Reduzierung der Summe läuft derzeit. Gedeckt werden soll die überplanmäßige Auszahlung aus Mitteln, die für den Radweg "Dr. Stiebel-Straße"-"Beukampsborn" vorgesehen sind.