Holzminden (awin). Straßenbau bleibt für die Stadt Holzminden ein teures Pflaster: Der Rat hat am Dienstag, 30. Juni, einstimmig zusätzliche Mittel für die Maßnahme „Riemenschneiderstraße“ freigegeben. Damit kann die Stadt auf gestiegene Baukosten reagieren und den Auftrag in voller Höhe vergeben. Insgesamt geht es um 180.000 Euro, die zusätzlich benötigt werden.
Ursprünglich waren für die Maßnahme rund 925.800 Euro vorgesehen. Nach dem aktuellen Angebot belaufen sich die Kosten nun jedoch auf rund 1,084 Millionen Euro. Der Grund dafür liegt nach Angaben der Verwaltung in den allgemeinen Preissteigerungen, die auch im Straßenbau weiterhin deutlich spürbar sind. Die Kalkulation, auf der die bisherigen Mittel beruhten, stammt aus einer früheren Planungsphase. Das nun vorliegende Ausschreibungsergebnis liegt entsprechend darüber.
Auftrag soll vollständig vergeben werden
Die Submission, also die Öffnung und Prüfung der eingegangenen Angebote, fand am 1. Juni statt. Das günstigste Angebot stammt von der Firma Klie. Nach Angaben der Verwaltung liegt es rund 55.000 Euro unter dem zweitgünstigsten Bieter. Um den Auftrag dennoch vollständig erteilen zu können, war die zusätzliche Freigabe der Mittel erforderlich.
Eine längere politische Diskussion gab es im Rat nicht. Der Beschluss wurde einstimmig gefasst. Damit ist der finanzielle Rahmen geschaffen, um die Maßnahme an der „Riemenschneiderstraße“ trotz der gestiegenen Kosten weiter voranzubringen.
Geld kommt aus anderen Straßenbauprojekten
Die zusätzlich benötigten 180.000 Euro werden aus anderen geplanten Maßnahmen gedeckt. Betroffen sind Mittel für die Kreuzung „Karlstraße“, den Radweg „Karlstraße“ sowie einen Teil der „Sollingstraße“. Damit werden keine neuen Schulden beschlossen, sondern bereits eingeplante Gelder innerhalb des Investitionsbereichs umgeschichtet.
Für Bürgerinnen und Bürger zeigt der Beschluss, wie stark steigende Baupreise kommunale Projekte beeinflussen. Selbst wenn eine Maßnahme bereits geplant und finanziert scheint, können aktuelle Ausschreibungsergebnisse die Kosten noch einmal verändern. Im Fall der „Riemenschneiderstraße“ hat der Rat nun die Voraussetzung geschaffen, damit das Projekt nicht an der Finanzierungslücke scheitert.
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